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Mi, 12:45 Uhr
03.07.2013

Besser wandern

Der Südharzer Tourismusverband als Träger des Naturparks Südharz und der Regionalverband Harz haben jetzt gemeinsam einen der wichtigsten überregionalen Wanderwege besser ausgestattet. Der Abschnitt der Wege Deutscher Kaiser und Könige im Harz von Nordhausen nach Stiege hat eine verbesserte Wegweisung erhalten...

Von links: Schelauske, Keller, Linke (Foto: J. Piper) Von links: Schelauske, Keller, Linke (Foto: J. Piper)

...und eine neue Infotafel zu den Burgen in Südharz steht nun am Weg zur Burgruine Hohnstein. Eine zweite Infotafel wird im Oktober am Radweg gegenüber vom Stadtpark in Nordhausen platziert. Außerdem gibt es speziell zu diesem Wegabschnitt ein neues Faltblatt, das den Kaiserweg und seine Sehenswürdigkeiten in Etappen vorstellt. 23 Kilometer legt man auf dem Kaiserweg von Stiege nach Nordhausen zurück.

"Ein guter Tipp für alle, die den Weg zu Fuß oder mit dem Mountainbike erleben wollen, ist auch, mit der HSB nach Stiege zu fahren und von dort aus in den Landkreis Nordhausen zu laufen oder eben mit dem Rad zu fahren", empfiehlt Christian Schelauske vom Naturpark Südharz. "Dies ist wieder ein gelungenes Beispiel dafür, wie gut sich eine Fahrt mit der HSB mit dem Erlebnis Wandern und Radfahren im Südharz kombinieren lässt. Solche Angebote und Empfehlungen sollten wir noch viel stärker ausbauen und nutzen", ist sich Landrätin Birgit Keller, die dem Südharzer Tourismusverband vorsitzt, sicher. "Die Wege Deutscher Kaiser und Könige sind auch ein schönes Angebot für Schulen, um sich diesen historischen Themen einmal auf eine andere Art zu nähern."

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Der Kaiserweg ist ein historischer Themenweg. "Das Wirken deutscher Kaiser und Könige hat im und am Harz seine Spuren hinterlassen", sagt Christiane Linke vom Regionalverband Harz. "Der Harz bildete aufgrund seiner Erzlagerstätten und seines Holzreichtums die wirtschaftliche Basis des frühen deutschen Königtums. Zur Absicherung des Wirtschaftsraums Harz entstanden zusätzlich zu den befestigten Pfalzen wie Goslar, Quedlinburg oder Tilleda zahlreiche Burgen am Harzrand, die das Gebirge wie einen Festungsring umschlossen und die Zuwege sichern sollten.

Da die damaligen Herrscher noch keinen festen Wohn- und Herrschaftssitz besaßen, zogen sie auf ihren Wegen von Pfalz zu Pfalz bzw. von Burg zu Burg, um ihre Präsenz im Reich zu zeigen." Warum nicht heute auf diesen Wegen wandern? Das ist die Idee, die hinter "Wege Deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz“ steht. Dieser überregionale Wegverbund, der auf rund 550 Kilometern in verschiedenen Rundtouren mit Abzweigen durch den Harz führt, wurde am Rande des Deutschen Wandertages 1996 in Wernigerode initiiert.

Um die Idee umzusetzen, gründete sich eine Arbeitsgruppe, die noch heute aktiv und eng vernetzt ist mit dem Harzklub. "Der Zahn der Zeit hat seine Spuren an den Tafeln und auch an Wegweisern hinterlassen", so Christiane Linke. "Eine Erneuerung war und ist an vielen Stellen notwendig." Der Regionalverband Harz als Träger der Naturparke Harz in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen hat deshalb das Thema nun gemeinsam mit dem Naturpark Südharz aufgegriffen. "Mit dem heute vorgestellten Faltblatt wollen wir auch den Harztourismus fördern", sagt Christiane Linke.

Der Landkreis Nordhausen plant nun, auch in Vorbereitung auf den Deutschen Wandertag in Bad Harzburg im August kommenden Jahres die Qualität der Wegweisung des Kaiserweges in der Goldenen Aue ebenfalls zu verbessern.
Autor: red

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