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Do, 11:07 Uhr
25.04.2013

BUND lehnt ab

Der BUND Thüringen lehnt die Pläne des Wirtschaftsministeriums für ein Pumpspeicherwerk im Südharz ab. In der bereits durch die Gipsindustrie geschädigten Region darf es keine weiteren Eingriffe geben...


„Die Vorbelastung ist jetzt schon gravierend. Es darf nicht noch ein Großprojekt geben, das unwiederbringliche Gipskarst-Landschaften zerstört. Der Südharz soll Biosphärenreservat werden und nicht als Groß-Industriegebiet enden“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Das Argument, im Südharz einen lokalen Speicher für den dort erzeugten Solarstrom bauen zu wollen, ist vorgeschoben. Hier geht es um ein bundesweites Großprojekt für Stromriesen, nicht um die Energiewende vor der Haustür“, stellt Vogel fest.

Im Gegensatz zum geplanten Pumpspeicherwerk Schmalwasser müsste im Südharz sowohl Unter- als auch Oberbecken erst errichtet werden. Daraus folge ein erheblich stärkerer Eingriff in die Natur. Der Gipskarst-Untergrund sei zudem für die Staubecken ungeeignet und müsste gegen Versickern und Auswaschungen möglicherweise wie eine große Betonwanne abgedichtet werden.

„Die gestern für den Kreis Saalfeld-Rudolstadt präsentierten Planungen prüfen wir derzeit und stehen gegebenenfalls für Gespräche bereit. Die am Beispiel Schmalwasser durchgeführte Bürgerbeteiligung muss auch hier Standard sein. Der BUND fordert grundsätzlich, bei Großvorhaben frühzeitig und umfassend die Öffentlichkeit zu beteiligen.“
Autor: red

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