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Mo, 06:49 Uhr
15.07.2013

Dämmen mit der Zeitung

Ökologisches Bauen leistet einen Beitrag zu Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Wenn es um die Wahl der richtigen Wärmedämmung geht, kommt Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen eine immer größere Bedeutung zu. Tipps haben die Thüringer Verbraucherberater...


„Insbesondere Zellulosedämmung zählt zu den Ressourcen schonenden Dämmlösungen“, weiß Ramona Ballod, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Thüringen. Denn hinter der Bezeichnung Zellulose verbirgt sich nichts anderes als Altpapier von Tageszeitungen. Als reines Recyclingmaterial hat dieser Dämmstoff bereits nach kurzer Zeit mehr Energie eingespart, als für seine Herstellung benötigt wurde.

Bei der Herstellung wird Altpapier zerfasert und mit dem Zusatz von Borsalz gegen Schimmel und Brand geschützt. Zellulosedämmung wird entweder in Flockenform angeboten und mit Hilfe von speziellen Geräten in die Hohlräume der Baukonstruktion eingeblasen oder zu Matten verarbeitet. Die Dämmwerte beider Varianten sind vergleichbar, doch die Speicherfähigkeit und das Gewicht der Matten sind deutlich höher.

„Das wirkt sich besonders positiv auf den sommerlichen Wärmeschutz im Dachbereich aus“, sagt Ramona Ballod und erklärt: „Das Material kann mehr Energie speichern und der Dachraum heizt sich nicht so schnell auf.“ Bei Dächern handelt es sich oft um leichte Holzkonstruktionen. Damit steht der Wärme, die im Sommer durch Fenster und Türen dringt, keine Masse entgegen, die der Erhitzung des Raumes entgegenwirken kann.

Für den sommerlichen Wärmeschutz ist es allerdings besonders wichtig, dass die Konstruktion möglichst schwer und in der Lage ist, viel Energie aufzunehmen. Da Zellulose beide Eigenschaften besitzt, erhitzen sich Dachausbauten mit diesem Dämmstoff deutlich weniger als beispielsweise mit Mineralwolle.

Anbieterunabhängige Beratung zu den Themen sommerlicher Wärmeschutz und energetische Gebäudesanierung bieten die Energieberater der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Beratung und Termine gibt es unter 0800 809 802 400 (kostenfrei). Eine Terminvereinbarung ist auch möglich unter 0361 55514-0. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Autor: red

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