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Fr, 12:31 Uhr
26.07.2013

Spionage und Produktpiraterie - was tun?

Die Enthüllungen zu den Ausspähaktionen des US-Geheimdienstes unterstreichen einmal mehr die Wichtigkeit des Themas „Sicherheit in der Wirtschaft“ für deutsche Unternehmen im In- und Ausland. So ist Wirtschaftsspionage inzwischen eine ernstzunehmende Angelegenheit, die immer stärker in den Blickpunkt rückt...


„Unternehmen haben mit einem weltweiten Anstieg von gefälschten und nachgemachten Produkten zu kämpfen. Allein in der deutschen Wirtschaft summiert sich der Schaden auf beträchtliche 50 Milliarden Euro pro Jahr“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser. Die deutschen Zollbehörden hätten im Jahr 2012 gefälschte Waren im Wert von rund 127 Millionen Euro konfisziert, anderthalb mal mehr als noch ein Jahr zuvor.

„Insbesondere den Firmen selbst ist aktive Spionage-Prävention anzuraten. Hier geht es auch um geistige Eigentumsrechte und die fatale Abschöpfung von Unternehmens-Know-how“, so Grusser weiter. Das in der Weltwirtschaft inzwischen zu verzeichnende Ausmaß von Marken- und Warenfälschungen wäre alarmierend.

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Produktpiraterie mache auch vor dem Mittelstand nicht Halt. Nach einer Studie des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) wäre dort bereits jedes zweite Unternehmen betroffen. Angesichts dieser Gefährdungslage sei es umso wichtiger, sich aktiv mit dem Thema Produktschutz und -sicherung auseinanderzusetzen, eine Schutzstrategie im Unternehmen zu entwickeln sowie rechtliche und technische Schutzmaßnahmen zu nutzen.

„Gerade auch kleinen und mittleren Unternehmen ist zudem eine Bestandsaufnahme darüber zu empfehlen, welche Informationen nicht an Dritte oder gar Konkurrenten gelangen dürfen. Hier ist es entscheidend, IT-Maßnahmen wie Verschlüsselung, Softwareschutz und Zugangskontrollen zielgerichtet einzusetzen“, rät der IHK-Chef.

Der Informations- und Beratungsbedarf zum Thema ist groß. Ganz im Zeichen des Schutzes vor „Marken- und Produktpiraterie im internationalen Geschäft“ steht daher auch der diesjährige 5. Mitteldeutsche Exporttag, der am 4. September 2013 in Chemnitz gemeinsam von den Industrie- und Handelskammern in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt veranstaltet wird. Die Teilnehmer bekommen dort wertvolle Tipps, wie sie ihr Unternehmen und ihre Produkte schützen können. Rede und Antwort stehen beispielsweise Experten aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz, dem Zoll, der Deutsch-Chinesischen Auslandshandelskammer und der Aktion Plagiarius.
Autor: red

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