Mo, 14:19 Uhr
08.04.2013
Irrer Fußmarsch
Vom 1. April bis 31. Mai 2013 ist der Aktionskünstler und selbständige Gebäude- und Energieberater Nikolaus Huhn auf seinem Hörenden Fußmarsch durch Thüringen unterwegs. Auch im Landkreis Nordhausen...
Heute macht er mit seinem Erkennungszeichen, einem Schubwagen mit zwei mannshohen Ohren, die die Bereitschaft zum Zuhören verdeutlichen sollen, Station im Nordhäuser Rathaus. Die Dezernentin für Kultur, Bildung und Generationen, Hannelore Haase empfing den Wandersmann gemeinsam mit Landrätin Birgitt Keller im Rathaus.
Ziel seines Marsches sei es, die wirtschaftliche Stabilität und Unabhängigkeit der Regionen zu fördern, sagt Nikolaus Huhn und zählt mehrere Faktoren auf, die unseren derzeit hohen Lebensstandard stützen. Das seien zum Beispiel die billigen Rohstoffe wie Öl und Gas, die hohe Staatsverschuldung oder die Finanzwirtschaft und die Wertschöpfung aus dem globalen Lohngefälle.
Was aber machen wir, falls diese Stützen der Gesellschaft mal schwächeln oder einknicken?, fragt er in die Runde. Kann man eine Grundversorgung der Region aus sich selbst heraus gewährleisten? Wie können die Regionen unabhängiger werden von den Risiken und möglichen Verwerfungen der globalen Wirtschaft?
Der Fußmarsch solle weder verkünden noch erschrecken, sondern Einschätzungen, Vorschläge und Ansätze zu mehr Unumstoßbarkeit einsammeln und weitersagen. Dabei sucht Huhn den Kontakt sowohl mit der Oma, die ihr Gemüse noch selbst anbaut, als auch mit dem Landrat, der regionale Wirtschaftskreisläufe fördert; mit Agrargenossenschaften, die sich um Direktvermarktung kümmern genauso wie mit Initiativen für Regionalgeld und lokale Banken. Kurz, er sucht das Gespräch mit allen, die unser derzeitiges Wirtschaftsmodell für etwas zerbrechlich halten und Vorsorge für eine Gesellschaft auf möglicherweise niedrigerem aber stabilerem Niveau treffen wollen.
Der Marsch sucht Menschen, die weder einem hemmungslosen Wachstumsoptimismus anhängen, noch sich der Schwarzmalerei hingeben. Huhn ist zuversichtlich: Wenn Regen angesagt ist, wer würde da keinen Schirm einpacken? Um so besser, wenn’s dann nicht regnet.
Autor: redHeute macht er mit seinem Erkennungszeichen, einem Schubwagen mit zwei mannshohen Ohren, die die Bereitschaft zum Zuhören verdeutlichen sollen, Station im Nordhäuser Rathaus. Die Dezernentin für Kultur, Bildung und Generationen, Hannelore Haase empfing den Wandersmann gemeinsam mit Landrätin Birgitt Keller im Rathaus.
Ziel seines Marsches sei es, die wirtschaftliche Stabilität und Unabhängigkeit der Regionen zu fördern, sagt Nikolaus Huhn und zählt mehrere Faktoren auf, die unseren derzeit hohen Lebensstandard stützen. Das seien zum Beispiel die billigen Rohstoffe wie Öl und Gas, die hohe Staatsverschuldung oder die Finanzwirtschaft und die Wertschöpfung aus dem globalen Lohngefälle.
Was aber machen wir, falls diese Stützen der Gesellschaft mal schwächeln oder einknicken?, fragt er in die Runde. Kann man eine Grundversorgung der Region aus sich selbst heraus gewährleisten? Wie können die Regionen unabhängiger werden von den Risiken und möglichen Verwerfungen der globalen Wirtschaft?
Der Fußmarsch solle weder verkünden noch erschrecken, sondern Einschätzungen, Vorschläge und Ansätze zu mehr Unumstoßbarkeit einsammeln und weitersagen. Dabei sucht Huhn den Kontakt sowohl mit der Oma, die ihr Gemüse noch selbst anbaut, als auch mit dem Landrat, der regionale Wirtschaftskreisläufe fördert; mit Agrargenossenschaften, die sich um Direktvermarktung kümmern genauso wie mit Initiativen für Regionalgeld und lokale Banken. Kurz, er sucht das Gespräch mit allen, die unser derzeitiges Wirtschaftsmodell für etwas zerbrechlich halten und Vorsorge für eine Gesellschaft auf möglicherweise niedrigerem aber stabilerem Niveau treffen wollen.
Der Marsch sucht Menschen, die weder einem hemmungslosen Wachstumsoptimismus anhängen, noch sich der Schwarzmalerei hingeben. Huhn ist zuversichtlich: Wenn Regen angesagt ist, wer würde da keinen Schirm einpacken? Um so besser, wenn’s dann nicht regnet.



