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Do, 19:37 Uhr
28.09.2000

Dietrich Beyse (CDU) gewählt - Beifall für mutige Worte von Thomas Pape

Steigerthal (nnz). Fast wäre die Wahl des zweiten hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt Nordhausen zu einem Politikum "verkommen". Kurz vor dem eigentlichen Wahlgang stellte plötzlich Helmut Uebener (SPD) die Frage, welche Stellung der zur Wahl stehende Dietrich Beyse (CDU) zur Beigeordnetenwahl im Kreistag und ihren bekannten Folgen bezieht.
Beyse brauchte die Frage nicht zu beanworten. Thomas Pape (CDU) stellte den Antrag, diese Frage nicht zuzulassen. Mehrheitlich wurde sein Antrag angenommen. Danach machte SPD-Fraktionär René Kübler klar, dass sich die SPD-Stadtratsfraktion bereits am Montagabend darauf geeinigt hatte, Dietrich Beyse als Kandidat zu unterstützen (siehe nnz weiter unten). Anschließend hielt Pape eine kurze aber doch bemerkenswerte Rede. Er bezeichnete die SPD-Haltung als "ordentlich und ehrenhaft" und verwies auf langjährige Traditionen im Nordhäuser Stadtrat. Da habe man sich zwar mitunter auch "in den Haaren gehabt", doch sei man stets "an der richtigen Stelle vernünftig geworden". Dann ging Thomas Pape auf seine Rolle als Mitglied des Nordhäuser Kreistages ein. Das Verfahren, das jetzt gegen die beiden demokratisch gewählten Beigeordneten angezettelt wurde, das werde er nicht akzeptieren. Sein Ausdruck dafür: "Feige". Er habe zwar weder Jendricke noch Gorges gewählt, doch man müsse sich in einer Demokratie den demokratischen Spielregeln und Entscheidungen beugen. Die demokratische Macht, per Wahl zu bestimmen, wer den Posten der hauptamtlichen Beigeordneten im Landratsamt bekleiden soll, die dürfe man sich nicht aus den Händen nehmen lassen und es einem Landesverwaltungsamt überlassen. Beifall aus allen vier Fraktionen erhielt Pape in dem er sagte: Dieses Verfahren, sprich die Rücknahme der Anfang September gefassten Beschlüsse, sei einer Demokratie unwürdig.
Ach so: Gewählt wurde in der überdimensionierten Garage in Steigerthal auch noch. Von 37 abgegebenen Stimmen erhielt Dietrich Beyse 35. Zwei Stimmen waren ungültig. Beyse nahm seine Wahl an und wurde anschließend durch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) berufen. Die Stadträte honorierten dies mit Beifall, auch die anwesenden Mitarbeiter der Stadtverwaltung, wobei ein Amtsleiter aus dem alten und neuen Beyse-Dezernat sich mit seinem Beifall sehr schwer tat.
Autor: psg

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