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Do, 06:34 Uhr
05.09.2013

nnz-Forum: Was bleibt uns übrig?

In diesem Monat haben wir alle in diesem Land wieder mal eine Wahl. Mit dem "Warum" hat sich ein Leser der nnz auseinandergesetzt...


Wir müssen wählen, was bleibt uns?

Es wird einfach nicht besser. Egal wie ich die aktuelle Situation betrachte, es ärgert mich. Daher schreibe ich nun und möchte einige Sachen hier ansprechen, die mich stören.

Es kann so in Deutschland nicht weitergehen. Wir stehen vor einer Wahl und deshalb muss sich Einiges ändern. Auch in Nordhausen kann man immer mehr sehen, wie die Bürger ruhig gestellt werden sollen.

Da wird ein gravierendes Einkaufszentrum gebaut, was keiner braucht. Es gibt bereits die große Südharz Galerie, die seit Jahren ausreicht und nun nicht mehr. Es geht nur noch um Konsum und Konsumterror. Wer nicht mitziehen kann, wird integriert. Da müssen Kinder immer die gravierendsten Markenkleidungen tragen und werden ohne diese nicht von den Schulkameraden anerkannt. Ist das die Welt, die wir immer wollten?

Mit der Wende gab es auch in unserer Stadt so große Hoffnungen, dass alles besser werden würde, aber es hat sich leider nicht bewahrheitet. Wir können heute zwar Maggifix kaufen und alles sonst noch, aber mehr eben nicht. Wo sind die Werte, für die wir damals auf der Straße gekämpft haben? Der Kapitalismus hat im Kampf der Systeme den Sieg davon getragen. Aber ich hätte mich gefreut, wenn ein Mensch gewonnen hätte.

Ich erinnere mich an ein Zitat des großen polnischen Philosophen Watzlaff Brszik, der 1991 sagte, dass der Kampf für die Freiheit nicht mit dem gravierenden Fall des Eisernen Vorhangs beendet ist und wir auch nach dem Untergang des Sowjetreiches weiter kämpfen müssen. Ich kann leider nicht die Gerechtigkeit sehen, die ich mir damals auch im "Schatten" von Brszik - Worten gewünscht habe. Ist es etwa fair, dass die Reichen immer reicher werden und die Armen nicht mehr wissen, wie sie ihr Leben bestreiten sollen?

Ich reagiere mittlerweile in Diskussionen immer gravierend unwirsch, wenn mir Menschen erzählen, es sei alles ok. Ich kann keinesfalls erkennen, dass in einer Welt, in der die Banken mit unseren Steuergeldern gefüttert werden, alles ok ist. Man muss für dieses Verständnis der Ungerechtigkeit nicht einmal Chemtrails oder Ähnliches gut finden, aber man muss erkennen, dass die NSA und ähnliche Organisationen uns immer weiter ausforschen. Jetzt ist Wahl und wir müssen handeln. Denn das ist alles, was uns bleibt. Oder wie einst der große schwedische Autor Larsolon Svensarion sagte: "Es geht nicht, ohne sich einzusetzen, unwirsch beiseite befördert zu werden!" Sonst kommen die Zeiten wieder, in denen wir Bürgerwehren bilden müssen. Das wäre schade.
Reinhart Siebert, Nordhausen
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Retupmoc
05.09.2013, 07:57 Uhr
Immer nur nörgeln
Und schon wieder geht die Nörgelei los, Herr Siebert! Früher war alles besser? ih bitte Sie aber ... Früher hatten wir keine Drogentoten auf den Straßen, die Verbrechensrate ist viel höher , die ganzen Millionen Arbeitslosen und die Ämter die diese verwalten und drangsalieren. Unsere Soldaten, die nun auch im westlichen Ausland in den Kriegseinsatz gehen und sterben dürfen. Ein Brötchen, das 40 Cent kostet statt 5 Pfennig. Eine kleinstaatliche Schulbildung. Verzockte Steuergelder. Nachrichtendienste, die viel geiler als die Stasi sind, weil Sie ja aus den USA kommen. Betriebe die Pleite gehen ( sogar ganze Handelsketten ), Renten von denen man niht leben kann und natürlich auch der Weißheit letzter Schluß, das von allen geliebte PeterHartz4 !

Also aufhören zu nörgeln, "Mutti" wieder wählen und es wird alles noch besser!
h3631
05.09.2013, 10:22 Uhr
@Retupmoc
Ihre Aufzählung: ...Früher hatten wir keine ..... usw stimmt zu 100%.Mutti wird nicht gewählt!
Wolfi65
05.09.2013, 10:30 Uhr
Ich will die alte DDR nicht wiederhaben
Bevormundung und staatlicher Drill, war an der Tagesordnung. Man könnte jetzt ins Detail gehen. Habe aber keine Lust dazu.
Wer die DDR erlebt hat, dem brauche ich hier keine Geschichten schreiben. Viel besser wäre es, wenn die jetzigen Oberen begreifen, dass es so nicht weiter geht.

Die BRD muss noch sozialer werden, auch wenn jetzt wieder welche aufschreien.
Das Geld dafür ist da, jedem, aber auch wirklich jedem eine Perspektive in diesem Staate zu geben. Wieso keinen einheitlichen Mindestlohn, auch für den sogenannten Niedriglohnsektor?

Wieso nicht höhere Renten? Wenn die Leute mehr Geld in der Tasche haben, wird auch mehr konsumiert. Wenn die Menschen wenig in der Tasche haben, dann wird gespart an allen Ecken und Kanten. Wo soll das hinführen?

Was sind denn heute 800,- Euro Rente?
Viele träumen von so einer Rente? Wie wäre es denn mit 1000,- Euro Mindestrente für jeden Bürger der BRD. Jetzt kommt der große Aufschrei! Mehr Geld für unsere Kinder.

Auslandseinsätze der Bundeswehr auf ein Minimum begrenzen. Kein Unternehmer muss hunderte Millionen für seine Privatkasse einstreichen. Soziale Gerechtigkeit ohne den Sozialismus einzuführen. So lange Banken mit hunderten Milliarden Euro gestützt wurden und werden, muss es drin sein, jeden einen Arbeitsplatz und eine bezahlbare Wohnung gesetzlich zu garantieren.

Aber das ist 23 Jahre nach der DDR nicht mehr zu machen. Ab jetzt regiert wieder das Kapital mit seiner verzerrten Fratze. In Reihe stillgestanden und die Ellenbogen weit herausfahren. Schöne bunte Marktwirtschaft.
Retupmoc
05.09.2013, 10:41 Uhr
Unwahrheit
@3631 ... zu 100 % hat auch früher niemand gewählt. Soweit ich mich erinnern kann waren es immer zwischen 96 und 98 %. Außerdem waren ja alle Parteien ( also auch die CDU oder die LDPD ) in der Nationalen Front. So gab es ja auch keine Gegner, weil die Blockflöten teilweise angepasster waren als die SED selbst! Übrigens kann es sein, das "Mutti" damals doch zu 100 % gewählt wurde. Nämlich in ihre FDJ-Leitung.
H.Buntfuß
05.09.2013, 13:48 Uhr
Mutti???
Es ist schon sehr einfältig, die Kanzlerin als MUTTI zu bezeichnen, noch dazu als unsere Mutti. Ich habe diese Frau im Umgang mit Kindern gesehen und bin zu der Überzeugung gekommen, dass die Kanzlerin überhaupt kein Draht zu Kindern hat. Der Umgang mit Kindern, bereitet ihr große Probleme Ihr fehlt das gewisse etwas, was eine MUTTI ausmacht, oder?

Woher soll das auch kommen, wenn ich richtig informiert bin, hat sie keine eigenen Kinder und Kinder sind nun auch mal keine Wähler, oder? Also lasst das mit der MUTTI weg, ich könnte noch verstehen, wenn sie STIEFMUTTI sagen, dass trifft meiner Meinung nach eher zu, oder?
BGE- Pirat
05.09.2013, 15:09 Uhr
ja stiefmutter
das werden wir nach der wahl sehen
-kein mindeslohn
-keine angleichung ost west rente
-aber für die autobahn dürfen wir dann zahlen
-und der strom ist dann nicht 2 mal so teuer
wie in frankreich sondern 3 mal
wir müssen ja den diesel für die windräder
bezahlen
-und wenn wir.........
es reicht euer heiko
Suse
05.09.2013, 18:22 Uhr
@ Buntfuß,sie haben recht..
den Namen Mutti verdient sie nicht,auch nicht mit ".
Diese Frau hat immer nur für ihre Macht gekämpft und ihr Mäntelchen nach dem Wind gehangen. Sie ist so alt wie ich und ich weiß,dass man damals sehr systemtreu sein musste ,um als FDJ-Sekretärin gewählt zu werden. So ist sie heute immer noch, nur zum ganz entgegengesetzten System,dass sie damals als Klassenfeind verteufelt hat. Für mich ist so eine Frau einer Kanzlerin nicht würdig.Ich kann ihr nichts aber auch gar nichts glauben.Solange diese Frau im Amt sein wird,wird es nur für das Kapital besser werden. Auch an ihrem angeblich christlichen Glauben zweifele ich,denn Nächstenliebe ist für sie ein Fremdwort.
othello
05.09.2013, 19:21 Uhr
keine Experimente
Mein Eindruck ist, dass sich hier in der NNZ hauptsächlich nur die Unzufriedenen zu Wort melden, auf unterschiedlichsten Niveau. Wenn ich jedoch Umfragen vertrauen kann, dann gibt es eine schweigende Mehrheit auch unter den Lesern der NNZ, die offensichtlich zufrieden sind und nichts ändern wollen oder sich nicht für Politik interessieren.

Diese lesen vielleicht nur noch mit Kopfschütteln manche hier abgegebenen Kommentare und werden in ihrer Haltung „ keine Experimente“ weiter gestützt. Wie sonst ist zu erklären, dass die SPD hauptsächlich wegen H4 zu recht abgestraft wurde, um dann eine Regierung CDU/FDP an die Macht zu bringen, die diese gesamte Gesetzgebung mit zu verantworten hat und diese verschlimmert hat. Ich befürchte, dass diese Wahl genau so ausgeht.
Alex Gösel
05.09.2013, 19:50 Uhr
@ othello
"Mein Eindruck ist, dass sich hier in der NNZ hauptsächlich nur die Unzufriedenen zu Wort melden, auf unterschiedlichsten Niveau."

Leiber othello, was Sie völlig anders schreiben. Wenn ich mir den Rest Ihres Textes durchlese steht dort genau das gleiche wie in den anderen Kommentaren, nur etwas anders umschrieben.
Harzer_Wolf
06.09.2013, 07:53 Uhr
Unzufrieden
Guten Morgen Othello,

vielleicht kann es auch sein, das sich nicht die " Unzufriedenen " in der NNZ melden, sondern die Menschen die außer am Smartphone daddeln oder Ballerspiele am PC veranstalten noch das Privileg haben lesen und verstehen zu können?

Wer soll den auch zufrieden sein? Der ALG-Empfänger? Der Arbeiter in einem befristeten Arbeitsverhältnis? Die Kosmetikerin mit 4,60 / Stunde? Der Bundeswehrsoldat in Afghanistan? Der Mittelständler, der unter der Steuerlast pleite geht? Das Schulkind, dessen Schule nicht einmal mit dem Nötigstem ausgestattet ist, nämlich einem bundeseinheitlichen Lehrplan? Das nicht einmal mehr Schreibschrift lernt? Die Rentnerin, die vor der Altersarmut steht?

Natürlich gibt es auch Menschen, die diese
Probleme nicht haben. Die lesen nur kaum die NNZ und wenn doch, gibt es von denen einen geschönten Beitrag, wie toll doch alles ist. Sicher doch - mit ein paar Millionen in der Schweiz lebt es sich natürlich besser. Schönes Wochenende !
Retupmoc
06.09.2013, 09:00 Uhr
Ahnungslos
Und da haben wir es wieder erreicht. Streit zwischen Arbeitslosen und Menschen, die durch Arbeit ein Einkommen beziehen. Zu der 2. Gruppe gehöre ich auch. Dumm nur, das es mir ( über 55 ) relativ schnell gehen kann, das ich zur 1. Gruppe gehöre. Und dann beginnt der Betrug am Menschen, den diese Regierung so drauf hat. Beispiel gefällig?

Nehmen wir einmal an, ich werde demnächst gekündigt. Ich habe zuvor 22 Jahre im Westen brav in die Kassen eingezahlt, also auch AL-Versicherung. Nun stellt mich niemand mehr aufgrund des Alters ein. Ok - ich bekomme dann erst einmal eine Weile ALG 1. Dann falle ich mit 57 in Hartz4. Um dies zu erhalten darf ich meine Ersparnisse aufbrauchen, mein Auto verkaufen. Das Geld also, das ich in 22 Jahren Arbeit im Westen ( vorher hatte ich in der DDR natürlich auch welche, nur, das man sich da mit Unsinn wie H4 nicht beschäftigt hat ) erarbeitet habe. Da hilft dann nur - Sparbuch rechtzeitig vorher auflösen, bzw. keinen Neuwagen kaufen. Wie Sie sehen, bin ich kein fauler Arbeitsloser. Und ich werde trotzdem betrogen. Die Mitarbeiterin des Arbeitsamtes kann eigentlich nicht anders. Die Gesetze sind es. Frau Merkel bekommt für ihre ahnungslose Politik ab 23.9. eine fette Pension. Das ist der Unterschied.

Fazit: Hört endlich auf, Euch gegeneinander auszuspielen. Wert Euch gegen die, die das versuchen und die Schuld an der Misere dieses Landes sind. Und das sind bestimmt nicht die Arbeitsuchenden.
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