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Di, 12:54 Uhr
23.03.2004

Nur mal durchgeritten

Limlingerode (nnz). Drei deutsche Dichter sollen eine besondere Beziehung zum Harz haben. Einer von ihnen ist gar durch Nordhausen in richtung Brocken geritten. Das und mehr steht im Mittelpunkt einer interessanten Veranstaltung.


Drei Dichter und ihre besondere Beziehung zum Harz kommen am Samstag, 27. März 2004, in der Dichterstätte zu Wort: Johann Wolfgang Goethe, Heinrich von Kleist und Heinrich Heine. Angeregt durch Goethe, der sich viermal im Harz aufhielt, folgten ihm die zwei Genannten, um nur die berühmtesten zu nennen. Was sie bei ihren Harzdurchquerungen erlebten und empfanden, schrieben sie in unterschiedlicher Form auf. So können auch wir Nachgeborenen daran Anteil nehmen. Aber auch Künstler folgten Goethes Spuren. Er selbst hatte ja auch einige Zeichnungen angefertigt. Erwähnt werden sollen Ludwig Richter, Caspar David Friedrich und Carl Blechen. Von Friedrich gibt es zahlreiche Zeichnungen und einige Gemälde von diesem „Bergwald“, und da er Goethe und Kleist gut kannte, wird auch von ihm und seiner Beziehung zum Harz die Rede sein.

Goethes erste Harzreise begann am 29.11.1777 und führte ihn auch durch Sundhausen, Nordhausen, Niedersachswerfen und Ilfeld, wo er übernachtete. Am 10. Dezember bestieg er vom Torfhaus aus den Brocken. Dieses Ereignis wird besonders gerühmt, da er damals einer der wenigen war, die den magischen Berg im Winter bestiegen. Als besonderes literarisches Zeugnis liegt das Gedicht „Harzreise im Winter“ vor.

Heinrich von Kleist begab sich 1797 von Potsdam kommend das erste Mal in den Harz, und zwar mit 3 Freunden, die mit ihm im gleichen Regiment dienten. Jeder von ihnen spielte ein Instrument und so verdienten sie sich auf ihrer Wanderung den Lebensunterhalt mit Musik und kamen gut damit von Ort zu Ort. Kleists Eindrücke von diesen Tagen erfahren wir durch seinen Briefwechsel mit Freunden und mit seiner Braut.

Der Dritte im Bunde der Harzreisenden ist Heinrich Heine. Als Produkt seines Aufenthaltes im Frühherbst 1824 entstand die berühmte „Die Harzreise“, die ihn über Nacht bekannt machte. Er schuf mit dieser Schrift ein neues Genre, das der literarischen Reisebeschreibung. Heines Darstellung der Flüsse Ilse, Bode und Selke ist ein inhaltlich und sprachlich feines Kabinettstückchen deutscher Literatur und wird deshalb auch am 27. März 2004 ab 14.30 Uhr in der Dichterstätte vorgestellt.
Autor: nnz

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