Do, 14:18 Uhr
18.07.2013
nnz-Forum: Tour de France- Eindrücke
nnz-Leser Hans-Ullrich Klemm ist ein Sportfan. Vor allem im Fußball kennt der Mann sich aus. Aber auch eine andere Sportart hat es ihm angetan...
Als ich mir am Anfang dieser Woche die Schluss-Kilometer der letzten Berg-Etappe zum "Mont Ventoux" der "Tour de France" im Fernsehen anschaute, glaubte ich, dass der schnaufende Froome mit seinen Spargelbeinchen sowie hin- und herschlappernden Ärmchen bald vom Rad fällt. Doch überraschend zog er (wie auch immer) seinen Turbo und sprintete mühelos davon, an einen früheren Fahrer erinnernd...
Das fragwürdige Wort "Doping", das mehrere Sportarten regelrecht zerstört hat, wird weiterhin solange über die verschiedenen Akteure schweben, bis die jeweils ertappten Sünder für immer(!) aus dem "Rennen genommen werden"! In ein paar Jahren werden wir Leser bestimmt erfahren, ob Froome 2013 tatsächlich "etwas genommen" hat....
Das besonders das Radfahren in den Bergen eine Quälerei ist, wurde kürzlich auch u.a. von mir getestet. Zwischen den Berner und Wallisser Alpen begab ich mich vom Schweizer Ort Sion aus mit ca. 50 Begleitern bis nach Zermatt, wo uns am späteren Ziel das berühmte "Matterhorn" anlachten sollte. Trotz großer Hitze blieben wir zusammen. Ausreißversuche gab es deshalb nicht. Sogar bei den Verpflegungsstellen blieben wir vereint, auch meine Frau ließ überraschend nicht abreißen. Wir quälten uns die Berge hinauf und dachten natürlich dabei immer an die Berufsfahrer, die um die Ehre und ein paar "Kröten" bei der "Tour de France" fahren. Wir konnten es uns dagegen leisten, dabei auch hier und da mal die schöne Natur zu bewundern!
Natürlich waren wir besonders alle total geschafft als uns am Ziel der riesige Gipfel des "Matterhorns" aus nächster Nähe entgegenstrahlte. Zuvor absolvierten wir allerdings kurz vor Zermatt wieder ein Härtetest als uns der "Tour-Leiter" zum Verlassen unseres Reisebusses aufforderte, um mit einem Sprint noch den zur Abfahrt bereitstehenden
"Express" auf Schienen nach Zermatt erreichen zu können.....
Dort angekommen, ging es erneut im Sprinttempo zur gegenüber wartenden "Zahnradbahn", die uns nach etwa halbstündiger Fahrt "im geschlossenen Feld" endlich zum Gipfel führte. Nun wusste jeder von uns, was die tapferen Jungs bei der "Tour de France" leisten müssen und warum sich einige davon nur "im Notfall" von diversen Hilfsmitteln bedienen.
Hans-Ullrich Klemm
Autor: redAls ich mir am Anfang dieser Woche die Schluss-Kilometer der letzten Berg-Etappe zum "Mont Ventoux" der "Tour de France" im Fernsehen anschaute, glaubte ich, dass der schnaufende Froome mit seinen Spargelbeinchen sowie hin- und herschlappernden Ärmchen bald vom Rad fällt. Doch überraschend zog er (wie auch immer) seinen Turbo und sprintete mühelos davon, an einen früheren Fahrer erinnernd...
Das fragwürdige Wort "Doping", das mehrere Sportarten regelrecht zerstört hat, wird weiterhin solange über die verschiedenen Akteure schweben, bis die jeweils ertappten Sünder für immer(!) aus dem "Rennen genommen werden"! In ein paar Jahren werden wir Leser bestimmt erfahren, ob Froome 2013 tatsächlich "etwas genommen" hat....
Das besonders das Radfahren in den Bergen eine Quälerei ist, wurde kürzlich auch u.a. von mir getestet. Zwischen den Berner und Wallisser Alpen begab ich mich vom Schweizer Ort Sion aus mit ca. 50 Begleitern bis nach Zermatt, wo uns am späteren Ziel das berühmte "Matterhorn" anlachten sollte. Trotz großer Hitze blieben wir zusammen. Ausreißversuche gab es deshalb nicht. Sogar bei den Verpflegungsstellen blieben wir vereint, auch meine Frau ließ überraschend nicht abreißen. Wir quälten uns die Berge hinauf und dachten natürlich dabei immer an die Berufsfahrer, die um die Ehre und ein paar "Kröten" bei der "Tour de France" fahren. Wir konnten es uns dagegen leisten, dabei auch hier und da mal die schöne Natur zu bewundern!
Natürlich waren wir besonders alle total geschafft als uns am Ziel der riesige Gipfel des "Matterhorns" aus nächster Nähe entgegenstrahlte. Zuvor absolvierten wir allerdings kurz vor Zermatt wieder ein Härtetest als uns der "Tour-Leiter" zum Verlassen unseres Reisebusses aufforderte, um mit einem Sprint noch den zur Abfahrt bereitstehenden
"Express" auf Schienen nach Zermatt erreichen zu können.....
Dort angekommen, ging es erneut im Sprinttempo zur gegenüber wartenden "Zahnradbahn", die uns nach etwa halbstündiger Fahrt "im geschlossenen Feld" endlich zum Gipfel führte. Nun wusste jeder von uns, was die tapferen Jungs bei der "Tour de France" leisten müssen und warum sich einige davon nur "im Notfall" von diversen Hilfsmitteln bedienen.
Hans-Ullrich Klemm
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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