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Mi, 09:13 Uhr
24.07.2013

Die Förstemanns in Nordhausen

Zur Sonderausstellung in der Flohburg über ausgewählte Mitglieder der alteingesessenen Nordhäuser Familie Förstemann (Fürstemann, Foerstemann) erschien eine weitere Ausgabe der Flohburgblätter. Ein erster Einblick in Ihrer nnz...


Flohburg Blätter (Foto: Archiv Kneffel) Flohburg Blätter (Foto: Archiv Kneffel) Diese kleine Publikation wird während der Führung am Freitag (26. Juli), ab 16.00 Uhr während der Führung durch Heidelore Kneffel, Mitglied des Fördervereins Flohburg, vorgestellt und kann für einen Euro erworben werden.

Die Ausstellung und das Heft beginnen mit Johann Heinrich Förstemann (1708-1793), einem Kürschnermeister wie mehrere seiner Vorfahren, der, da seine Gilde seit 1375 ratsfähig war, auch das Amt des Bürgermeisters in Nordhausen inne hatte. Von seinem Onkel Johann Caspar Förstemann, auch Kürschnermeister, ist ein Wappen überliefert, das gleichzeitig Siegelring war. Aus seiner Lebenszeit gibt es manches Bemerkenswerte über die Stadt zu erfahren.

Sein Sohn, Conrad Wilhelm Förstemann (1741-1806), gleichfalls Kürschnermeister, heiratete 1771 eine Tochter der angesehenen Bäckersfamilie Rosenthal. Darüber gibt es den großformatigen Druck eines „Hochzeitscarmen“. Ein Freund des Bräutigams verfasste mehrere Strophen, die er mit Verzierungen drucken ließ. Von diesem Mitglied der Förstemanns liegt das erste mehrseitige Druckwerk vor: „Kurze Nachricht des Jubelfestes, welches die wohllöbliche und ratsfähige Kürschner- und Weißgerber-Gülte ...“ gemeinsam mit anderen Gilden 1775 veranstalteten. Im Heft kann man große Teile daraus lesen und hat dadurch ein aufschlussreiches Sittengemälde des damaligen Nordhausens.

Druck des Hochzeitscarmen 1771 (Foto: Archiv Kneffel) Druck des Hochzeitscarmen 1771 (Foto: Archiv Kneffel) Der Dritte im Bunde der Sprösslinge eines Kürschnermeisters ist Carl Wilhelm Förstemann (1777-1845), der dieses Handwerk allerdings nicht mehr ausführen wird, er studiert Theologie und wird Pastor, dann Superintendent. Die Ämter, die er zusätzlich ausfüllt, sind überaus vielfältig. Zum Beispiel kümmert er sich sehr um die Kinder im Waisenhaus und macht sich um die Erweiterung der Freischule für diese verdient. Er stirbt in hohem Ansehen. Mehrere seiner Söhne schlagen eine wissenschaftliche Laufbahn ein.

Auch diese Lebens-Kapitel sind Teil der Ausstellung.
Dank der Förstemanns wird die Geschichte Nordhausens vom 18. bis 20 Jahrhundert auf großen, reich illustrierten Tafeln und mit einer umfangreichen Bücherausstellung aus dem Archiv der Stadt im Sonderausstellungsraum lebendig. Weitere Ausstellungsstücke, insbesondere Grafiken und Gemälde, stammen aus dem Depot im Walkenrieder Hof und aus Privatbesitz.
Autor: red

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