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Fr, 11:58 Uhr
02.08.2013

Stockhausens Platt (17)

nnz-Leser Horst-Dieter Stockhausen schreibt für sein Leben gern Gedichte. Am liebsten in Nordhäuser Platt. In seinen heutigen Versen widmet er sich einem heute beginnenden Fest....

Oltschtadt 2013


Nordhuusen aes, su kamme lesen

ne scheene, ohle Schtadt jewesen.

Nachen Krieje wor nich me veele do von dr Ohlen

duch aen Schtick von Olt-Nordhuusen blieb uns erholen.

Un inner Oltschtadt gitt´s veele scheene Sachen,

do lohnt sich´s, mol en Schpaziergangk ze machen.

Dos gett schun bin Tobakschpeicher luuß,

do kämmet me werklich zefrieden ruuß.

De Handwerksstobben teieln uns mett,

wie me inner Oltschtadt frieher jelaewet hett.

Im Umfelde wachsen pö a pö

neue Hisser inne Höh.

De Barfießern langk, bes zun Oltentor runger,

brochte man veele Jeschäfte unger.

Ob Uhren, ob Schmuck oder guten Wien

au scheene Kledasche ha`e ich jesiehn.

Ies kamme laecken un Pizza aessen,

un Kaffee un Kuchen sin nich vargaessen,

nur fehlt hier noch, ich sa`es hier mant,

en duftender thieringer Bratworschtsschtand.

Zur Ziet fehlt dr Wegk äwwern Finkenburgwall

daen muss me öffnen uff jeden Fall,

daenn do kamme scheen de Ungerschtadt siehn

un der Blick kann baes haen zun Kohnschtein giehn.

Duch waemme ehrlich aes, muss me geschtehn:

" Aes titt sich was, unse Oltschtadt aes scheen!"

Un Hand uff´s Haerz, dos Allerbaeste

sin de jährlichen Oltschtadtfaeste.

Inner Blasiikerche wie jedes Johr

singet dr Nordhisser Männerchor.

Un dankbar wird von dn Sängern verbucht:

De Konzerte sin immer gut besucht.
Horst-Dieter Stockhausen, Nordhausen, Juli 2013
Autor: red

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