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Do, 12:52 Uhr
01.04.2004

Radio at it's best

London/Nordhausen (nnz). Seltene Einblicke in ansonsten streng gehütete Geheimnisse konnten zwei Nordhäuser in der vergangenen Woche im Herzen des British Empire nehmen.


Schnap(s)-Schuß made by Nordbrand Eine ungewöhnliche Ehre wurde in der vergangenen Woche Vertretern des Thüringer Bürgerrundfunks zuteil, als sie die „heiligen Hallen“ der BBC in London besuchen durften. An zwei Tagen mühten sich die Mitarbeiter des britischen Senders, die hauptsächlich mit der Produktion und Verbreitung des „BBC world service“ beschäftigt sind, ihren deutschen Gästen die Arbeitsweisen der weltweit präsenten Station nahe zu bringen.

Aus Nordhausen gehörten der Leiter des Offenen Kanals Olaf Schulze und der Stammnutzer des Bürgerradios Heiko Pfeng zu den Auserwählten, denen von hochrangigen Radiomachern großzügig Einblicke in Studios, ganze Techniksäle und Produktionsbüros gewährt wurden. Über 1200 Mitarbeiter hat allein das Bush House im Herzen Londons, in dem die Weltnachrichten im 24-Stunden-Takt gesendet werden. Abends um 6 Uhr Londoner Zeit beginnen die ersten Morgennachrichten, die in Fernost empfangen werden können und bis weit in den nächsten Tag setzen sich die „morning news“ fort. Über 60 ISDN-Leitungen, die zur Datenübertragung genutzt werden stehen durchgängig in alle Welt. In 44 Sprachen senden die Briten und einheimische Journalisten vor Ort über den ganzen Globus.

Dieses beeindruckende Aufgebot an Technik und know how wird vom „Television Centre“ im Londoner Westen noch einmal locker getoppt. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen arbeiten mehrere tausend Journalisten, Redakteure und Techniker am Fernsehprogramm des BBC Worldservice. Auch hier durfte die deutsche Delegation sich umsehen und besichtigte neben der Sendezentrale, in der alle Informationen letztendlich zusammenlaufen unter anderem das legendäre „top of the pops“-Studio.

Im nächsten Jahr sollen die entstandenen freundschaftlichen Kontakte zwischen den Thüringer Bürgersendern und der Weltfirma BBC bei weiteren Besuchen vertieft werden.
Autor: osch

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