eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 11:37 Uhr
18.04.2013

Heimatgeschichtliches in Urbach

In Urbach fand ein heimatgeschichtlicher Vortragsabend mit einer kleinen Ausstellung statt. Durch das große Interesse an der Heimatgeschichte wurde diese Veranstaltung nun schon zum wiederholten Mal durchgeführt und zukünftig werden monatlich weitere folgen, denn an Themen für solche Vorträge mangelt es den Initiatoren um Jürgen Vopel aus Urbach nicht...

Vopel beim Vortrag (Foto: privat) Vopel beim Vortrag (Foto: privat)

„Geschichte ist nicht nur Geschehenes, sondern Geschichtetes - also der Boden, auf dem wir stehen und bauen.“ Dieses Zitat von Hans von Keler ist der „Leitgedanke“ für diese Vortragsreihe, die nicht nur geschichtliche Fakten vermittelt, sondern interessierte Menschen - ob jung oder alt - zusammenbringen und anregen soll, Gedanken darüber auszutauschen. Auch soll an originalen Dokumenten und Zeugnissen ein besonderes Gefühl für die Geschichte entwickelt werden.

So hörte man von Jürgen Vopel interessante Ausführungen über die historische Entwicklung der „Goldenen Aue“. Besonders hervor hob er neben der Ansiedlung der Flamen, die „Historische Bedeutung des Klosters Walkenried für die Kolonialisierung dieses Gebietes“.

In einer kurzweiligen Präsentation wurde nicht nur auf die aus altem Urkunden zu entnehmenden zeitlichen Abläufe eingegangen, es wurde auch dargestellt wie man sich das Leben auf den sogenannten „Grangien und Klosterhöfen“ vorstellen muss.

Bei den Ausführungen zum personellen Bestand, den jeweiligen Arbeitsaufgaben und der Beköstigung übers ganze Jahr, wurde ein solcher „mittelalterlicher Wirtschaftshof“ für die Zuhörer wieder lebendig.
Man konnte näheres über die „Entwicklung der mittelalterlichen Landwirtschaft“ in einem schon damals „ertragsreichen Gebiete“ erfahren und Vergleiche mit der Gegenwart anstellen.

Jürgen Vopel erinnerte in diesem Zusammenhang an den Braunschweiger Lehrer Hans Wiswe (1906-1987), der über 60 Jahre lang aktiv an der historischen Erforschung des Braunschweiger Landes mitgewirkt hat, zudem auch der Ort Urbach zeitweilig gehörte. Neben Forschungen zu den Geschichten der Klöster und der Landwirtschaft machte er sich auch um die Erforschung der „mittelalterliche Kochkunst“ verdient.

Über das von ihm beschriebene „Mittelniederdeutsche Kochbuch“, einer Handschrift um 1450 mit 103 Rezepten dieser Zeit wird es einen speziellen Vortragsabend in Urbach geben.
Heimatgeschichtliches in Urbach (Foto: privat)
Heimatgeschichtliches in Urbach (Foto: privat)
Heimatgeschichtliches in Urbach (Foto: privat)
Integriert in die Veranstaltung wurde eine Ausstellung mit Originaldrucken historischer Chroniken (Eckstorm 1617 und Leuckfeld 1705), Bibeldrucke und Postillen des 15. bis 17. Jhrd., Drucke von (Münster, Merian und Melissantes), die Regesten der Klöster Walkenried und Ilfeld, Landkarten und andere heimatgeschichtlich wertvolle Dokumente. Die Teilnehmer aus mehreren umliegenden Orten und Gäste aus den Niederlanden machten regen Gebrauch davon sich diese Zeitdokumente einmal etwas näher anzuschauen.

Um auf das Interesse und die Wünsche der steigenden Zuhörerschaft zukünftig einzugehen, wurden Themenvorschläge unterbreitet, entgegengenommen und daraus ein Jahreskalender erstellt. So stehen schon die “Flämischen Rechtsgewohnheiten in der Goldenen Aue - der Flämische Kirchgang“, der „Bergbau im Alten Stolberg“ und die „Geschichte der Mühlen in und um Urbach“ als nächste Themen fest.

Bereits gehaltene Vorträge, wie „Historische Flurumzüge – Traditionen unserer Vorfahren“ werden wiederholt. Ort und Zeitpunkt werden noch bekanntgegeben

Aber auch andere, sehr interessante Themen, wie z.B. „Die Geschichte der Bibel – das Buch der Bücher “, die „Sondershäuser Bibeldrucke im 17./18. Jahrhundert“ oder die „Lebensgeschichten“ aus unserer Gegend stammender historischer Persönlichkeiten werden noch in diesem Jahr in Urbach einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert.
D. Ullrich
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)