Mo, 06:55 Uhr
15.07.2013
Fragen über Fragen
Am Freitagabend fand in der Gaststätte Am Ellern in Appenrode eine Informationsveranstaltung zu dem angedachten Pumpspeicherwerk im Fuhrbach-/Steinmühlental statt. Manfred Kappler aus Ilfeld berichtet...
Da wo der Mensch in die Natur eingreift, richtet er Schaden an! Der Mensch glaubt die Natur beherrschen zu können: Das ist ein Irrtum: die Natur ist vom Menschen nicht beherrschbar, sie wird sich rächen.
Als Referenten waren gekommen Dr. Gude vom Thüringer Wirtschaftsministerium sowie drei führende Persönlichkeiten der österreichischen Baufirma STRABAG. Das Hauptanliegen war, der Bevölkerung zu suggerieren, dass sie unbedingt so ein Bauwerk benötigte, das nun mal in dieses Tal gehören würde.
Als erstes stellt sich die Frage, benötigen wir diesen Energiespeicher? In Thüringen stehen schon recht viele Windkraftanlagen und Fotovoltaik Einrichtungen. Hierzu äußerte sich ein Mitarbeiter aus dem Verwaltungsgremium eines Industriestarken Bundeslandes: Diese vielen Anlagen, wären bei uns nicht möglich, da würden unsere Menschen nicht mitmachen.
Den Gedanken, in dieses Tal eine solche Einrichtung zu bauen, erachte ich als ein Flopp. Für diese Einrichtung wird zu viel Natur unwiderruflich zerstört. Dazu müsste die Anlage mindestens die drei bis vierfache Leistung bringen. Die Mütze voll Wasser die der Fuhrbach liefert, wird aller Wahrscheinlichkeit noch nicht einmal für die kleine Leistung reichen. Es hat den Anschein, dass diese Anlage nur einseitig genutzt werden soll. Das heißt, dass alles eingezäunt wird. So eine große Wasserfläche kann und sollte teilweise vielseitig nutzbar und zugänglich sein. Vieles ist machbar, hierzu erwarten wir ein entsprechendes Konzept.
Der Südharz braucht hervorstechende, touristische Besonderheiten. Viele anstehende Sachverhalte, wurden bisher nicht angesprochen. Welche Nachfolgeschäden sind zu erwarten und können auftreten? Was wird mit dem fortlaufenden Bachlauf, wenn das komplette Wasser angestaut und benötigt wird? Diese Feuchtbiotope werden dann komplett austrocknen. Was geschieht, wenn nach Fertigstellung festgestellt wird, dass das Wasser doch nicht ausreicht? Wie weit ist in Betracht gezogen worden, dass wir in einer Dekade von Wetterkapriolen und einer Umbildung leben?
Vieles ist schön geredet worden, denn wenn schwere Technik anrollt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Die Aussage von 1.000 Beschäftigten, welche nötig wären ist auch anzuzweifeln. Denn 1.000 Arbeitskräfte haben in den 50ziger Jahren das ganze Talsperrensystem der Rappbode gebaut. Welche Entschädigung wird für die zusätzliche Belastung gezahlt? Welche Summe ist als Entschädigung für den ideellen Verlust der einmaligen Natur eingeplant? Welche Maut wird den Gemeinden gezahlt für die zusätzlichen Transport- und Schwerlastfahrten, sowie die zusätzliche Lärmbelastung durch die Orte?
Unsere Menschen werden ständig zur Kasse gebeten, sie bekommen Nichts umsonst. Wir haben nichts zu verschenken und auch nicht für einen Apfel und ein Ei zu verkaufen. Das Erbe und die Heimat unserer Großeltern sind nicht zu verkaufen. Denn Geld kann man nicht essen.
Manfred Kappler
Nachfolgend einige Impressionen aus dem Fuhrbach-/Steinmühlental
Autor: redDa wo der Mensch in die Natur eingreift, richtet er Schaden an! Der Mensch glaubt die Natur beherrschen zu können: Das ist ein Irrtum: die Natur ist vom Menschen nicht beherrschbar, sie wird sich rächen.
Als Referenten waren gekommen Dr. Gude vom Thüringer Wirtschaftsministerium sowie drei führende Persönlichkeiten der österreichischen Baufirma STRABAG. Das Hauptanliegen war, der Bevölkerung zu suggerieren, dass sie unbedingt so ein Bauwerk benötigte, das nun mal in dieses Tal gehören würde.
Als erstes stellt sich die Frage, benötigen wir diesen Energiespeicher? In Thüringen stehen schon recht viele Windkraftanlagen und Fotovoltaik Einrichtungen. Hierzu äußerte sich ein Mitarbeiter aus dem Verwaltungsgremium eines Industriestarken Bundeslandes: Diese vielen Anlagen, wären bei uns nicht möglich, da würden unsere Menschen nicht mitmachen.
Den Gedanken, in dieses Tal eine solche Einrichtung zu bauen, erachte ich als ein Flopp. Für diese Einrichtung wird zu viel Natur unwiderruflich zerstört. Dazu müsste die Anlage mindestens die drei bis vierfache Leistung bringen. Die Mütze voll Wasser die der Fuhrbach liefert, wird aller Wahrscheinlichkeit noch nicht einmal für die kleine Leistung reichen. Es hat den Anschein, dass diese Anlage nur einseitig genutzt werden soll. Das heißt, dass alles eingezäunt wird. So eine große Wasserfläche kann und sollte teilweise vielseitig nutzbar und zugänglich sein. Vieles ist machbar, hierzu erwarten wir ein entsprechendes Konzept.
Der Südharz braucht hervorstechende, touristische Besonderheiten. Viele anstehende Sachverhalte, wurden bisher nicht angesprochen. Welche Nachfolgeschäden sind zu erwarten und können auftreten? Was wird mit dem fortlaufenden Bachlauf, wenn das komplette Wasser angestaut und benötigt wird? Diese Feuchtbiotope werden dann komplett austrocknen. Was geschieht, wenn nach Fertigstellung festgestellt wird, dass das Wasser doch nicht ausreicht? Wie weit ist in Betracht gezogen worden, dass wir in einer Dekade von Wetterkapriolen und einer Umbildung leben?
Vieles ist schön geredet worden, denn wenn schwere Technik anrollt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Die Aussage von 1.000 Beschäftigten, welche nötig wären ist auch anzuzweifeln. Denn 1.000 Arbeitskräfte haben in den 50ziger Jahren das ganze Talsperrensystem der Rappbode gebaut. Welche Entschädigung wird für die zusätzliche Belastung gezahlt? Welche Summe ist als Entschädigung für den ideellen Verlust der einmaligen Natur eingeplant? Welche Maut wird den Gemeinden gezahlt für die zusätzlichen Transport- und Schwerlastfahrten, sowie die zusätzliche Lärmbelastung durch die Orte?
Unsere Menschen werden ständig zur Kasse gebeten, sie bekommen Nichts umsonst. Wir haben nichts zu verschenken und auch nicht für einen Apfel und ein Ei zu verkaufen. Das Erbe und die Heimat unserer Großeltern sind nicht zu verkaufen. Denn Geld kann man nicht essen.
Manfred Kappler
Nachfolgend einige Impressionen aus dem Fuhrbach-/Steinmühlental
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.






































