So, 18:42 Uhr
07.07.2013
Aus für Berufsschulstandort?
Das war eines der zentralen Sanierungsvorhaben, als das jetzige Jahrtausend noch jung war - die Ausgestaltung der Morgenröte zu einem modernen Berufsschulstandort. Der könnte nun aber bald der Vergangenenheit angehören...
Die Gerüchteküche kocht nicht nur auf den Fluren der Stadt- oder der Kreisverwaltung, sondern zum Beispiel auch im Lehrerzimmer des Berufsschulzentrums in der Morgenröte. Das Aus für den Standort sei bestimmt, Lehrer und Schüler müssen an die Straße der Genossenschaften ziehen. Unverständnis machte sich breit, ein neues, top-saniertes Gebäude verlassen - an die Straße der Genossenschaften ziehen, vielleicht in Container?
Kaum vorstellbar und doch gibt es diese Planspiele in der Nordhäuser Kreisverwaltung, deren Ausgangspunkt allerdings in der Blasiistraße zu finden ist. Dort haben Lehrer und Schüler des Humboldt-Gymnasiums ebenfalls massive Probleme mit dem Zustand des Gebäudes, das sich in der Verantwortung der Kreisverwaltung befindet - ebenso wie die Morgenröte.
Der Zustand des Haupthauses des Humboldt-Gymnasiums ist aus unserer Sicht ein großes Problem und eigentlich nicht länger tragbar. Das ist auch die eindeutige Aussage aus dem Schulausschuss des Kreistages heraus. Uns sind jedoch die Hände gebunden - es fehlen schlichtweg die Mittel, um das Gebäude sanieren zu können. Wir sehen uns als Landkreis in der Pflicht, auch weiterhin eine Schullandschaft vorzuhalten, in dem das Humboldt-Gymnasium seinen festen Platz hat, konstatiert Landrätin Birgit Keller im Gespräch mit der nnz.
Hier ist guter Rat nicht teuer, sondern eher improvisiert und es folgten Gedankenspiele. Der Standort an der Blasiistraße könnte aufgegeben werden, das Gymnasium zieht an die Morgenröte. Denn formal gibt es ab dem neuen Berufsschuljahr sowieso nur noch ein Berufsschulzentrum, was der Kreistag so beschlossen hatte.
Eigentlich alles geklärt? Wenn da nicht eine Behörde wäre, die da nicht mitmachen will. Noch nicht. Denn der Umbau der Morgenröte zu einem modernen Berufsschulzentrum konnte damals nur mit viel Unterstützung, sprich Fördermitteln aus diversen Töpfen gestemmt werden. Neben Geld vom Land Thüringen flossen die Gelder vor allem aus Brüssel.
So weit, so gut. Die Fördergelder jedoch, die sind zweckgebunden - für einen Berufsschulstandort, nicht für ein Gymnasium. Und darum geht angesichts der Gedankenspiele im Landratsamt die Angst um, dass die Fördergelder wieder zurückgezahlt werden müssen, wenn die Morgenröte anders genutzt wird.
"Diesen gesamten Problemkatalog wollen wir dem Land darlegen, um möglichst gemeinsam eine Lösung zu finden. Parallel dazu werden wir nach weiteren Alternativen suchen, um die Schulbedingungen für die Humboldt-Gymnasiasten zu verbessern. Dies kann natürlich nur in enger Abstimmung mit der Schulleitung des Humboldt-Gymnasiums geschehen", sagt Birgit Keller, die nach nnz-Informationen schon einmal in Erfurt vorgesprochen haben soll.
Die Landrätin weiß aber auch, dass nicht nur unser Landkreis diese Probleme hat, auch anderen Regionen geht es so, letztlich haben auch sie mit zurückgehenden Schülerzahlen im Berufsschulbereich zu kämpfen. Und so kann eventuell gemeinsam Druck gemacht werden, helfen könnten hier die Landtags- aber auch die Europaabgeordneten.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redDie Gerüchteküche kocht nicht nur auf den Fluren der Stadt- oder der Kreisverwaltung, sondern zum Beispiel auch im Lehrerzimmer des Berufsschulzentrums in der Morgenröte. Das Aus für den Standort sei bestimmt, Lehrer und Schüler müssen an die Straße der Genossenschaften ziehen. Unverständnis machte sich breit, ein neues, top-saniertes Gebäude verlassen - an die Straße der Genossenschaften ziehen, vielleicht in Container?
Kaum vorstellbar und doch gibt es diese Planspiele in der Nordhäuser Kreisverwaltung, deren Ausgangspunkt allerdings in der Blasiistraße zu finden ist. Dort haben Lehrer und Schüler des Humboldt-Gymnasiums ebenfalls massive Probleme mit dem Zustand des Gebäudes, das sich in der Verantwortung der Kreisverwaltung befindet - ebenso wie die Morgenröte.
Der Zustand des Haupthauses des Humboldt-Gymnasiums ist aus unserer Sicht ein großes Problem und eigentlich nicht länger tragbar. Das ist auch die eindeutige Aussage aus dem Schulausschuss des Kreistages heraus. Uns sind jedoch die Hände gebunden - es fehlen schlichtweg die Mittel, um das Gebäude sanieren zu können. Wir sehen uns als Landkreis in der Pflicht, auch weiterhin eine Schullandschaft vorzuhalten, in dem das Humboldt-Gymnasium seinen festen Platz hat, konstatiert Landrätin Birgit Keller im Gespräch mit der nnz.
Hier ist guter Rat nicht teuer, sondern eher improvisiert und es folgten Gedankenspiele. Der Standort an der Blasiistraße könnte aufgegeben werden, das Gymnasium zieht an die Morgenröte. Denn formal gibt es ab dem neuen Berufsschuljahr sowieso nur noch ein Berufsschulzentrum, was der Kreistag so beschlossen hatte.
Eigentlich alles geklärt? Wenn da nicht eine Behörde wäre, die da nicht mitmachen will. Noch nicht. Denn der Umbau der Morgenröte zu einem modernen Berufsschulzentrum konnte damals nur mit viel Unterstützung, sprich Fördermitteln aus diversen Töpfen gestemmt werden. Neben Geld vom Land Thüringen flossen die Gelder vor allem aus Brüssel.
So weit, so gut. Die Fördergelder jedoch, die sind zweckgebunden - für einen Berufsschulstandort, nicht für ein Gymnasium. Und darum geht angesichts der Gedankenspiele im Landratsamt die Angst um, dass die Fördergelder wieder zurückgezahlt werden müssen, wenn die Morgenröte anders genutzt wird.
"Diesen gesamten Problemkatalog wollen wir dem Land darlegen, um möglichst gemeinsam eine Lösung zu finden. Parallel dazu werden wir nach weiteren Alternativen suchen, um die Schulbedingungen für die Humboldt-Gymnasiasten zu verbessern. Dies kann natürlich nur in enger Abstimmung mit der Schulleitung des Humboldt-Gymnasiums geschehen", sagt Birgit Keller, die nach nnz-Informationen schon einmal in Erfurt vorgesprochen haben soll.
Die Landrätin weiß aber auch, dass nicht nur unser Landkreis diese Probleme hat, auch anderen Regionen geht es so, letztlich haben auch sie mit zurückgehenden Schülerzahlen im Berufsschulbereich zu kämpfen. Und so kann eventuell gemeinsam Druck gemacht werden, helfen könnten hier die Landtags- aber auch die Europaabgeordneten.
Peter-Stefan Greiner


