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Do, 07:15 Uhr
23.05.2013

Trauer und Beschlüsse

Am Abend tagte der Gemeinderat der Gemeinde Harztor. Die Sitzung in Niedersachswerfen begann mit einer Trauerminute. Sandra Witzel berichtet...


Mit einer Schweigeminute gedachten die Gemeinderatsmitglieder dem Ilfelder Lutz Ebert, der freiwillig aus dem Leben schied. Er war langjähriges und aktives Mitglied des Ilfelder Gemeinderates.

Der Bericht des Bürgermeisters Stephan Klante beschäftigte sich noch einmal mit der Klage gegen den Gipsabbau und das Land Thüringen. Eine Antwort des beauftragten Rechtsanwaltes Stüer bezüglich der Beendigung der Klage ist noch nicht eingegangen, berichtet Klante. Ihm soll das Mandat entzogen werden.

Über den Erhalt des Ilfelder Gymnasiums diskutiert derzeit eine Arbeitsgruppe, die aus Vertretern des Gemeinderates, Elternsprechern, der Landrätin Birgit Keller und Vertretern des Schulamtes gebildet worden ist. Auch der Kultur- und Sozialausschuss der Gemeinde Harztor hat sich in seiner letzten Sitzung für den Erhalt des Standortes ausgesprochen und sieht in der Bildung einer Gemeinschaftsschule eine Möglichkeit, diesen Schulteil in Ilfeld zu erhalten. Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach, sagte der Ilfelder Ortteilbürgermeister René Schröter-Appenrodt in diesem Zusammenhang und sprach sich auch für eine Gemeinschaftsschule aus. Am 28. Mai soll dann in der Kreistagssitzung ein Beschluss erfolgen.

René Schröter-Appenrodt berichtet von einer Diskussion über die Zukunft der Energiegenossenschaft Harztor eG im Ortschaftsrat. Dort soll es einige Austritte gegeben haben. Mit einem kurzen Bericht erläuterte Gemeinderatsmitglied Günter Steikert die aktuelle Situation. Es gibt mehr Mitglieder als je zuvor und eine Generalversammlung wird derzeit vorbereitet. Aufgrund der zeitlichen Belastungen gab es Austritte aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat, sagte Steikert.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde die Vorschlagsliste der Gemeinde Harztor für die Schöffenwahl einstimmig beschlossen. Insgesamt 9 Bewerberinnen und Bewerber aus den Ortsteilen Ilfeld und Niedersachswerfen befinden sich auf der Liste.

Über das Bauvorhaben „Beim kleinen Teiche“ in Niedersachswerfen informierte Anne Dumjahn vom Stadtplanungsbüro Meißner und Dumjahn die Gemeinderatsmitglieder. Sie plädierte für die Aufstellung des Bebauungsplanes, die Aufhebung des bestehenden Bebauungsplanes und die Änderung des Flächennutzungsplanes, damit in der Teichstraße neue Wohnungen entstehen können. Dieser Empfehlung folgten die Gemeinderatsmitglieder einstimmig.

Auch in Ilfeld soll gebaut werden. Auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Schmidt in der Schröderstraße soll ein kleines Wohngebiet entstehen, berichtet die Stadtplanerin. Die zweite Reihe soll mit einer Wohnbebauung gefüllt werden. Auch der Ortschaftsrat in Ilfeld hat sich für diesen Beschluss ausgesprochen, erläutert Ortsteilbürgermeister René Schröter- Appenrodt. Der Tagesordnungspunkt wurde ebenfalls einstimmig von den Gemeinderatsmitgliedern beschlossen.

In den Gemeinden Ilfeld und Niedersachswerfen gibt es eine Besonderheit, so werden beispielsweise die Pflege der Grünanlagen und der Winterdienst zum einen von einem privaten Dienstleiter übernommen, zum andern vom Bauhof. Es gibt keine Haushaltsmittel für beide Varianten, berichtet Bürgermeister Stephan Klante. Im Rahmen eines Beschlusses soll dem privaten Dienstleister, dem Ilfelder Bernd Niebelschütz, zum 31.12.2013 gekündigt werden.

Dagegen sprach sich Ortsteilbürgermeister René Schröter-Appenrodt aus. Es hat immer funktioniert und wir sind mit der Arbeit sehr zufrieden, erläuterte er. Zudem sind die Konditionen sehr günstig. Er schlägt vor, eine Entscheidung auf die nächste Sitzung zu vertagen. Die zweigleisige Variante ist die teuerste, entgegnet Bürgermeister Stephan Klante und erläutert den Beschluss, dem eine neue Ausschreibung folgen soll, da aus den beiden Gemeinden jetzt eine Landgemeinde geworden ist. In der anschließenden Abstimmung sprachen sich 12 Mitglieder des Gemeinderates für eine Kündigung des Vertrages aus.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder für die formelle Widmung der Straße „Steinfeld“ und die Kündigung der Mitgliedschaft im Harzer Tourismusverband aus. Die Mitgliedschaft in diesem Tourismusverein hat nichts gebracht, die 950 Euro können eingespart werden, sagte René Schröter-Appenrodt in der Diskussion. Noch bis 2015 ist Ilfeld ein staatlich anerkannter Erholungsort, ob dieser Status aufrecht erhalten werden kann, wird die finanzielle Lage der Gemeinde Harztor entscheiden.
Sandra Witzel
Autor: red

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