Do, 15:34 Uhr
29.08.2013
Nordlichter in Nordhausen
Am Sonntag rollt wieder der Regionalligafußball im Albert-Kuntz-Sportpark, wenn Wacker Nordhausen die TSG Neustrelitz empfängt. Vielleicht gibt es ein nachträgliches Geschenk zum 90. Geburtstag von den diese Spielstätte nutzenden Fußballern. Der nnz-Vorbericht von Klaus Verkouter...
Gegen den FC Carl Zeiss Jena, Aufstiegsaspirant Nr. 1, kam in diesem Stadion vor zwei Wochen nach einer beeindruckenden Aufholjagd zum 2:2 eine riesige Stimmung auf, die an alte Tage erinnerte. Wenn die Fans die bisherigen Leistungen unserer Wackeren honorieren (warum sollten sie das eigentlich nicht?), so wird am kommenden Sonntag, den 01.09.2013 ab 13.30 Uhr auch die TSG Neustrelitz aus Mecklenburg-Vorpommern, von manchem als Mitfavorit genannt, dieses Flair zu spüren bekommen.
Unsere Gäste, die zweite Fußballmacht Mecklenburg-Vorpommerns nach Hansa Rostock, weilen zum ersten Mal in der Rolandstadt. Die Mannschaft des achtfachen ehemaligen Nationalspielers, des 38-jährigen Thomas Brdaric, ist in der Tat nicht zu unterschätzen. Die TSG Neustrelitz spielte seit 2002 in der Oberliga, war dort in den letzten Jahren auf vorderen Plätzen gelandet und konnte in der Vorsaison in die Regionalliga aufsteigen. Auf Anhieb gelang Tabellenplatz acht. In diesem Jahr geht der Blick zur Tabellenspitze.
In der Residenzstadt ist also über ein Jahrzehnt lang kontinuierlich etwas gewachsen. Das Landespokal-Finale 2012/13 wurde gegen Hansa Rostock überzeugend mit 3:0 gewonnen. In der DFB-Hauptrunde konnte sich der Bundesligist SC Freiburg nur mit Ach und Krach 2:0 behaupten. Jetzt kommen Die "Nordlichter" mit der Empfehlung eines 5:0-Erfolges gegen Plauen in den Südharz und wollen auch hier punkten. Das zumindest hatte Marco Weißhaupt, ehemaliger Wackerakteur und heutiger Co-Trainer beim Gast aus Neustrelitz, bei seiner Spielbeobachtung im AKS zum Besten gegeben.
Auf deren Homepage wertete man das Spiel aus der Sicht des Neustrelitzer Torwarts folgendermaßen: Während sich die TSG-Fans über die fünf geschossenen Tore freuten, war TSG-Keeper Daniel Bittner froh, dass endlich die Null auch hinten stand. Denn in den vergangenen drei Spielen kassierten die Neustrelitzer jeweils ein Tor. Natürlich wollen wir jetzt auch in Nordhausen punkten, blickte der TSG-Schlussmann voraus. Die Nordhäuser Torhüter Patrick Siefkes, zuletzt verletzt, und David Primke (Bilder) mussten im Durchschnitt zwei Bälle pro Begegnung aus dem eigenen Netz holen. Spielt Wacker am Sonntag zu null? Und gelingt Matti Langer (Bild) wie in Rathenow ein Treffer? Dann, ja dann hätte der FSV drei Punkte sicher.
Eigentlich wollte Wacker in Rathenow punkten, doch Trainer Goslar vermisste im Spiel die letzte Ruhe vor dem Tor und monierte weiter ...wir müssen entschlossener in den 16-Meter-Raum und vieles war heute auch einfach zu ungenau.
Gegenüber dem MDR gab unser Trainer dieses Statement ab: Wir müssen es dann akzeptieren, dass wir als Aufsteiger noch nicht so weit sind, aus dieser Überlegenheit Tore zu machen. Für die Jungs ist es schade, so einen wahnsinnigen Aufwand zu betreiben und am Ende mit leeren Händen dazustehen. Wir sind auf jeden Fall gut beraten, vom Anfang bis zum Ende jeden Punkt einzusammeln, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben."
Natürlich hat Pressesprecher Lars Koch auch des Trainers Meinung zum Spiel gegen Neustrelitz eingefangen: Was den Kader angeht, so müssen wir leider verletzungsbedingt auf Christoph Rischker verzichten, was natürlich gerade bei Standards ein großer Verlust ist. Wieder im Kader zurück meldet sich dafür Robert Stark, dessen Achillessehnenreizung abgeklungen ist. Was Patrick Siefkes angeht, da wird die Entscheidung sicherlich erst ganz zum Schluss fallen, ob er wieder fit ist und im Tor stehen kann.
Das Spiel gegen Rathenow ist analysiert, eine Schwachstelle ist sicherlich das Umschaltspiel, gerade wenn wir einmal einen Ball verlieren. Da müssen wir einfach schneller und wacher sein.
Die Aufgabe gegen Neustrelitz ist natürlich keine leichte, aber klar, wir wollen natürlich versuchen, die drei Punkte daheim zu behalten und den Neustrelitzern, die zweifelsohne zu den Top-Teams der Liga gehören auf ihrem Weg an die Spitze ein Bein zu stellen. Wenn wir an die starken Leistungen, die wir in der zweiten Halbzeit gegen Jena und zum Schluss auch gegen Rathenow gezeigt haben anknüpfen, dann können wir auch das Spiel am Sonntag erfolgreich gestalten.
Es lohnt also nicht, über den Elfmeter (die laufenden Bilder belegen zweifelsfrei das Foulspiel von Jan Beneš vor und nicht im Strafraum) zu lamentieren, ärgerlich war das aber schon. Man muss daraus lernen, die eigenen Chancen noch konsequenter zu nutzen – und die gab es in Berlin und auch in Rathenow. Mit Omar El-Zein (Wacker) sowie Velimir Jovanovic und Dino Medjedovic (beide TSG) könnten Akteure im Aufgebot stehen, die mit je drei Treffern die Törjäger-Tabelle der Regionalliga anführen. Überzeugen Sie sich selbst vom Spiel, kommen Sie in den Albert-Kuntz-Sport-Park und drücken Sie Wacker die Daumen.
Klaus Verkouter
Autor: redGegen den FC Carl Zeiss Jena, Aufstiegsaspirant Nr. 1, kam in diesem Stadion vor zwei Wochen nach einer beeindruckenden Aufholjagd zum 2:2 eine riesige Stimmung auf, die an alte Tage erinnerte. Wenn die Fans die bisherigen Leistungen unserer Wackeren honorieren (warum sollten sie das eigentlich nicht?), so wird am kommenden Sonntag, den 01.09.2013 ab 13.30 Uhr auch die TSG Neustrelitz aus Mecklenburg-Vorpommern, von manchem als Mitfavorit genannt, dieses Flair zu spüren bekommen.
Unsere Gäste, die zweite Fußballmacht Mecklenburg-Vorpommerns nach Hansa Rostock, weilen zum ersten Mal in der Rolandstadt. Die Mannschaft des achtfachen ehemaligen Nationalspielers, des 38-jährigen Thomas Brdaric, ist in der Tat nicht zu unterschätzen. Die TSG Neustrelitz spielte seit 2002 in der Oberliga, war dort in den letzten Jahren auf vorderen Plätzen gelandet und konnte in der Vorsaison in die Regionalliga aufsteigen. Auf Anhieb gelang Tabellenplatz acht. In diesem Jahr geht der Blick zur Tabellenspitze.
In der Residenzstadt ist also über ein Jahrzehnt lang kontinuierlich etwas gewachsen. Das Landespokal-Finale 2012/13 wurde gegen Hansa Rostock überzeugend mit 3:0 gewonnen. In der DFB-Hauptrunde konnte sich der Bundesligist SC Freiburg nur mit Ach und Krach 2:0 behaupten. Jetzt kommen Die "Nordlichter" mit der Empfehlung eines 5:0-Erfolges gegen Plauen in den Südharz und wollen auch hier punkten. Das zumindest hatte Marco Weißhaupt, ehemaliger Wackerakteur und heutiger Co-Trainer beim Gast aus Neustrelitz, bei seiner Spielbeobachtung im AKS zum Besten gegeben.
Auf deren Homepage wertete man das Spiel aus der Sicht des Neustrelitzer Torwarts folgendermaßen: Während sich die TSG-Fans über die fünf geschossenen Tore freuten, war TSG-Keeper Daniel Bittner froh, dass endlich die Null auch hinten stand. Denn in den vergangenen drei Spielen kassierten die Neustrelitzer jeweils ein Tor. Natürlich wollen wir jetzt auch in Nordhausen punkten, blickte der TSG-Schlussmann voraus. Die Nordhäuser Torhüter Patrick Siefkes, zuletzt verletzt, und David Primke (Bilder) mussten im Durchschnitt zwei Bälle pro Begegnung aus dem eigenen Netz holen. Spielt Wacker am Sonntag zu null? Und gelingt Matti Langer (Bild) wie in Rathenow ein Treffer? Dann, ja dann hätte der FSV drei Punkte sicher.
Eigentlich wollte Wacker in Rathenow punkten, doch Trainer Goslar vermisste im Spiel die letzte Ruhe vor dem Tor und monierte weiter ...wir müssen entschlossener in den 16-Meter-Raum und vieles war heute auch einfach zu ungenau.
Gegenüber dem MDR gab unser Trainer dieses Statement ab: Wir müssen es dann akzeptieren, dass wir als Aufsteiger noch nicht so weit sind, aus dieser Überlegenheit Tore zu machen. Für die Jungs ist es schade, so einen wahnsinnigen Aufwand zu betreiben und am Ende mit leeren Händen dazustehen. Wir sind auf jeden Fall gut beraten, vom Anfang bis zum Ende jeden Punkt einzusammeln, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben."
Natürlich hat Pressesprecher Lars Koch auch des Trainers Meinung zum Spiel gegen Neustrelitz eingefangen: Was den Kader angeht, so müssen wir leider verletzungsbedingt auf Christoph Rischker verzichten, was natürlich gerade bei Standards ein großer Verlust ist. Wieder im Kader zurück meldet sich dafür Robert Stark, dessen Achillessehnenreizung abgeklungen ist. Was Patrick Siefkes angeht, da wird die Entscheidung sicherlich erst ganz zum Schluss fallen, ob er wieder fit ist und im Tor stehen kann.
Das Spiel gegen Rathenow ist analysiert, eine Schwachstelle ist sicherlich das Umschaltspiel, gerade wenn wir einmal einen Ball verlieren. Da müssen wir einfach schneller und wacher sein.
Die Aufgabe gegen Neustrelitz ist natürlich keine leichte, aber klar, wir wollen natürlich versuchen, die drei Punkte daheim zu behalten und den Neustrelitzern, die zweifelsohne zu den Top-Teams der Liga gehören auf ihrem Weg an die Spitze ein Bein zu stellen. Wenn wir an die starken Leistungen, die wir in der zweiten Halbzeit gegen Jena und zum Schluss auch gegen Rathenow gezeigt haben anknüpfen, dann können wir auch das Spiel am Sonntag erfolgreich gestalten.
Es lohnt also nicht, über den Elfmeter (die laufenden Bilder belegen zweifelsfrei das Foulspiel von Jan Beneš vor und nicht im Strafraum) zu lamentieren, ärgerlich war das aber schon. Man muss daraus lernen, die eigenen Chancen noch konsequenter zu nutzen – und die gab es in Berlin und auch in Rathenow. Mit Omar El-Zein (Wacker) sowie Velimir Jovanovic und Dino Medjedovic (beide TSG) könnten Akteure im Aufgebot stehen, die mit je drei Treffern die Törjäger-Tabelle der Regionalliga anführen. Überzeugen Sie sich selbst vom Spiel, kommen Sie in den Albert-Kuntz-Sport-Park und drücken Sie Wacker die Daumen.
Klaus Verkouter




