Di, 12:46 Uhr
09.03.2004
Jetzt nicht nachlassen, Herr Althaus!
Neustadt (nnz). Während sich die Ministerpräsidenten Wulff und Althaus heute in Neustadt die Hände schüttelten, machten Umweltschützer auf die weiteren Gefahren des Rohstoffabbaus im Südharz aufmerksam. Sie schrieben einen Brief an Dieter Althaus, den die nnz in ihrer doku-Reihe veröffentlicht.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident!
Die Nachricht von der Nachmeldung von FFH-Gebieten Harzfelder Holz- Rüdigsdorfer Schweiz erfüllt uns mit Freude und Dankbarkeit. Mit Verwunderung mussten wir jedoch zur Kenntnis nehmen, dass der Winkelberg nicht komplett ausgewiesen wurde. Das bedeutet für Tourismus und Naherholung, die beide im Landesentwicklungsplan des Landes Thüringen auch für den Südharz als Arbeitsplatzpotential aufgeführt wurden, keine wirkliche Chance zur Steigerung der Arbeitsplatzzahlen im Tourismus .
Die Schaffung von Arbeitsplätzen, die gewünschte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts und Impulse für eine regionale Wirtschaftsentwicklung können nur zum Erfolg geführt werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Naturräumliche Potentiale und Besonderheiten als Schwerpunkträume für eine nachhaltige Tourismusentwicklung sind ein nicht zu vernachlässigender Faktor für die nachhaltige Entwicklung im Südharz. Auch für unsere Region gelten die Fakten, dass es immer weniger Arbeit und mehr Freizeit geben wird.
Die Stadt Nordhausen als zukünftiges Oberzentrum setzt u.a. auch auf die Schwerpunkte Kultur-, Natur-, Gesundheits- und Wirtschaftstourismus. Die unberührte Rüdigsdorfer Schweiz (dazu gehört der Winkelberg) ist für die Naherholung und den Tourismus, insbesondere als reizvoller Übergang von der Kreisstadt in den gesamten Harz unverzichtbar.
Sehr geehrter Herr Althaus!
Am 31.03.04 endet die Meldefrist für FFH-Gebietsnachmeldungen. Lassen Sie die einmalige Chance für unsere Region nicht verstreichen. Teile der Rüdigsdorfer Schweiz waren in der DDR Kampfgruppenübungsplatz und damit Sperrgebiet für die Südharzer. Niemand, weder die Politiker noch die Bergämter auch nicht die Rohstoffindustrie dürfen uns dieses Gebiet jemals wieder streitig machen. Wir hoffen auf Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Gisela Hartmann, Kreisvorstand Bündnis 90/Die Grünen
Autor: nnz
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident!
Die Nachricht von der Nachmeldung von FFH-Gebieten Harzfelder Holz- Rüdigsdorfer Schweiz erfüllt uns mit Freude und Dankbarkeit. Mit Verwunderung mussten wir jedoch zur Kenntnis nehmen, dass der Winkelberg nicht komplett ausgewiesen wurde. Das bedeutet für Tourismus und Naherholung, die beide im Landesentwicklungsplan des Landes Thüringen auch für den Südharz als Arbeitsplatzpotential aufgeführt wurden, keine wirkliche Chance zur Steigerung der Arbeitsplatzzahlen im Tourismus .
Die Schaffung von Arbeitsplätzen, die gewünschte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts und Impulse für eine regionale Wirtschaftsentwicklung können nur zum Erfolg geführt werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Naturräumliche Potentiale und Besonderheiten als Schwerpunkträume für eine nachhaltige Tourismusentwicklung sind ein nicht zu vernachlässigender Faktor für die nachhaltige Entwicklung im Südharz. Auch für unsere Region gelten die Fakten, dass es immer weniger Arbeit und mehr Freizeit geben wird.
Die Stadt Nordhausen als zukünftiges Oberzentrum setzt u.a. auch auf die Schwerpunkte Kultur-, Natur-, Gesundheits- und Wirtschaftstourismus. Die unberührte Rüdigsdorfer Schweiz (dazu gehört der Winkelberg) ist für die Naherholung und den Tourismus, insbesondere als reizvoller Übergang von der Kreisstadt in den gesamten Harz unverzichtbar.
Sehr geehrter Herr Althaus!
Am 31.03.04 endet die Meldefrist für FFH-Gebietsnachmeldungen. Lassen Sie die einmalige Chance für unsere Region nicht verstreichen. Teile der Rüdigsdorfer Schweiz waren in der DDR Kampfgruppenübungsplatz und damit Sperrgebiet für die Südharzer. Niemand, weder die Politiker noch die Bergämter auch nicht die Rohstoffindustrie dürfen uns dieses Gebiet jemals wieder streitig machen. Wir hoffen auf Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Gisela Hartmann, Kreisvorstand Bündnis 90/Die Grünen

