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Fr, 10:24 Uhr
28.06.2013

Jeder Vierte will fremdgehen

Im Vergleich zu anderen Altersgruppen ist Markentreue zum eigenen Auto bei jungen Fahrerinnen und Fahrern zwischen 18 und 29 Jahren besonders wenig ausgeprägt. Eine aktuelle Untersuchung des ADAC Kundenbarometers zeigt: Jeder Vierte plant seiner aktuellen Marke beim nächsten Autokauf den Rücken zu kehren und auf ein Modell der Konkurrenz umzusteigen...


Ein Beispiel für die Wechselbereitschaft bei jungen Menschen ist der Kia Cee’d. Das Modell des koreanischen Herstellers glänzt im ADAC Kundenbarometer mit guten Zufriedenheitswerten und einem guten vierten Platz – gleich hinter der Mercedes C-Klasse, dem Audi A3 und dem Audi A4. Dennoch kann der Kia seine hohen Zufriedenheitswerte nicht so gut in Markentreue umwandeln, wie dies bei Mercedes oder Audi der Fall ist. Jeder vierte Cee’d-Fahrer (24,3 Prozent) plant beim nächsten Autokauf einer anderen Marke den Vorzug zu geben. Das entspricht der allgemeinen Wechseltendenz von jungen Autofahrern.

In den Top 10 der Modelle mit guten Zufriedenheitswerten hat nur Mini einen schlechteren Wert als der Cee’d. 36,4 Prozent der Fahrer wollen die Marke wechseln. Aus dem Hause BMW kommt aber auch das Modell, das den geringsten „Fremdgeh-Effekt“ auslöst: Von den jungen 1er-Fahrern haben nur 7,9 Prozent vor, künftig in einem Modell eines anderen Herstellers unterwegs zu sein.

Hauptmotiv für die hohe Wechselbereitschaft: Viele junge Menschen können sich ihr tatsächliches Wunschauto erst dann kaufen, wenn sie mehr Geld verdienen. Um die Markentreue der 18-29-Jährigen langfristig zu erhöhen, müssten alle Marken erschwingliche Einsteigermodelle anbieten.

Für das ADAC Kundenbarometer wurden über 20 000 Personen nach der Zufriedenheit mit ihrem Auto befragt. Die Gruppe der 18 bis 29-Jährigen ist mit
4 396 Autofahrern vertreten.
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