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Mi, 06:40 Uhr
17.04.2013

Geografieunterricht einmal anders

Die Schüler des eA-Kurses Geografie Klasse 11 des Humboldt-Gymnasiums unternahmen am 13. April unter der Leitung unserer Geo-Lehrerinnen Heike Köhler und Frau Heyer eine Exkursion in das Besucherbergwerk „Lange Wand“. Theresa Petzold berichtet...


Die Bergführer Manfred Kappler und Herr Moldenhawer der Wanderführergruppe Ilfeld-Wiegersdor begrüßten uns mit einem herzlichen „Glück auf“. Nach dem Einfahren in den Berg weihte uns Herr Kappler in die Geschichte des Bergbaus in und um Ilfeld, insbe-sondere der Kupfererz-Gewinnung, ein. Neben Streckenplan und Grundriss des Bergwerkes wurden ebenso die verschiedenen Ausbauten und Türstöcke erläutert. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergleute und ihrer Familien im 16. bzw. 18. Jahrhundert waren sehr schwer und heute für uns gar nicht mehr vorstellbar.
Unterricht unter Tage (Foto: privat)
Unterricht unter Tage (Foto: privat)
Unterricht unter Tage (Foto: privat)
Am „geologischen Fenster“ durften wir einen Blick in die erdgeschichtliche Entwicklung des Harzes und die Entstehung des geologischen Profils des Südharzrandes riskieren. Dass es auch Lebewesen vor Millionen von Jahren gegeben hat, bewiesen die Fossilienfunde in den Kupferschieferplatten, die wir ebenfalls bestaunen durften. Ausgerüstet mit Regenjacken, Helm und LED-Geleucht ging es nun in zwei Gruppen tiefer in den Berg hinein. Schon nach wenigen Metern tauchte in der dunklen Porphyr-Wand das Kupferschiefer-Flöz mit seinen farbenprächtigen Mineralen Malachit und Azurit auf.

Immer wieder konnten die Abbaubedingungen des Kupfererzes bei einer Strebhöhe von 40 bis 60 cm begutachtet werden. Wie mussten sich die Menschen quälen, nur um für den Grafen von Stolberg das Edelmetall zu gewinnen. Im feuchteren Teil des Bergwerkes, der so genannten „Wasserstrecke“, gab es schöne Kalksinterungen und Mini-Tropfsteine zu entdecken. Nach einem kurzen Austritt an die Erdoberfläche ging es noch einmal durch ein anderes Mundloch unter Tage.

Gleich am Eingang des Stollens befand sich ein Seismograf, der sogar das Erdbeben in Japan im März 2011 aufgezeichnet hat. Nach rund zwei Stunden endete unser Live-Unterricht mit gefüllten Wissenslücken zur Geologie und des Bergbaus des Südharzes. Wir möchten uns auf diesem Weg auch im Namen unserer Lehrerinnen noch einmal ganz herzlich bei den beiden Bergführern für die interessante Exkursion bedanken.
Theresa Petzold
Autor: red

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Kommentare
-----7
17.04.2013, 09:10 Uhr
6 setzen...
...würde man zu meinen Geografiekentnissen heute sagen, obwohl zu meiner Schulzeit die 5 die schlechteste Note war. Hätte man damals den Unterricht so interessant gestaltet, würde ich heute sicherlich in Geografie eine 3 bekommen. Vielleicht nehme ich ja bei den Bergführern Nachhilfe und gehe auch in die "Lange Wand".
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