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Sa, 22:28 Uhr
20.03.2004

Krieg ist keine Lösung

Nordhausen (nnz). Im Krieg kann keiner gewinnen. Vor einem Jahr waren Friedensaktivisten bereits dieser Meinung. Heute gedachten sie dem Beginn des Irakkriegs am 20. März 2003. Die Nordhäuser Aktion fand auf dem Theaterplatz statt.


Trommeln für den Frieden

Die Friedensinitiative ist kein Verein, sondern ein Zusammenschluß von Menschen, die sich für ein ziviles Zusammenleben einsetzen. Krieg und Gewalt finden die Aktivisten, die sich über Parteigrenzen hinweg zusammengefunden haben, keine akzeptable Lösung von Problemen. Im vergangenen Jahr gründete sich die Gruppe um jeden Montag an der Stele vor dem Rathaus gegen den Krieg im Irak zu demonstrieren. Den Angriff der USA konnten sie nicht verhindern, aber die Friedensinitiative blieb zusammen, um gegen Mißstände im Bereich der Menschenrechte aktiv zu sein. Zur Zeit sammeln die Mitglieder Unterschriften gegen Landminen. Diese sind zwar schon lange international geächtet, da vor allem ganz normale Menschen davon verletzt werden, aber eingesetzt werden sie noch immer.

In zahlreichen Reden machten sich die Demonstranten Luft über die Ungerechtigkeit und die Lüge in der Welt. Das es für den Irakkrieg keine Begründung gab bzw. diese Begründung eine Lüge war, denn das Land besaß keine Massenvernichtungswaffen, dürfte jedem bekannt sein. Natürlich sind viele Iraker froh, daß der Diktator Saddam Hussein gestürzt ist. Ein junger Mann, der aus Bagdad kommt und seit 1,5 Jahren in Deutschland lebt, stellte seine Sicht der Dinge klar. Er meint, daß die Iraker ihr Leben selbst in die Hand nehmen sollen. Saddam ist weg, aber es gibt noch mehr solcher Herrscher im Land, sagt er. Seine größte Befürchtung ist, daß ein Bürgerkrieg unter den verfeindeten Religionsgruppen ausbrechen könnte. Die Besatzungsmacht aus Amerika schätzt er weniger. So sehen es offenbar auch seine Landsleute in der Heimat. Durch Terroranschläge töteten sie mehr amerikanische Soldaten als im Krieg. Daß bei den Attentaten oft Unschuldige, besonders auch andere Muslime, umkommen, ignorieren die Attentäter. Gewalt solle nicht mit Gewalt vergolten werden, meinen dazu die Friedensaktivisten.

Mit Trommeln und Plakaten demonstrierten sie wie in rund 90 deutschen Städten gegen das sinnlose Morden - egal von welcher Seite. Die Gruppe will sich auch weiterhin für den Frieden einsetzen und arbeitet eng mit dem Schrankenlos Verein zusammen. Termine sind auf deren Homepage zu erfahren.
Autor: wf

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