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Mo, 12:30 Uhr
29.03.2004

Preise gingen rauf

Nordhausen (nnz). Hatten Sie auch das Gefühl, im Januar deutlich weniger Geld in der Tasche zu haben – und das trotz Steuerreform? Vielleicht haben Sie ja auch zuviel Geld für Zigaretten ausgegeben? Die Antwort gibt es mit dem bekannten Klick.


Der Verbraucherpreisindex für Thüringen stieg nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik von Mitte Februar bis Mitte März 2004 um 0,3 Prozent. Auf der Basis Jahresdurchschnitt 2000 = 100 wurde ein Indexstand von 105,9 ermittelt. Besonders die Tabak- und Heizölpreise bestimmten die Preisentwicklung. Bundesweit ergibt sich für den Verbraucherpreisindex nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im gleichen Zeitraum eine Veränderung von + 0,4 Prozent.

Der Anstieg in Thüringen um 0,3 Prozent von Februar bis März 2004 wurde durch Preiserhöhungen in den folgenden Bereichen geprägt: Aufgrund der Tabaksteuererhöhung stiegen die Preise für Tabakwaren um 12,2 Prozent und hatten damit einen starken Einfluss auf die monatliche Preisentwicklung. Heizöl verteuerte sich um 5,0 Prozent und trug ebenfalls zum Anstieg des Preisindex im März 2003 bei. Steigende Tendenzen waren für 'Bekleidung und Schuhe' und für den Bereich 'Verkehr' mit 0,8 bzw. 0,3 Prozent zu verzeichnen. Hier verteuerten sich vor allem Jeans für Knaben (+ 5,1 Prozent), Damenjacken (+ 5,0 Prozent) und Kinderschnürhalbschuhe (+ 2,5 Prozent). Steigende Preise wurden ebenfalls für Ersatzteile und Zubehör sowie Kraft- und Schmierstoffe für Privatfahrzeuge (+ 0,5 bzw. + 0,8 Prozent) gemeldet.


Preissenkungen gab es in den Bereichen 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen'
(- 0,7 Prozent) sowie 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' (- 0,6 Prozent). Deutlich weniger mussten die Verbraucher im März 2004 im Vergleich zum Vormonat für Beherbergungsdienstleistungen (- 3,6 Prozent) und Pauschalreisen (- 3,0 Prozent) bezahlen. Im Nahrungsmittelbereich zeigten sich die Preisentwicklungen verbraucherfreundlich. Für einige Obst- und Gemüsesorten wurden wiederum erhebliche Unterschiede in der Preisentwicklung festgestellt. Obst verbilligte sich insgesamt um 2,7 Prozent, wobei vor allem für Weintrauben (- 10,1 Prozent) und Zitronen (- 8,6 Prozent) weniger bezahlt werden musste. Apfelsinen verteuerten sich um 7,2 Prozent.

Die Gemüsepreise sanken im März 2004 gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent. Nennenswerte Preissenkungen waren bei Kopfsalat (- 22,4 Prozent), Salatgurken (- 8,6 Prozent) und Lauch (- 7,6 Prozent) zu beobachten. Deutlich tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucher für Blumenkohl (+ 40,8 Prozent), Eisbergsalat (+ 16,6 Prozent) und Paprikaschoten (+ 11,4 Prozent). Wie das Thüringer Landesamt für Statistik weiter mitteilt, betrug die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise im März diesen Jahres 0,9 Prozent. Im Februar 2004 lag sie bei 0,6 Prozent. Die Jahresteuerungsrate für Deutschland wird sich im März 2004 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes voraussichtlich um 1,1 Prozent erhöhen. (Februar 2004: + 0,9 Prozent)

Zum Anstieg der Jahresteuerungsrate in Thüringen im März 2004 trugen vor allem Preiserhöhungen für die 'Gesundheitspflege' (+ 18,8 Prozent) bei, die hauptsächlich durch ambulante Gesundheitsdienstleistungen (+ 21,8 Prozent) verursacht wurden. 'Alkoholische Getränke und Tabakwaren' verteuerten sich um 7,1 Prozent, wobei u. a. Tabakwaren um 12,2 Prozent teurer waren als im März 2003. Strom und Gas waren im März 2004 um 4,3 Prozent bzw. 1,2 Prozent teurer als im entsprechenden Vorjahresmonat. Während die Preise für Heizöl und Kraftstoffe im März 2004 zum Vormonat um 1,5 Prozent stiegen, trat eine Preissenkung von 7,8 Prozent im Jahresvergleich ein.
Ein deutlich niedrigeres Preisniveau als im März 2003 bestand in den Bereichen 'Bekleidung und Schuhe' (- 0,9 Prozent) und 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' (- 0,6 Prozent).
Autor: nnz

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