Di, 22:51 Uhr
16.03.2004
Verspätete Ehre
Nordhausen (nnz). An die große Flut der Elbe, Mulde und Weißeritz im Sommer 2002 erinnert sich bestimmt jeder noch. Mit einiger Verspätung erhielten einige Nordhäuser Helfer ihre Ehrung.

16.08.2002, in Schönebeck bei Magdeburg steigt der Pegel stetig. Die Bürger verbarrikadieren ihre Häuser mit Brettern und Sandsäcken. Bei strahlendem Sonnenschein könnte man den Sommer fast genießen, wäre da nicht die Elbe, deren Scheitelpunkt immer näher rückt. Dresden hat sie schon verwüstet, der Zwinger, die Semperoper, alles unter Wasser. Die Menschen wissen was auf sie zu kommt. Wie können sich die Bürger vor diesem Horror, den sie im Fernsehen schon gesehen haben, schützen? Allein schaffen sie es nicht, das ist klar, deshalb sind viele Helfer angereist. Das Technische Hilfswerk (THW) kennt sich aus mit Notlagen dieser Art. Freiwillige aus ganz Deutschland kommen, bringen Notstromaggregate und Pumpen, Betten für Notunterkünfte und später dann Hilfsgüter aller Art. Auch Nordhäuser sind mit dabei.
Nachdem die Wassermassen abgeflossen sind, bietet sich Einwohnern und Helfern ein Bild der Verwüstung. Häuser haben nicht mehr ihre gewohnte Form und Stabilität, manche stürzen einfach zusammen. In den Kellern stand die Flut, die so manchen Öltank leck geschlagen hat. Viele Menschen stehen vor dem Nichts, kleine Betriebe sind vernichtet und damit auch die Existenz der Menschen.
"Den Krieg haben wir auch überlebt." sagt eine alte Frau dazu. Jetzt sieht man in vielen Städten nichts mehr von den großen Schäden. Auch dabei halfen Menschen aus dem ganzen Land. Die Feuerwehren waren natürlich dabei, die Sanitätsorganisationen wie das Rote Kreuz oder die Johanniter, die Bundeswehr, der Bundesgrenzschutz und das THW.
Landrat Joachim Claus (CDU) wußte das Engagement der Freiwilligen zu schätzen. Sogar ihren Jahresurlaub opferten einige, betonte der Landrat. Das Zivil- und Katastrophenschutzsystem habe mit dieser Flut seine bislang härteste Bewährungsprobe bestanden.
Als Zeichen des Danks und der Anerkennung wurden einige Helfer mit dem Fluthelfer-Orden 2002 des Freistaats Sachsen ausgezeichnet. Stellvertretend für den Ministerpräsidenten Dr. Georg Milbradt übergab Joachim Claus Orden und Urkunde an die Helfer aus dem Landkreis. Frank Lehner, Heiko Meier, Gerald Schröder (im Bild), Norbert König, Thomas Lang, Klaus Buhler und Roland Bischof wurden heute Abend auf dem Gelände des Brand- und Katastrophenschutz geehrt. Auch der Landrat dankte den Freiwilligen herzlich.
Autor: wf
16.08.2002, in Schönebeck bei Magdeburg steigt der Pegel stetig. Die Bürger verbarrikadieren ihre Häuser mit Brettern und Sandsäcken. Bei strahlendem Sonnenschein könnte man den Sommer fast genießen, wäre da nicht die Elbe, deren Scheitelpunkt immer näher rückt. Dresden hat sie schon verwüstet, der Zwinger, die Semperoper, alles unter Wasser. Die Menschen wissen was auf sie zu kommt. Wie können sich die Bürger vor diesem Horror, den sie im Fernsehen schon gesehen haben, schützen? Allein schaffen sie es nicht, das ist klar, deshalb sind viele Helfer angereist. Das Technische Hilfswerk (THW) kennt sich aus mit Notlagen dieser Art. Freiwillige aus ganz Deutschland kommen, bringen Notstromaggregate und Pumpen, Betten für Notunterkünfte und später dann Hilfsgüter aller Art. Auch Nordhäuser sind mit dabei.
Nachdem die Wassermassen abgeflossen sind, bietet sich Einwohnern und Helfern ein Bild der Verwüstung. Häuser haben nicht mehr ihre gewohnte Form und Stabilität, manche stürzen einfach zusammen. In den Kellern stand die Flut, die so manchen Öltank leck geschlagen hat. Viele Menschen stehen vor dem Nichts, kleine Betriebe sind vernichtet und damit auch die Existenz der Menschen.
"Den Krieg haben wir auch überlebt." sagt eine alte Frau dazu. Jetzt sieht man in vielen Städten nichts mehr von den großen Schäden. Auch dabei halfen Menschen aus dem ganzen Land. Die Feuerwehren waren natürlich dabei, die Sanitätsorganisationen wie das Rote Kreuz oder die Johanniter, die Bundeswehr, der Bundesgrenzschutz und das THW.Landrat Joachim Claus (CDU) wußte das Engagement der Freiwilligen zu schätzen. Sogar ihren Jahresurlaub opferten einige, betonte der Landrat. Das Zivil- und Katastrophenschutzsystem habe mit dieser Flut seine bislang härteste Bewährungsprobe bestanden.
Als Zeichen des Danks und der Anerkennung wurden einige Helfer mit dem Fluthelfer-Orden 2002 des Freistaats Sachsen ausgezeichnet. Stellvertretend für den Ministerpräsidenten Dr. Georg Milbradt übergab Joachim Claus Orden und Urkunde an die Helfer aus dem Landkreis. Frank Lehner, Heiko Meier, Gerald Schröder (im Bild), Norbert König, Thomas Lang, Klaus Buhler und Roland Bischof wurden heute Abend auf dem Gelände des Brand- und Katastrophenschutz geehrt. Auch der Landrat dankte den Freiwilligen herzlich.

