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So, 10:49 Uhr
02.06.2013

nnz-Leser unterwegs: Felder

nnz-Leser Andreas Knoblauch war am Morgen mit seinem Hund unterwegs. Dabei machte er eine "interessante" Entdeckung...

Überall Mais (Foto: A. Knoblauch) Überall Mais (Foto: A. Knoblauch)

Ich wollte mir eigentlich nur die vom Unwetter verursachten Schäden anschauen. Dabei kam mir ein Gedanke: vier verschiedene Aufnahmen und vier verschiedene Felder: Auf allen Feldern: Mais, Mais und nochmals Mais.
Überall Mais (Foto: A. Knoblauch)
Überall Mais (Foto: A. Knoblauch)
Überall Mais (Foto: A. Knoblauch)
Sind das die Auswirkungen der Energiepolitik unserer Bundesregierung? Sieht das in Zukunft immer so aus, wenn die neue Biogasanlage bei Bielen errichtet wurde?
Autor: red

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Kommentare
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02.06.2013, 12:43 Uhr
Die Natur wird es schon richten!!!!
Die Natur wird es schon richten!!!
W.Roßmell
02.06.2013, 18:49 Uhr
Ja es sieht leider so aus....,
dass die Landwirte nur noch Mais anbauen werden, weil sie damit ordentlich Geld verdienen! Und so ist es leider nicht nur hier, sondern in gesamten Land, Mais Mais Mais wohin das Auge sieht! Wenn das EEG nicht sofort geändert wird, haben wir bald ALLE ein Problem: Die Preise für Nahrungsmittel und für Strom, Gas werden ins Unermessliche steigen! Leider haben das die Politiker noch nicht begriffen und meinen halt auch hier bei uns in Nordhausen, das beste ist eben eine Biomethananlage bauen und Lebensmittel anbauen und diese anschließend zur Strom- bzw. Gasgewinnung vernichten. Und dann bringt man es uns auch noch als "besondere Leistung" auf den Teller der Preissteigerungen, denn wir alle müssen diesen Wahnsinn mit bezahlen!
Birgit26
03.06.2013, 17:00 Uhr
Wenn man der Stadt Glauben darf...
dann wird es nicht passieren, dass wir nur noch Mais ringsum haben!

Auf meine Anfrage im Stadrat wurde mir von der Stadt Nordhausen, wie auch bei Facebook auf der Seite Stoppt Biogas Nordhausen zu lesen ist, folgendes geantwortet:
"Eine Monokultur ist im Landkreis Nordhausen durch die bereits bestehenden Biogasanlagen und die von der EVN geplante Biomethananlge nicht zu erwarten."

Na, dann wollen wir es mal Glauben, aber man hat ja schon jetzt das Gefühl nur noch von Maisfeldern umgeben zu sein und es scheinen von Jahr zu Jahr mehr zu werden!
Hahny
03.06.2013, 21:16 Uhr
So sieht die Zukunft in Deutschland aus !!!
BIO-Strom statt BIO-Brot

Die Teiglinge holt man billig aus China und
das Bäckerhandwerk ist ein Auslaufmodell.
Na dann: Guten Appetiet
Thomas Fichtner
03.06.2013, 22:19 Uhr
99x Mais, 1x etwas Anderes
und schon ist es keine Monokultur mehr - im Verständnis unserer großartigen Stadträte...

Und man konnte ja auch das ein oder andere Rapsfeld in der Gegend hier sehen. *hüstel*
Retupmoc
04.06.2013, 09:27 Uhr
Mais
Was haben denn Alle? Mais ist doch lecker. Ich esse gern mexikanisch...

Ach - der Mais wird für E 10 verwendet? Und für den Biomethanmüll ? Aber das wusste ich doch nicht ! Vielleicht sollte man das auch mal der Bundesregierung sagen? Frau Merkel oder Herr Altmaier können das doch nicht wissen. Die sind doch dauernd im Ausland und verschenken unser Geld.
andreas66
04.06.2013, 09:38 Uhr
Und ich...
baue extra Mais im Garten an, für die herbstliche Deko im Wohnzimmer. Und nun steht das Gute so nah. Bange wirds mir bei dem Gedanken, das die Kleingärtner angehalten werden, 1/3 ihrer Gartenfläche mit Mais zu bestellen. Dann abzugeben im Gewerbegebiet "Im Krug".
Friderike
04.06.2013, 09:55 Uhr
Maisimport...
Na, wenn dann der Mais von der geplanten Biomethanalage "verschlugen" wird, werden wir wohl noch mehr Mais importieren, wie aus dem Statistiken zu entnehmen ist von 2010/2011 von sage und schreibe 1896 Tausend Tonnen, müssen. Oder gibt es dann bald Genmais?

Den Landwirten ist es bei diesen Witterungsbedingungen nicht zu verdenken, wenn sie anbauen, was ihnen den meisten Gewinn bringt. Ich glaube jeder würde so handeln. Also können wir nur hoffen, dass es eine Wende in der Energiewende, sprich Förderpolitik, gibt!!!
Thomas Fichtner
04.06.2013, 18:27 Uhr
Es gibt halt unterschiedliche Sorten...
den einen kann man als Mensch direkt essen unter anderem sog. Körnermais - er macht nur einen geringen Teil des Anbaus aus - und dann den sog. Silomais, der nur als Tierfutter, oder eben als Biogaslieferant, verwendbar ist.

Der Flächenertrag des 1. ist eher bescheiden, der Silomais liefert da erheblich mehr. (ca. 11 t/ha vs. 45 t/ha)

Bisher unterscheidet man vorwiegend nur nach der letztlichen Verwendung des Silomaises in Futter oder Energiemais.

Das es Versuche gibt neue Untersorten des Silomaises zu züchten (auf welche Art und Weise auch immer), der durch seine Zusammensetzung besser für die Erzeugung von Biogas denn als Tierfutter geeignet ist, sollte kurz erwähnt werden, die Flächenerträge sind bei diesen Sorten aber noch recht gering.

Und Transgener Mais/Genmais...naja, die bisherigen "alten" Sorten sind meist auch schon gut "bearbeitete" Hybriden, bei deren Produktion man sich allerlei Tricksereien bedient. Und die Erzeugung von nicht vermehrbaren Hochleistungssaatgutes, durch Colchicin verursachte Mehrfachchromosomensätze (Polyploidie) usw. ist ja seit Jahrzehnten zur Ertragssteigerung verbreitet.
Da macht man sich selbst also eine Menge vor.
Thomas Fichtner
04.06.2013, 19:02 Uhr
Zur Flächenentwicklung
Der Fachverband Biogas e.V. und das Maiskomitee liefern dazu netterweise Zahlen.

So wurde der Mais der am Ende in Biogasanlagen landete 2007 auf ca. 239.000 ha angebaut und 2012 bereits auf ca. 900.000 ha.

Die weitere benötigte Anbaufläche für Futtermais blieb dabei relativ konstant und Flächenertragssteigerungen gab es auch nicht wirklich (eher leicht sinkende Durchschnittserträge seit 2008).

Wenn es einem also so vorkommt als würde irgendwie immer mehr Mais angebaut werden, dann ist das auch wirklich so - die Menge für die Biogasanlagen ist heute etwa 3,75x so hoch wie noch vor 5 Jahren und die Gesamtanbaufläche für Silomais hat sich in den letzten 10 Jahren daher von ca. 1 Mio auf 2,04 Mio ha etwa verdoppelt.
Grafisch aufbereitet ist das richtig heftig.
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