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Mo, 11:20 Uhr
29.07.2013

Erfolg vor Gericht

Vor dem Landgericht München mussten der US-amerikanische Pornoproduzent „Malibu Media“ und deren Rechtsanwälte eine herbe Niederlage einstecken, die vielen abgemahnten Verbrauchern auch in Thüringen helfen könnte...


Das Landgericht München wies in einem Beschluss (Beschl. v. 04.06.13, Az. 7 O 22293/12) darauf hin, dass die in Frage stehenden Pornofilme nach Ansicht des Gerichts keinen urheberrechtlichen Schutz genießen.

In diesem Verfahren ging es darum, ob der Internet-Anbieter aufgrund einer vermeintlichen Urheberrechtsverletzung die Daten des Verletzers bei Pornofilmen herausgeben dürfe. Das Landgericht München verneinte dies, da bei den bis zu 19 Minuten langen Filmchen „lediglich sexuelle Vorgänge in primitiver Weise” gezeigt würden. Hierin läge keine „persönliche geistige Schöpfung” im Sinne von § 2 Abs. 2 UrhG.

Zuvor hatten viele Gerichte keine großen Anstrengungen darauf verwendet, bei Pornofilmen überhaupt die geistige Schöpfungshöhe zu überprüfen. Der Beschluss des Landgerichts München könnte weitreichende Auswirkungen auf Abmahnungen wegen angeblichen Filesharings mit Pornofilmen haben. „Sollten sich mehr Gerichte dieser Auffassung anschließen, gehen die Abmahnungen der Pornoindustrie zukünftig ins Leere,“ so Ralf Reichertz, Referent Recht der Verbraucherzentrale Thüringen.

Verbraucher sollten nach Ansicht der Verbraucherzentrale bis dahin nach wie vor auf die Schreiben dieser oder anderer Abmahnkanzleien reagieren. Hilfestellung bieten hierzu die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Thüringen.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
29.07.2013, 11:33 Uhr
Unbegrenzter Download
Endlich wird ein Traum für viele war. Unbegrenztes Filesharing für Pornofilme im Netz.
Na wenn das nicht ein Fortschritt ist? Und die Gerichte segnen auch noch alles ab. Dieser Schund und Schmutz muss gänzlich aus dem Netz entfernt werden.
Harzer_jung
29.07.2013, 11:44 Uhr
Umzug nach England
sei ihnen da hiermit empfohlen. Da sehen sie das dann nicht mehr im Netz, Provider müssen dort filtern, nach einer nicht genau bekannten Liste. auf der übrigens nicht nur diese Art der Inhalte draufstehen, wenn sie also Zensur mögen, ab auf die Insel.
Wolfi65
29.07.2013, 15:34 Uhr
Zensur wird nicht nur
für Pornos im Netz verlangt, sondern auch für sogenannte Nazi-Propaganda und allgemein für Gewalt im Netz.

Sollen die Befürworter dieser Verbote etwa auch auf die Insel, oder wie soll man Sie verstehen?
Nur weil die Erfinder des Internet sich das Recht auf Überwachung des Selbigen herausnehmen, da sie an der Quelle bzw. an den Kabelknoten sitzen,muss man doch nicht so einen Aufstand machen.

Wegen mir können die Amis und Engländer meinen Internetverkehr und die E-mails den ganzen lieben langen Tag abhören und durchlesen.
Das stört mich nicht, da ich nichts zu verstecken habe. Und der Rest ist kalter Kaffee.
H.Buntfuß
29.07.2013, 17:32 Uhr
Nicht zu verstehen
Ja ich habe da so meine Probleme. Vor den Zusammenschluss der DDR mit der BRD, waren es vor allem die Superschlauen Westdeutschen DDR-Kenner, die da immer behauptet haben, die Bespitzelungsmethoden der Stasi sind Menschenverachtend.

Ich stimme dem soweit auch zu. Allerdings bin ich sehr darüber erstaunt, dass so einige Personen und das sind nicht gerade wenig, die Methoden der Stasi verurteilen, aber die Bespitzelung der deutschen Bürger durch USA-Behörden für gerecht und richtig halten.

Ja so sind viele Personen, vor dem Zusammenschluss, haben sie den Sozialismus als die einzig Wahre Gesellschaftsordnung gepredigt und heute halten diese Personen den Kapitalismus für das ALLER HEILIGSTE, oder? Ja so sind sie, die Wendehälse, wie sie genannt wurden, was soll man dazu sagen?
Harzer_jung
29.07.2013, 20:46 Uhr
Internetsperren sind zwecklos
Glaubt ernsthaft jemand das irgendwelche Sperren wirkungsvoll sind? das Damit irgendwas verhindert wird?
just_me_74
30.07.2013, 06:35 Uhr
@wolfi
genau dieser Kommentar: "Wegen mir können die Amis und Engländer meinen Internetverkehr und die E-mails den ganzen lieben langen Tag abhören und durchlesen.
Das stört mich nicht, da ich nichts zu verstecken habe. Und der Rest ist kalter Kaffee."
Ich liebe es, wenn sich Menschen selbst disqualifizieren. Nichts zu verbergen und eine umfassende Ueberwachung schliessen sich eigentlich aus. Es gibt ein Recht auf Privatsphaere. Und dieses sollte beachtet werden.
Und zum Thema: Man sollte sich einmal vor Augen halten, welche Summen mittlerweile seit Jahren mit dem Abmahnunwesen verdient werden. Das sprengt jegliche Grenzen..
Wolfi65
30.07.2013, 15:56 Uhr
Ihr könnt hier strampeln
wie Ihr wollt, aber zum Schluss wird es nichts ändern. Hier hilft nur eines. Im Zweifel nicht telefonieren und im Netz surfen. Dann ist doch alles in Butter.
Maximal in der Stammkneipe am Stammtisch etwas gegen den Rechtsstaat hervorbringen.
Das war es dann schon. Dann passiert doch auch nichts.

Also die Tränen aus dem Gesicht wischen und dem Alltag nachgehen. PS: Ich entschuldige mich hier für das "Du" im voraus!
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