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Fr, 17:54 Uhr
24.05.2013

Leitzinssenkung – das Allheilmittel?

Anfang Mai entschloss sich die Europäische Zentralbank (EZB), den Hauptrefinanzierungssatz für Geschäftsbanken von 0,75% auf historisch niedrige 0,50% abzusenken. Ob sich diese Maßnahme positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Euro-Zone auswirkt, ist höchst fragwürdig. Sicher ist: Auf die Baufinanzierungszinsen in Deutschland hat dieses – generell eher symbolische – Instrument der EZB keinen Einfluss...


Die Baufinanzierungszinsen sind in den vier Wochen bis zur Zinssenkung der EZB Anfang Mai gesunken, seitdem jedoch wieder auf das Niveau von Anfang/Mitte April angestiegen. Historisch gesehen war es noch nie so günstig, eine Immobilie zu finanzieren. „Nachdem der lange Winter nun vorüber ist, stellen wir in den letzten vier Wochen einen deutlichen Anstieg der Immobilienpreise in Ballungszentren fest“, sagt Michel Neumann, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. Die Kombination aus günstigem Geld, fehlenden Alternativanlagen und unsicheren Renten führt Menschen mit den ersten anhaltenden Sonnenstrahlen noch stärker zum Eigenheim.

Hintergrund und Auswirkungen

Die wirtschaftliche Situation hat sich in den letzten Monaten nicht weiter verbessert. Die Idee der erneuten Zinssenkung ist, den Geschäftsbanken noch mehr günstiges Geld zur Verfügung zu stellen, damit diese neue Kredite an Unternehmen und private Haushalte vergeben. Die Schuldenkrise zeigt aktuell aber, dass dieser Prozess aufgrund der Risikoscheue lokaler Banken in schwächelnden Volkswirtschaften wie Portugal, Spanien, Griechenland und Italien kaum funktioniert.
Grafik (Foto: Marko Beate Baugeldzentrum Nordhausen)
Grafik (Foto: Marko Beate Baugeldzentrum Nordhausen)
Grafik (Foto: Marko Beate Baugeldzentrum Nordhausen)
Von dem ermäßigten Zinssatz profitieren aktuell nur die Banken und die Schuldenländer, die sich im Moment wieder zu günstigeren Zinssätzen am Kapitalmarkt refinanzieren können. Deshalb prüft die EZB neue Möglichkeiten, um den Wirtschaftsaufschwung zu fördern. Hierzu zählen die Erhebung eines negativen Zinssatzes für Einlagen von Geschäftsbanken bei der EZB und der Aufkauf von Asset Backed Securities (ABS) durch die EZB.

Tendenz:

kurzfristig: schwankend seitwärts
langfristig: steigend
Autor: red

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Kommentare
Hans Dittmar
25.05.2013, 22:58 Uhr
Banken in die Verantwortung nehmen!
Was nützt der niedrige Zins' wenn er dem Kunden nicht angeboten wird. Die Banken legen doch mindestens 4% drauf. Mchnche sogar deutlich mehr.
Zum Jahresende preisen sich dann die Banken mit guten Gewinnen und Überschüssen, so wie immer.
Pe_rle
26.05.2013, 09:36 Uhr
die armen Banken
die Banken werden für den normalen Kunden wohl kaum was gutes tun, dafür sind sie viel zu gierig.
Solange Banken bis zu 14 % an Zinsen kassieren wird nichts passieren.
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