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Mo, 17:57 Uhr
27.05.2013

Sanierung in Sicht

Sitzungen den Finanzausschusses haben schon was "Eigenes" an sich. Langjährige Leser der nnz werden wissen, was gemeint ist. Heute allerdings wurde - man glaubt es kaum - sogar ein Gast eingeladen...


Geleitet wurde die Sitzung von Lothar Emrich (LINKE), der Tilly Pape (CDU) vertrat. Die Finanzausschussvorsitzende ist erkrankt.

Dr. Klaus Zeh (CDU) leitete in den Tagesordnungspunkt "Information" ein, der war ja noch für die Öffentlichkeit bestimmt. Thema war das Theater, das nun endlich einmal aufgepeppt werden müssen. Es gebe Hinweise aus Erfurt, dass nach der Sanierung der Häuser in Weimar und Meiningen, jetzt eine Chance für Nordhausen bestehen würde. Förderaussicht nennt man das. Auch müsse die Technik auf einen einigermaßen modernen Stand gebracht werden.

Weiterführend und konkretisierend war dann Theaterintendant Lars Tietje an der Reihe, der erst einmal den Blick auf das Jahr 2017 lenkte, das Jahr, in dem das Nordhäuser Theater seinen 100. Geburtstag feiern wird.

Er erinnerte auch an das Jahr 1949, da der Kulturtempel nach dem zweiten Weltkrieg wiedereröffnet wurde. Was fehle, so Tietje, das sei ein Kulissenmagazin. Eine ebene Anlieferung der Kulissen zur Bühne ist eben in Nordhausen immer noch nicht möglich. Auch sei das immer noch eine schwere körperliche Arbeit für die Bühnenmitarbeiter, die vermehrt unter Schmerzen der Wirbelsäule leiden.

Um die Kosten zu schätzen, wollen die Theaterverantwortlichen gern eine Studie in Auftrag geben, die bis Ende des Jahres vorliegen sollte. Tietje sagte, dass die Landesregierung im Jahr 2017 Gelder zur Verfügung stellen könne. Eine "Wiedereröffnung" könne dann am 29. September 2017 gefeiert werden. Die Kosten für die Studie könne man sich teilen, auch der Förderverein sei mit im Boot. Rund 60.000 Euro soll die Studie kosten. Das wiederum löste einen kleinen "Schluckauf" unter den Stadträten aus.

Oberbürgermeister Dr. Zeh machte deutlich, dass es keine Luxussanierung werden könne, sondern das Notwendige gemacht werden müsse. Stefan Nüßle gab kund, dass er schon wissen wolle, auf wie viel Euro sich die Stadt Nordhausen da einlassen werde? 23 Millionen Euro habe die Sanierung in Meiningen gekostet, Tietje selber rechnet mit "weniger als die Hälfte". Das macht aber immer noch einen Eigenanteil von rund einer Million Euro für die Kommune als Eigentümer, gesetzt den Fall, dass die Fördermittel auch so fließen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Nörgler
27.05.2013, 19:32 Uhr
Fördermittel
Muss denn auf jeden Zug aufgesprungen werden, wo es Fördermittel gibt? Wann endlich wird der Haushalt konsolidiert? Es wäre ratsam, erst mal die Bibliothek fertig zu bauen. Aber man fängt ja schon wieder an neue "Baulöcher" aufzureißen.....
Roland82
27.05.2013, 20:32 Uhr
Ganz einfach!
Na, das mit den Eigenmitteln ist doch ganz einfach: Wir schließen ein paar (oder gleich alle) Jugendeinrichtungen, erhöhen die Kitagebühren, schließen die Grundschule in Ost, bei den ÖPNV Nutzern ist bestimmt auch noch was zu holen. Und schon können ein paar elitäre Besserverdiener in ein schönes Theater gehen!!
NDHler
27.05.2013, 20:55 Uhr
@Nörgler
Nun machen sie mal nicht ihrem Namen alle Ehre! Auch wenn gespart werden muss, muss auch weiter investiert werden. Das Handwerk lebt von den Aufträgen der öffentlichen Hand! Was Zeh da ankündigt ist richtig, keine Luxussanierung, aber das nötigste muss gemacht werden. Und das Herr Nüßle da schon wieder den Finger hebt liegt sicher daran, dass das Theater nicht in der Altstadt liegt, sonst wäre der künftige II. Beigeordnete im Landratsamt schon uneingeschränkt dafür!
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