Fr, 09:51 Uhr
26.04.2013
Junge Menschen im Sport unterstützen
Statt in Gelb-Schwarz werden die D-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV (NSV) zukünftig in Weiß-Schwarz auflaufen. Das Team von Trainer Alfons Jarmuszewski bekam vor der Landesmeisterschaft neue Spielkleidung mit einem besonderen Aufdruck...
Gefördert wurde das neue Outfit durch Roald Hesse. Dem Geschäftsführer aus Neustadt liegt die Nachwuchsförderung sehr am Herzen. Im Interview spricht der 50-Jährige über sein Engagement bei den Nachwuchs-Handballerinnen und was hinter dem Aufdruck HandsOff.Me steckt.
nnz: Herr Hesse, welchen Bezug haben Sie zum Handball?
Roald Hesse: Ich bin kein ausschliesslicher Handballfan. Dennoch verfolge ich sehr aufmerksam, dass Nordhausen im Handball sehr aktiv ist und auch der Thüringer HC einige wichtige Partien in der Wiedigsburghalle bestritten hat. Ich habe in der Schule mal Handball gespielt, aber zu mehr hat es nicht gereicht. Aktiv war ich mehr im Fußball und fahre seit 40 Jahren leidenschaftlich gern Ski.
nnz: Was hat Sie zum Engagement bei den Nachwuchs-Handballerinnen bewogen?
Roald Hesse: Ich unterstütze mehrere Sportarten. Ich bin Sponsor unter anderem bei einer Skifahrerin, die im Oberhofer Leistungszentrum trainiert und einer Diskuswerferin, die im Leistungszentrum in Halle aktiv ist. Meine Philosophie ist: Junge Menschen, die den Willen haben auch Sport zu treiben und voranzukommen, zu unterstützen.
nnz: Wie kam der Kontakt zu der D-Jugend-Mannschaft um Trainer Alfons Jarmuszewski zustande?
Roald Hesse: Der kam über einen Vater einer Spielerin zustande. Wir unterstützen schon die Handballer der Altersklasse 17/18. Mario Goetze sprach meine Tochter an, ob wir das Engagement erweitern wollen.
nnz: Das besondere an den Trikots ist das Logo mit dem Aufdruck HandsOff.Me. Was steckt dahinter?
Roald Hesse: HandsOff.Mee ist eine Notruf-App mit Beweissicherungsfunktion. Die Idee dazu ist in meinem Kopf entstanden. Das war 2010. Ich war zu der Zeit viel in Berlin unterwegs, es war auch die Zeit der massiven Übergriffe in den U-Bahnstationen. Da kam mir der Gedanke, dass es Möglichkeiten geben muss, mithilfe des Smartphones sich gegen die Übergriffe zur Wehr zu setzen.
nnz: Wie funktioniert die App?
Roald Hesse: Die App lässt sich mit zwei Klicks sehr schnell aktivieren. Beim zweiten Klick startet schon die Aufnahme- und Übertragungsfunktion. Die Situation wird aufgezeichnet und für vier Wochen zu möglichen Beweissicherungszwecken auf einem Server gespeichert. Parallel dazu werden blitzschnell bis zu sechs Helfer benachrichtigt, dass man sich in Not befindet, und das mit präzisen Standortdaten. Diese Helfer, die man sich selbst aussuchen kann, sollten dann natürlich zurück rufen. Geht man ans Smartphone und gibt Entwarnung, ist alles okay. Geht die auslösende Person nicht ans Handy, wissen die Helfer, wo sie Sicherheitskräfte hinschicken müssen. Wechselt der Standort des Auslösers, wird dies fortlaufend weiter übermittelt. Die App funktioniert weltweit.
nnz: Haben Sie bereits Rückmeldungen zur App bekommen?
Rolad Hesse: Wir haben keine Kenntnis über die Anwendung in einem Ernstfall, weil die Notrufe als erstes auf privater Basis abgesetzt werden. Wir werden die Funktionen der App noch erweitern. Wir planen unter anderem eine Kommunikationsbasis zur Verfügung stellen, um die App in den Köpfen der Menschen breiter wirksam werden zu lassen. Wir haben den Anspruch, aus der App eine Sicherheitsplattform zu machen.
nnz: Wer ist die Zielgruppe?
Roald Hesse: Sie ist für Jugendliche interessant, die ein Smartphone besitzen. Das geht mit zwölf, 13 schon los, das Handy ist ihr ständiger Begleiter. Die App ist aber auch für mittlere oder ältere Jahrgänge geeignet, weil sie sehr einfach funktioniert. Die App soll nicht nur vor Übergriffen schützen, sondern auch in Gefahrensituationen ein nützlicher Helfer sein. Haben Menschen zum Beispiel einen Unfall, können nicht mehr richtig sprechen, dann können sie mithilfe der App ein Notsignal auslösen.
Das Gespräch führte Sandra Arm
Autor: redGefördert wurde das neue Outfit durch Roald Hesse. Dem Geschäftsführer aus Neustadt liegt die Nachwuchsförderung sehr am Herzen. Im Interview spricht der 50-Jährige über sein Engagement bei den Nachwuchs-Handballerinnen und was hinter dem Aufdruck HandsOff.Me steckt.
nnz: Herr Hesse, welchen Bezug haben Sie zum Handball?
Roald Hesse: Ich bin kein ausschliesslicher Handballfan. Dennoch verfolge ich sehr aufmerksam, dass Nordhausen im Handball sehr aktiv ist und auch der Thüringer HC einige wichtige Partien in der Wiedigsburghalle bestritten hat. Ich habe in der Schule mal Handball gespielt, aber zu mehr hat es nicht gereicht. Aktiv war ich mehr im Fußball und fahre seit 40 Jahren leidenschaftlich gern Ski.
nnz: Was hat Sie zum Engagement bei den Nachwuchs-Handballerinnen bewogen?
Roald Hesse: Ich unterstütze mehrere Sportarten. Ich bin Sponsor unter anderem bei einer Skifahrerin, die im Oberhofer Leistungszentrum trainiert und einer Diskuswerferin, die im Leistungszentrum in Halle aktiv ist. Meine Philosophie ist: Junge Menschen, die den Willen haben auch Sport zu treiben und voranzukommen, zu unterstützen.
nnz: Wie kam der Kontakt zu der D-Jugend-Mannschaft um Trainer Alfons Jarmuszewski zustande?
Roald Hesse: Der kam über einen Vater einer Spielerin zustande. Wir unterstützen schon die Handballer der Altersklasse 17/18. Mario Goetze sprach meine Tochter an, ob wir das Engagement erweitern wollen.
nnz: Das besondere an den Trikots ist das Logo mit dem Aufdruck HandsOff.Me. Was steckt dahinter?
Roald Hesse: HandsOff.Mee ist eine Notruf-App mit Beweissicherungsfunktion. Die Idee dazu ist in meinem Kopf entstanden. Das war 2010. Ich war zu der Zeit viel in Berlin unterwegs, es war auch die Zeit der massiven Übergriffe in den U-Bahnstationen. Da kam mir der Gedanke, dass es Möglichkeiten geben muss, mithilfe des Smartphones sich gegen die Übergriffe zur Wehr zu setzen.
nnz: Wie funktioniert die App?
Roald Hesse: Die App lässt sich mit zwei Klicks sehr schnell aktivieren. Beim zweiten Klick startet schon die Aufnahme- und Übertragungsfunktion. Die Situation wird aufgezeichnet und für vier Wochen zu möglichen Beweissicherungszwecken auf einem Server gespeichert. Parallel dazu werden blitzschnell bis zu sechs Helfer benachrichtigt, dass man sich in Not befindet, und das mit präzisen Standortdaten. Diese Helfer, die man sich selbst aussuchen kann, sollten dann natürlich zurück rufen. Geht man ans Smartphone und gibt Entwarnung, ist alles okay. Geht die auslösende Person nicht ans Handy, wissen die Helfer, wo sie Sicherheitskräfte hinschicken müssen. Wechselt der Standort des Auslösers, wird dies fortlaufend weiter übermittelt. Die App funktioniert weltweit.
nnz: Haben Sie bereits Rückmeldungen zur App bekommen?
Rolad Hesse: Wir haben keine Kenntnis über die Anwendung in einem Ernstfall, weil die Notrufe als erstes auf privater Basis abgesetzt werden. Wir werden die Funktionen der App noch erweitern. Wir planen unter anderem eine Kommunikationsbasis zur Verfügung stellen, um die App in den Köpfen der Menschen breiter wirksam werden zu lassen. Wir haben den Anspruch, aus der App eine Sicherheitsplattform zu machen.
nnz: Wer ist die Zielgruppe?
Roald Hesse: Sie ist für Jugendliche interessant, die ein Smartphone besitzen. Das geht mit zwölf, 13 schon los, das Handy ist ihr ständiger Begleiter. Die App ist aber auch für mittlere oder ältere Jahrgänge geeignet, weil sie sehr einfach funktioniert. Die App soll nicht nur vor Übergriffen schützen, sondern auch in Gefahrensituationen ein nützlicher Helfer sein. Haben Menschen zum Beispiel einen Unfall, können nicht mehr richtig sprechen, dann können sie mithilfe der App ein Notsignal auslösen.
Das Gespräch führte Sandra Arm


