So, 16:37 Uhr
21.04.2013
Brief an die Mannschaft
Wacker Nordhausen hat heute gewonnen. Auch ein einziges Tor ist gleichbedeutend mit drei wichtigen Punkten. Trotzdem muss man der Mannschaft mal einen Brief schreiben...
Liebe Wackeren,
die Ihr Euch da jede Woche erneut auf dem ab und zu grünen Rasen abplagt. Sicher, Ihr wollt immer gewinnen und die richtigen Fans, die drücken Euch alle möglichen Daumen, meistens sind es zwei.
Doch habt Ihr bei allem Gespiele oder Gerenne nach oder um den einen Ball vielleicht einmal gefragt, was Ihr Woche für Woche den wackeren Zuschauern und Fans antut? Müsst Ihr es denn immer so spannend machen? In Chemnitz zum Beispiel, wenn wir von der nnz - gemeinsam mit den Sportfreunden Dressler und Verkouter den Live-Ticker "veranstalten" und Hunderte mit starren Pupillen auf Bildschirm oder Display starren?
Könnt Ihr Euch vorstellen, wie schitzig sich unsere Finger anfühlen, wenn wir von den Tastaturen der Laptops abrutschen? Denkt Ihr mal an Klaus Verkouter, der bei den Auswärtsspielen dem Harald Dressler per Telefon mit zitternder Stimme immer wieder durchrufen muss, dass immer noch kein Tor gefallen ist?
Denkt Ihr mal an mich, wenn ich da oben im Sprecherturm vor lauter Aufregung nicht mitbekomme, dass Euer Trainer zum dritten Mal ausgewechselt hat? Und dass Harald Dressler auf den vier Quadratern im Turm vor lauter Aufregung immer hin und her läuft?
All das trägt nicht dazu bei, dass mein Blutdruck irgendwann mal in Ordnung kommt, dass wir mal entspannt den Ticker "machen" können und uns zur Halbzeit bei einem 2:0 oder 3:0 entspannt zurücklehnen können. Vielen Zuschauern geht es genau so. Die wollen ihre Bockwurst oder ihr Halbzeitbierchen genüsslich genießen.
Soviel Aufregung, liebe Sportfreunde um Pascal Biank, muss, ehrlich gesagt, nicht sein, denn das Durchschnittsalter auf den Rängen ist nicht unbedingt im Fußball-Nachwuchs-Alter angesetzt. Vielleicht klappt es am 1. Mai mal, dass die eine oder andere Chance in ein Tor verwandelt werden kann. Es wäre wunderbar.
Ich weiß, Ihr und Euer Trainer, das gesamte Team will das auch. Doch nur Ihr könnt diesen Wunsch eben in die Realität umsetzen. Deshalb drücken wir Euch am 1. Mai Zuhause ganz fest die Daumen, damit Ihr dort oder nach 90 Minuten in der Tabelle zu finden seit, wo wir uns alle Euch hinwünschen.
Spielt weiter guten Fußball, kämpft weiter für Wacker und sorgt rechtzeitig für klare Verhältnisse, damit alle Fans einen entspannten Fußballnachmittag verbringen können.
Ach ja - und wenn es überhaupt nicht geht, dann macht das Ding, was sich Fußball nennt, eben mit der Brechstange in das rein, was als Tor bekannt ist. Wir alle werden es Euch mit Beifall und Jubel danken. Auch ich im Turm, da oben am Mikrofon und werden dann auch keine Auswechslung mehr verpassen - versprochen.
Bis zum kommenden Sonntag, wenn Ihr in Jena spielt, verbleibe ich mit sportlich-internetten Grüßen
Peter-Stefan Greiner
Autor: redLiebe Wackeren,
die Ihr Euch da jede Woche erneut auf dem ab und zu grünen Rasen abplagt. Sicher, Ihr wollt immer gewinnen und die richtigen Fans, die drücken Euch alle möglichen Daumen, meistens sind es zwei.
Doch habt Ihr bei allem Gespiele oder Gerenne nach oder um den einen Ball vielleicht einmal gefragt, was Ihr Woche für Woche den wackeren Zuschauern und Fans antut? Müsst Ihr es denn immer so spannend machen? In Chemnitz zum Beispiel, wenn wir von der nnz - gemeinsam mit den Sportfreunden Dressler und Verkouter den Live-Ticker "veranstalten" und Hunderte mit starren Pupillen auf Bildschirm oder Display starren?
Könnt Ihr Euch vorstellen, wie schitzig sich unsere Finger anfühlen, wenn wir von den Tastaturen der Laptops abrutschen? Denkt Ihr mal an Klaus Verkouter, der bei den Auswärtsspielen dem Harald Dressler per Telefon mit zitternder Stimme immer wieder durchrufen muss, dass immer noch kein Tor gefallen ist?
Denkt Ihr mal an mich, wenn ich da oben im Sprecherturm vor lauter Aufregung nicht mitbekomme, dass Euer Trainer zum dritten Mal ausgewechselt hat? Und dass Harald Dressler auf den vier Quadratern im Turm vor lauter Aufregung immer hin und her läuft?
All das trägt nicht dazu bei, dass mein Blutdruck irgendwann mal in Ordnung kommt, dass wir mal entspannt den Ticker "machen" können und uns zur Halbzeit bei einem 2:0 oder 3:0 entspannt zurücklehnen können. Vielen Zuschauern geht es genau so. Die wollen ihre Bockwurst oder ihr Halbzeitbierchen genüsslich genießen.
Soviel Aufregung, liebe Sportfreunde um Pascal Biank, muss, ehrlich gesagt, nicht sein, denn das Durchschnittsalter auf den Rängen ist nicht unbedingt im Fußball-Nachwuchs-Alter angesetzt. Vielleicht klappt es am 1. Mai mal, dass die eine oder andere Chance in ein Tor verwandelt werden kann. Es wäre wunderbar.
Ich weiß, Ihr und Euer Trainer, das gesamte Team will das auch. Doch nur Ihr könnt diesen Wunsch eben in die Realität umsetzen. Deshalb drücken wir Euch am 1. Mai Zuhause ganz fest die Daumen, damit Ihr dort oder nach 90 Minuten in der Tabelle zu finden seit, wo wir uns alle Euch hinwünschen.
Spielt weiter guten Fußball, kämpft weiter für Wacker und sorgt rechtzeitig für klare Verhältnisse, damit alle Fans einen entspannten Fußballnachmittag verbringen können.
Ach ja - und wenn es überhaupt nicht geht, dann macht das Ding, was sich Fußball nennt, eben mit der Brechstange in das rein, was als Tor bekannt ist. Wir alle werden es Euch mit Beifall und Jubel danken. Auch ich im Turm, da oben am Mikrofon und werden dann auch keine Auswechslung mehr verpassen - versprochen.
Bis zum kommenden Sonntag, wenn Ihr in Jena spielt, verbleibe ich mit sportlich-internetten Grüßen
Peter-Stefan Greiner

