Mi, 19:45 Uhr
03.07.2013
nnz-Betrachtung: Demontage
Wessen Herz in Nordhausen für die Sozialdemokratie schlägt, der macht derzeit schwere Zeiten durch. Bei der heutigen Sitzung des Nordhäuser Stadtrates wäre solch ein Mensch jedoch einem Infarkt nahe gekommen...
Wenn es im Fußball-Regelwerk ein Super-Abseits geben würde, die SPD-Fraktion im Stadtrat wäre kollektiv hineingetappt und wird dort bis zum Rest dieser Legislatur stecken bleiben.
Da haben die Sozis um Andreas Wieninger doch den "Mut" und wollen von Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh wissen, wie viele Freikarten er denn für das kostenpflichtige Konzert mit Frau Wilde ausgeschüttet habe. Die Antwort auf diese Frage lieferte Zeh, nachzulesen im Ticker der nnz. Und der OB lieferte selbstverständlich die Zahlen seiner Vorgängerin mit und blamierte damit nicht nur die einstige Übermutter der SPD in Nordhausen, sondern all diejenigen, die ach so gern gewusst hätten, wie sich Klaus Zeh einer Verfehlung schuldig macht.
Die eigentliche Überraschung an der Antwort des Oberbürgermeister war die Art und Weise, wie er sie vortrug. Ruhig, nahezu emotionslos - Fakt auf Fakt. Nachprüfbar, quasi wie eine mathematische Gleichung, unter deren Strich die weitere Demontage der Fragesteller zu finden ist.
Während Zeh ruhig sprach, wieherten die Damen und Herren von CDU, LINKE und FDP angesichts der Fakten. Diese wenigen Minuten reichten zu, um endgültig zu dokumentieren, dass mit dieser SPD keine Politik mehr gemacht werden wird und auch nicht gemacht werden kann.
Die ferngesteuerte Gemeinschaft kann einem objektiven Beobachter faktisch schon leid tun. Sie führt kein eigenes Leben mehr und hat vermutlich auch schon mit sich abgeschlossen. Wenn sich die Genossinnen und Genossen in der Sommerpause nicht dazu durchringen, endlich wieder konstruktiv zu arbeiten, statt von anderen angespitzte Pfeile zu verschießen, dann Gnade den Sozis zur nächsten Kommunalwahl nicht Gott, sondern der Wähler.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redWenn es im Fußball-Regelwerk ein Super-Abseits geben würde, die SPD-Fraktion im Stadtrat wäre kollektiv hineingetappt und wird dort bis zum Rest dieser Legislatur stecken bleiben.
Da haben die Sozis um Andreas Wieninger doch den "Mut" und wollen von Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh wissen, wie viele Freikarten er denn für das kostenpflichtige Konzert mit Frau Wilde ausgeschüttet habe. Die Antwort auf diese Frage lieferte Zeh, nachzulesen im Ticker der nnz. Und der OB lieferte selbstverständlich die Zahlen seiner Vorgängerin mit und blamierte damit nicht nur die einstige Übermutter der SPD in Nordhausen, sondern all diejenigen, die ach so gern gewusst hätten, wie sich Klaus Zeh einer Verfehlung schuldig macht.
Die eigentliche Überraschung an der Antwort des Oberbürgermeister war die Art und Weise, wie er sie vortrug. Ruhig, nahezu emotionslos - Fakt auf Fakt. Nachprüfbar, quasi wie eine mathematische Gleichung, unter deren Strich die weitere Demontage der Fragesteller zu finden ist.
Während Zeh ruhig sprach, wieherten die Damen und Herren von CDU, LINKE und FDP angesichts der Fakten. Diese wenigen Minuten reichten zu, um endgültig zu dokumentieren, dass mit dieser SPD keine Politik mehr gemacht werden wird und auch nicht gemacht werden kann.
Die ferngesteuerte Gemeinschaft kann einem objektiven Beobachter faktisch schon leid tun. Sie führt kein eigenes Leben mehr und hat vermutlich auch schon mit sich abgeschlossen. Wenn sich die Genossinnen und Genossen in der Sommerpause nicht dazu durchringen, endlich wieder konstruktiv zu arbeiten, statt von anderen angespitzte Pfeile zu verschießen, dann Gnade den Sozis zur nächsten Kommunalwahl nicht Gott, sondern der Wähler.
Peter-Stefan Greiner


