Di, 12:40 Uhr
16.04.2013
Weg zur Arbeit bildet die Sprache
Aktuell wird politisch diskutiert, dass der Fachkräftemangel auch durch ausländische Arbeitnehmer ausgeglichen werden soll. Doch müssen dafür nicht ausschließlich Menschen eigens aus anderen Ländern geholt werden. Viel mehr gilt es, die bereits in Deutschland lebenden Migranten zu qualifizieren. Auch die im Landkreis Nordhausen...
Am 22. April beginnt ein ESF-BAMF-Sprachkurs in der Kreisvolkshochschule, der sowohl die sprachliche als auch die berufliche Qualifizierung beinhaltet.
Viele Migranten, ob Spätaussiedler, Flüchtlinge oder Asylbewerber, sind gebildet und bringen im günstigsten Falle berufliche Erfahrung mit. Verschiedene Sprach-, Integrations- und Weiterbildungskurse bilden die Grundlage für einen Platz in der deutschen Gesellschaft.
Jedoch haben nicht alle Migranten einen gesetzlichen Anspruch oder die finanziellen Mittel dafür. Hierbei handelt es sich vor allem um Asylbewerber, denen es im ersten Jahr ihres Aufenthalts verwehrt ist zu arbeiten oder gar Deutsch zu lernen. Nach den 12 Monaten unterliegen sie der so genannten Vorrangprüfung. Es wird geprüft, ob ein Deutscher oder ein Migrant mit einem besseren Aufenthaltsstatus eine Arbeit übernehmen könnte. Während dieser Zeit gibt es keine gesetzlich verankerte Sprachförderung.
Wer trotzdem seine Sprachkenntnisse verbessern will, müsste finanziell selbst dafür aufkommen. Somit haben Asylbewerber eine geringe Chance sich zu integrieren. Der ESF-BAMF-Sprachkurs bietet eine kostenlose Alternative, die bereits vorhandenen Deutschkenntnisse zu verbessern. Der ESF, der Europäische Sozialfond und das BAMF, das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge fördern diese Veranstaltung in der VHS. Vom 22. April bis 25. Oktober lernen 15 Migranten die Feinheiten der deutschen Sprache an der Volkshochschule Nordhausen. Innerhalb des Kurses absolvieren die Teilnehmer ein 6-wöchiges Praktikum, um auch die beruflichen Begriffe ihres Arbeitsfeldes zu erlernen.
Damit verbunden sind EDV-Unterricht, Bewerbungstraining sowie die Rahmenbedingungen der Arbeitswelt als weitere Inhalte des Kurses. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und dem Projekt to arrange - pro job teilt die Volkshochschule die Teilnehmer entsprechend ihres Sprachniveaus ein. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Für diese Migranten ist dieses Zertifikat ein wichtiger Baustein für den Eintritt in den Arbeitsmarkt.
to arrange - pro job ist eine thüringenweite Initiative im Rahmen des Bleiberechtsprogramms zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Von Bund und ESF gefördert unterstützt das Programm Asylbewerber und Flüchtlinge bei der Arbeitssuche. Die Mitarbeiterin des Projekts, Annett Wagner, zeigte sich darüber erfreut, dass vier ihrer Teilnehmer bei diesem Sprachkurs mitmachen können.
Weitere Informationen zu dieser besonderen Sprachförderung in der VHS geben Annett Wagner von to arrange - pro job, Landratsamt Nordhausen, Telefon 03631 911-382 und Beate Walzel in der Kreisvolkshochschule Nordhausen, Telefon 03631 60910.
Autor: redAm 22. April beginnt ein ESF-BAMF-Sprachkurs in der Kreisvolkshochschule, der sowohl die sprachliche als auch die berufliche Qualifizierung beinhaltet.
Viele Migranten, ob Spätaussiedler, Flüchtlinge oder Asylbewerber, sind gebildet und bringen im günstigsten Falle berufliche Erfahrung mit. Verschiedene Sprach-, Integrations- und Weiterbildungskurse bilden die Grundlage für einen Platz in der deutschen Gesellschaft.
Jedoch haben nicht alle Migranten einen gesetzlichen Anspruch oder die finanziellen Mittel dafür. Hierbei handelt es sich vor allem um Asylbewerber, denen es im ersten Jahr ihres Aufenthalts verwehrt ist zu arbeiten oder gar Deutsch zu lernen. Nach den 12 Monaten unterliegen sie der so genannten Vorrangprüfung. Es wird geprüft, ob ein Deutscher oder ein Migrant mit einem besseren Aufenthaltsstatus eine Arbeit übernehmen könnte. Während dieser Zeit gibt es keine gesetzlich verankerte Sprachförderung.
Wer trotzdem seine Sprachkenntnisse verbessern will, müsste finanziell selbst dafür aufkommen. Somit haben Asylbewerber eine geringe Chance sich zu integrieren. Der ESF-BAMF-Sprachkurs bietet eine kostenlose Alternative, die bereits vorhandenen Deutschkenntnisse zu verbessern. Der ESF, der Europäische Sozialfond und das BAMF, das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge fördern diese Veranstaltung in der VHS. Vom 22. April bis 25. Oktober lernen 15 Migranten die Feinheiten der deutschen Sprache an der Volkshochschule Nordhausen. Innerhalb des Kurses absolvieren die Teilnehmer ein 6-wöchiges Praktikum, um auch die beruflichen Begriffe ihres Arbeitsfeldes zu erlernen.
Damit verbunden sind EDV-Unterricht, Bewerbungstraining sowie die Rahmenbedingungen der Arbeitswelt als weitere Inhalte des Kurses. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und dem Projekt to arrange - pro job teilt die Volkshochschule die Teilnehmer entsprechend ihres Sprachniveaus ein. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Für diese Migranten ist dieses Zertifikat ein wichtiger Baustein für den Eintritt in den Arbeitsmarkt.
to arrange - pro job ist eine thüringenweite Initiative im Rahmen des Bleiberechtsprogramms zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Von Bund und ESF gefördert unterstützt das Programm Asylbewerber und Flüchtlinge bei der Arbeitssuche. Die Mitarbeiterin des Projekts, Annett Wagner, zeigte sich darüber erfreut, dass vier ihrer Teilnehmer bei diesem Sprachkurs mitmachen können.
Weitere Informationen zu dieser besonderen Sprachförderung in der VHS geben Annett Wagner von to arrange - pro job, Landratsamt Nordhausen, Telefon 03631 911-382 und Beate Walzel in der Kreisvolkshochschule Nordhausen, Telefon 03631 60910.

