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Fr, 14:57 Uhr
24.05.2013

Über (Luther)denkmal reden

Auf Initiative des Rotary Clubs soll Nordhausen ein Lutherdenkmal bekommen. Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh lädt jetzt zu einem Workshop zur Gestaltung des Denkmals ein und wir haben alle notwendigen Details für Sie aufbereitet...


„An dem Workshop nehmen Mitglieder des Rotary Clubs, des Lutherforums, Vertreter der Kirchen teil, der Gästeführergilde, des Altertums- und Geschichtsvereins, des Stadtrats-Ausschusses für Kultur, Sport und Tourismus sowie je ein Vertreter aus den Stadtratsfraktionen. Alle interessierten Bürger sind nach Voranmeldung herzlich willkommen! Man kann sich per E-Mail anmelden: stadtkonzepte@nordhausen.de oder einfach telefonisch über die 696-308“, so Dr. Zeh. Zum thematischen Einstieg um 15 Uhr wird der Theologe Dr. Martin Rehahn über Martin Luther referieren.

Zum Denkmal sei bereits im Lutherforum, das die Lutherdekade in Nordhausen begleitet, beraten worden, sowie im erweiterten Kreis unter Einbeziehung der Gemeindekirchenräte von St. Blasii bzw. St. Jacobi-Frauenberg sowie des Pfarrgemeinderates des Doms zum Heiligen Kreuz.

Mit den im Workshop festgelegten Kriterien bzw. Anforderung zur Schaffung eines Lutherdenkmals sollen dann regionale Künstler angesprochen werden, um dieses zu realisieren. Finanziert werden soll das neue Denkmal zur Hälfte aus Fördermitteln. Die andere Hälfte wird zu Teilen vom Rotary Club finanziert, die weiteren Teile sollen von der Stadt, der ev. Kirchengemeinde bzw. aus anderen Quellen aufgebracht werden. Der künftige Standort des neuen Lutherdenkmals soll auf dem Blasiikirchplatz sein.

Das Treffen ist am 29. Mai um 15 Uhr im Museum „Tabakspeicher“.
Autor: red

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Kommentare
suedharzer
25.05.2013, 11:55 Uhr
Rotarier auf dem Holzweg
einst spendeten die Nordhäuser Rotarier für die Ausrottung der Polio-Krankheit, der noch heute zigtausend Kinder vor allem in Entwicklungsländern zum Opfer fallen. Das entspricht auch dem nächstenliebendem Grundverständnis des helfendem und uneigennützigem Rotariertums. Nun soll das Geld in eine Bronzefigur fließen...

OK, es ist deren Geld und sie können damit machen was sie wollen. Aber solange Nordhäuser Schulkinder nicht mit auf Klassenfahrt können, weil die Eltern sich das nicht leisten können, sind die Nordhäuser Rotarier voll auf dem Holzweg unterwegs.
-----7
26.05.2013, 21:27 Uhr
Genau
suedharzer - da muss ich Ihnen Recht geben bzw. Ihre Meinung dazu teilen. Warum macht man noch ein Denkmal mehr für eine Person, die schon tausende Denkmäler hat? Nur weil Luther 2x Nordhausen besucht hat?

Ich habe, als ich noch im Schwoabnländle wohnte, Nordhausen mehrmals besucht - aber wo ist mein Denkmal? Okay, es gibt ja eine Körnerstraße.

Aber Ihr Argument wegen der Klassenfahrten @Südharzer muss ich etwas entkräften. Wenn Eltern sich die Kosten nicht leisten können, kann man Bedarf am Bildungspaket anmelden. Ich zitiere mal die Frau Ursula von der Leyen auf der Seite www.bildungspaket.bmas.de:

"Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das Bildungspaket gibt 2,5 Millionen bedürftigen Kindern aus Geringverdienerfamilien mehr Zukunftschancen. Sie haben jetzt einen Rechtsanspruch auf Bildung und aufs Mitmachen."

Den Worten entnehme ich, dass demzufolge auch Kinder eine Teilhabe am Paket haben, deren Eltern kein ALG II bekommen, sondern nur zu wenig verdienen, um sich den Ausflug leisten zu können.

Zurück zum Thema: Ich verkenne nicht die Taten von Martin Luther, weil mich die Kirche nicht so sehr interessiert. Jedem sei seine Religion gegönnt. Er hat seine reformiert. Würde ich in der heutigen Zeit Thesen zur Reformierung des Islam an eine Moschee nageln, würde man mich als Rassist bezeichnen und es hätte auch strafrechtliche Folgen. Man würde mich dann eher steinigen, als einen Gedenkstein aufzustellen.

Hinweis: Dieser Kommentar soll keinesfalls gegen eine Religion oder den Glauben sein.
othello
27.05.2013, 17:36 Uhr
Lutherdenkmal mit Steuermitteln
Es ist schon beschlossen, dass Nordhausen bis 2017 ein Lutherdenkmal im öffentlichen Raum errichten will. Wie Rückwärtsgewandt muss man in Nordhausen sein, um sich eines solchen Wunsches der evangelischen Gemeinden und der Rotarier anzuschließen.. Im 21. Jahrhundert ein neues Denkmal für einen Menschen aus dem Mittelalter zu errichten, halte ich schon für absurd.

Ein Denkmal für einen christlichen Dogmatiker/Fundamentalisten, Obrigkeitshörigen Bauernfeind,mit ständiger Angst vor Hexen und Dämonen, jemand der allein das Leben für Sünde hielt und den baldigen Weltuntergang erwartete.

Am schlimmsten aber war sein Judenhass der viele nachfolgende Generationen die Judenverfolgung legitimierte. An diesem Bild ändert sich auch nichts, durch die Beschönigung seiner Lehren durch die Missionare der evangelischen Kirche im Rahmen der Luther Dekade bis 2017, wie Margot Käßmann.

Ich möchte schon gern wissen,was die meist konfessionslosen Bürger der Stadt von der Errichtung eines solchen Denkmals in Nordhausen halten. Natürlich sind auch die anderen Religionsgemeinschaften dazu gefragt. Werden die Bürger überhaupt noch gefragt ?

Dieses Denkmal wurde zwar vom Rotarier Club Nordhausen vorgeschlagen und es wird der Anschein erweckt, dass es auch von diesen hauptsächlich bezahlt wird. Wenn sie, meine lieben Vorkommentatoren die Mitteilung lesen, dann werden sie feststellen, dass dieses Denkmal aus Fördermitteln ( Steuergelder ) und von der Stadt ( Steuergelder ) mit finanziert wird. Übrigens, die elitären Rotarier können ihre Spenden für das Denkmal auch von der Steuer absetzen ! Ich meine schon, dass aus diesen Gründen auch die Bürger gefragt werden sollten, ob ein solches Denkmal gewünscht ist.

Wer glaubt, wegen eines Lutherdenkmals in Nordhausen, kommen mehr Touristen, wird wahrscheinlich enttäuscht.
Eckenblitz
27.05.2013, 18:41 Uhr
@ Othello
Ich schließe mich Ihrer Meinung an. Man muss sich schon darüber wundern, wie man hier in Nordhausen so denkt. Einen Herrn Luther, der nichts Gutes an den Juden gelassen hat, setzt man aus Steuergeldern ein Denkmal.

Das gleiche gilt übrigens auch für einen Herren Meyenburg. Verlangte er nicht, dass die Juden ein gelbes Zeichen auf der Brust zu tragen hätten?
E20
27.05.2013, 18:52 Uhr
Aufruf zur Umfrage
wieviel Nordhäuser befürworten denn ein neues Lutherdenkmal? Vorschlag: Wir nennen unseren Bibliotheksbau "Lutherbibliothek" und schon haben wir ein Denkmal
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Anmerk. der Red: Ab morgen wird es eine entsprechende Umfrage geben.
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