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Di, 16:23 Uhr
14.05.2013

nnz-Forum: Todsünde

Es gibt genug Gründe gegen die Errichtung einer Biomethangasanlage (BMA) am Standort Bielen Alte Leipziger Straße durch die EVN-Biogas GmbH Nordhausen. Das jedenfalls meint ein Leser der nnz...


Die erforderlichen Einsprüche und Einwände im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchG) sind auf der Grundlage der von der Projektgruppe für diese Anlage erarbeiteten Unterlagen zur Errichtung der BMA bereits erarbeitet worden für die unmittelbar betroffenen Anlieger: Autohaus Nissan, Reifen Rüdiger, Thiemrodt, Bowling-Center und die Grundstücke der Familien Hagen Hildebrandt (Pension), Manfred Hildebrandt, Franetzki, Hoffmann und Gerlach.

Im weiteren Verlauf werden diese Einsprüche und Einwände, soweit erforderliche, aktualisiert an Hand der im Rathaus für vier Wochen ausgelegten vollständigen Planungsunterlagen. Danach werden die von den o.g. betroffenen Bürgern unterzeichneten Schreiben zu den Einwänden und Einsprüchen an die Genehmigungsbehörde das Landesverwaltungsamt
Weimar weitergeleitet.

Die vorliegenden Argumente gegen die BMA (besser: Agrogas-Anlage) im Allgemeinen und die in Bielen geplante Anlage im Besonderen sind stichhaltig und so überzeugend, dass in Anwendung des BimSchG die Errichtung der BMA versagt wird oder aber dass vor einer evtl. Genehmigung durch das Landesverwaltungsamt Weimar noch diverse Unterlagen nachzureichen und Auflagen zu erfüllen sind. Das hat zur Folge, dass sich die Realisierung der BMA verzögern wird.

Eventuelle erforderliche Klagen, sollte die BMA nach erfolgreicher Erfüllung der Auflagen doch noch genehmigt werden, führen zu weiteren massiven Verzögerungen durch langwierige Gerichtsprozesse. BMA-erfahrene sachkundige Fachanwälte für Verwaltungsrecht sind verfügbar. Die Errichtung eines Unterstützungskontos zur Finanzierung der Anwaltskosten durch Spenden von betroffenen und engagierten Bürgern, Firmen und Vereinen gegen diese BMA wäre dann erforderlich.

In der Hoffnung, dass inzwischen in Berlin die Subventionspolitik im Rahmen des EEG für solche BMA geändert wird bzw. geändert werden muss, liegt eine weitere Chance, dass solche Agro-BMA oder die in Bielen geplante Anlage nicht mehr gefördert und folglich nicht mehr errichtet werden.

Wie eingangs erwähnt, gibt es genug Gründe gegen die Errichtung von BMA. Abschließend möchte ich deshalb den Direktor für Umweltprogramme der Vereinten Nationen Herrn Dr. Klaus Töpfer (CDU) zitieren: „Überall dort, wo die Erzeugung von Energie aus Biomasse auch nur im Entferntesten in Konkurrenz steht zur Nutzung von Biomasse zur menschlichen Ernährung, kann dies nicht verantwortet werden. Das ist ethisch nicht vertretbar, das ist eine Todsünde.“
Manfred Hildebrandt
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Eckenblitz
14.05.2013, 21:05 Uhr
Die Biolüge
Am 14.05. 13 strahlte Arte eine sehr interessante Sendung über die große Biolüge unserer Politiker aus. Herr Hildebrand Sie sollten versuchen, einen Mitschnitt der Sendung von Arte zu bekommen und diese unseren engstirnigen Politikern vorführen, wenn es sein muss per Gerichtsbeschluss.

Diese Sendung zeigt auf, mit welchen Lügen und Tricks Politiker versuchen Das Biogas Salonfähig zu machen. In Brasilien wird der Urwald gerodet, um Deutschland mit Mais zu versorgen.

Bei solchem Vorgehen muss ich mich fragen, was unser Politiker im Kopf haben, anscheinend nur Biogas, um nicht zusagen Sche...
Friderike
15.05.2013, 07:55 Uhr
Wieso Politiker?
Ich dachte schon zum Thema Biogas ist Funkstille! Es ist in letzter Zeit unheimlich ruhig!!!

Aber zum Glück hat Herr Hildenbrandt schon fleißig vorgearbeitet, auch wenn es ansonsten um die Bielschen relativ ruhig gestellt ist. Oder? Ich hoffe und wünsche, dass es nie zum Bau dieser Anlage kommt! Vielleicht wachen unsere Politiker ganz oben endlich auf und kippen das EEG, denn dann rechnet es sich für die EVN auf keinen Fall! Und es ist ja eigentlich nur der finanzielle Hintergrund der zählt!

@Ogni, leider wird es nichts nützen unseren Politikern diesen Beitrag zu zeigen, denn die sind ja nun nach der Stadtratsitzung vom 27.03.2013 fein raus, sie haben der Gründung der GmbH zugestimmt und jetzt ist die EVN am Zug!
Leider werden sie diesen Beschluß niemals zurücknehmen und leider auch nie für diese Entscheidung später mal zur Verantwortung gezogen!

Es heißt eben weiter kämpfen und alle Möglichkeiten ausnutzen und noch mehr Menschen wachrütteln!
W.Roßmell
15.05.2013, 10:00 Uhr
Todsünde und Biolüge, was interessiert das unsere "Politiker"?
Ich stimme Ihnen allen aus vollem Herzen zu Herr Hildebrand, Ogni und auch Ihnen Friderike. Mehr kann man eigentlich zu diesem Thema nicht mehr auslassen, denn wir sehen doch, was es unsere Stadträte und unserem Oberbürgermeister noch interessiert, die haben die Arme gehoben und sich mit diesem Thema "entledigt". Was interssiert das denen noch? Nichts mehr und das ist mehr als schade und wir sehen immer wieder, wie wir Bürger im KLEINEN (durch unsere Stadträte!) oder im GROßEN (durch die Politiker) verschei..... werden. Der Wille der Mehrheit der Bürger zählt nicht in dieser Stadt, man ist nur noch auf Gewinne und Profit aus, hat man doch Millionen bei den beiden "Prunkbauten" in den Sand gesetzt! Was interessiert diese Politiker denn die direkt betroffenen Menschen, die sich um ihre Existenzen heute große Sorgen machen? Das geht denen doch glatt am A.... vorbei! Aber selbst werden sie nicht zur Verantwortung gezogen und entscheiden nur im Interesse des Geldes! Deshalb unterstütze ich weiterhin diese Menschen und wünsche Herrn Hildebrand und vor allem den gesamten Bielener Bürgern viel Erfolg und möge das Recht auf ihrer Seite stehen und letztendlich auch das Gericht eine solche Anlage verhindern! Ich hoffe nur, dass ALLE Bielener dahinter stehen und jeder vielleicht 10€ gibt, damit die Rechtsanwälte auch bezahlt werden können!
Alex Gösel
15.05.2013, 14:14 Uhr
Auch ich habe...
diese Dokumentation mit Interesse verfolgt! Derzeit gibt es sie noch in der Arte-Mediathek "Arte+7": http://www.arte.tv/guide/de/plus7

Mir war zwar bisher bewusst, dass so eine Biogasanlage einen Rattenschwanz hat, aber dass eine derartige Anlage einen solch Risenrattenschwanz hat, war mir bisher nicht bewusst!

Allein schon die Aussage, dass die EU UMSTRITTENEN Genmais importiert, lässt mich schon aufhorchen! Auch gibt es keine Kontrollpflicht der Methangasanlagen und wenn es keine Pflicht gibt, darf man von den Nordhäuser Politikern NICHT verlangen, dass sie eine Freiwillige Kontrolle einführen! Falls jemand sowas behauptet halte ich ihn für einen "Dummschwätzer"!

Allein schon aus diesem Grund ist die Arbeit der Aggromethananlagengegner wichtig! Allerdings glaube ich nicht, dass sich unsere Politiker, nach dem "Debakel Autohof Sundhausen" nochmals in die "Kniee" zwingen lassen!

Ich hoffe dass die BI genügend Geld zusammen bekommt, dass sie vor Gericht ziehen können, um einen neuen politischen Skandal abzuwenden. Obwohl ich der Meinung bin, dass die politischen Damen und Herren ein sehr dickes Fell haben! Durch so einen Skandal werden sie nicht einmal aufgerüttelt geschweige denn VERANTWORTUNGSBEWUSST! (Siehe z.B. "KUBIBO")
W. Roßmell
15.05.2013, 15:04 Uhr
Sendung von Arte
ist inzwischen auf unserer Facebook Seite Stoppt Biogas Nordhausen hinterlegt und kann dort auch angeschaut werden. Es ist wahr und ich bin mir sehr sicher, dass sich unsere Stadträte darüber und die EVN jetzt als Verantwortlicher keine Gedanken darüber machen, was es heißt, nicht nur eine solch wahnwitzige Anlage in die Nähe von Wohnbebauung zu bauen (siehe MDR Bericht mit der Fastkatastrophe in Zittau...!), sondern auch welcher "Rattenschwanz" wie Sie es schreiben Herr Brothuhn noch daran hängt. Die Sendung bietet jedenfalls Anschauungsunterricht für Befürworter und Gegner zugleich und ich denke, dass den Befürwortern dann endlich ein Licht aufgehen wird, wenn es nicht schon zu spät ist mit dem "Licht aufgehen"...
Und es wird nach wie vor seitens der Verantwortlichen verschwiegen, welche Zusatzstoffe man neben dem Mais verwenden wird, denn die Schlempe von Nordbrand ist im Moment so gut wie weg und erledigt sich von selbst, wenn die Produktion in Nordhausen eingestellt wird und nach Tschechien ausgelagert wird. Das pfeifen ja die Spatzen inzwischen von den Nordhäuser Dächern, aber Herr Junker hat auch da eine ganz andere Meinung... Bürgerinitiativen sind ja Bremsen für die Wirtschaft, was wir hiermit widerlegen, aber wir denken scheinbar noch menschlicher als andere wenige Personen, die sich Politiker nennen...
lumpi22
16.05.2013, 19:08 Uhr
Hoffentlich schaffen es die Bielener Bürger!
Ich wünsche es ihnen und werde sie auch versuchen zu unterstützen. Bezüglich Geldspende wäre ich auch dabei, nur dann müßte Herr Hildenbrand vielleicht mal eine Kontonummer angeben, wo man Geld überweisen kann!
Ich wünsche den betroffenen Bielener Bürgern und den angrenzenden Firmen viel Erfolg beim Kampf gegen diese Anlage!
Man fragt sich inzwischen wirklich, was anstatt Schlempe dann genommen wird, aber vielleicht läßt ja Herr Junker dann alle Klärgruben in der Umgebung kostenlos leeren. Mit seiner Meinung hat er sich einen "Bärendienst" erwiesen und gehört in Rente! Selbst würde er wohl auch niemals eine solche Anlage neben seinem Haus haben wollen, aber den Bielener Bürgern wird es zugemutet, eine absolute Frechheit!
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