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Do, 19:38 Uhr
18.03.2004

Kaum Lust auf Bauen

Nordhausen (nnz). Trotz Unsicherheit bei der Eigenheimzulage hatten die künftigen Häuslebauer im vergangenen Jahr kaum einen Bock. Ein Blick in die Statistik des Bauordnungsamtes in der Behringstraße belegt das. Fakten, Daten und Ursachen wie immer zuerst in Ihrer nnz.


Die Bautätigkeit im Landkreis ging auch im Jahr 2003 weiter zurück, erläuterte der 1. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen Matthias Jendricke, (SPD). Die genehmigten und angezeigten Bauvorhaben im Jahr 2003 sanken um 23 % zum Jahr 2000. Ganz anschaulich zeigt sich die Entwicklung bei den Ein- und Mehrfamilienhäusern. Waren es vor fünf Jahren noch über 400 Neubauten im Kreisgebiet, so halbierte sich die Zahl der Bauwilligen im letzten Jahr. Auch der leichte Anstieg der Baugenehmigungen im letzten Quartal zur Sicherung der vollen staatlichen Förderung durch Eigenheimzulage und Baukindergeld, konnte den Trend nicht aufhalten.

Ursachen sind in der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, in der Bevölkerungsentwicklung, aber auch in der höheren Mobilität junger Menschen zu sehen. Der Rückgang der Bevölkerung im Landkreis Nordhausen von über 1000 Bürgern jährlich hat natürlich auch Auswirkungen auf die Bautätigkeit. „Zudem ist der große Nachholbedarf an Baumaßnahmen realisiert, und auch im Mietwohnungsbereich stehen heute sehr attraktive Wohnungen zur Verfügung“, führt Jendricke weiter aus. Die Verwaltung des Landkreises hat auf diesen Trend reagiert und die Strukturen im Fachbereich Bau optimiert. Gegenüber 2000 wurden somit ein Drittel der Mitarbeiter in diesem Bereich eingespart.

Weiter nachhaltige Veränderungen erfährt das Bauordnungsrecht in Thüringen noch in diesen Jahr. „Zum 1. Mai tritt eine neue Thüringer Bauordnung in Kraft, die für viele Bauvorhaben vorrangig im privaten Bereich eine Genehmigungsfreiheit vorsieht“, erklärte der Fachbereichsleiter Bau, Dr. Erich Winter. Damit wächst auch die persönliche Verantwortung des Bauherren, der für Fehler und Mängel selbst haften muss. Die Funktion des Bauordnungsrechts entwickelt sich daher immer mehr zur Beratung und Überwachung. Natürlich muss man auch in Zukunft eine Vielzahl privat- und öffentlich rechtlicher Vorgaben einhalten. Für entsprechende fachliche Auskünfte stehen Dr. Winter und seine Mitarbeiter an den Sprechtagen und darüber hinaus nach telefonischer Absprache zur Verfügung.
Autor: nnz

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