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Fr, 10:53 Uhr
28.06.2013

Stark mit Chrom IV belastet

Jeder fünfte Kinderschuh und jeder dritte Arbeitshandschuh enthielt so viel Chromat, dass er nicht verkauft werden dürfte. Ein Handschuh der Firma „Gebol“ überschritt den Grenzwert sogar um das Zwanzigfache. Chrom VI, auch Chromat genannt, ist ein Reaktionsprodukt aus dem Gerbprozess und kann Allergien verursachen...


Die Stiftung Warentest hat für die Juli-Ausgabe der Zeitschrift test 60 Lederprodukte, darunter Kinderschuhe, Uhrarmbänder und Arbeitshandschuhe, auf ihren Chrom VI-Gehalt untersucht.

Ungefähr eine halbe Million Menschen in Deutschland leiden unter einer Chrom-VI-Sensibilisierung. Bekannt ist diese Allergie als Maurerkrätze, da Chromat früher häufig in zementhaltigen Baustoffen auftauchte. Einmal sensibilisiert, kann es bei Hautkontakt zu Rötungen und Juckreiz kommen, was schnell in schmerzhafte Hautrisse übergehen kann. Daher wurde für Chrom VI in Leder eine Grenze von 3 mg pro Kilogramm festgelegt. Viele der getesteten Produkte liegen darüber, darunter jeder dritte Arbeitshandschuh und jeder fünfte Schuh.

Orientieren können sich Kunden an den ersten unabhängigen Prüfsiegeln für chromfrei gegerbte Lederwaren, zum Beispiel das ECARF-Siegel und das IVN-Zertifikat. Die Kinderschuhe von Pololo sind die einzigen im Test, die solche Siegel tragen. Vorsicht: Einige Hersteller kennzeichnen ihre Produkte ohne offizielles Siegel als „chromfrei gegerbt“. Darauf ist nicht immer Verlass. Auf die Testergebnisse reagierten die Händler schnell: Deichmann hat einen Rückruf des belasteten Produkts angekündigt, Reno will die betroffene Kollektion aus den Regalen nehmen.

Der ausführliche Test Chrom VI in Leder erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und ist bereits unter www.test.de/chromat abrufbar
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