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Mo, 14:40 Uhr
01.04.2013

Angemessenes Gedenken

Zum 68. Mal jährt sich der britische Luftangriff am 3. und 4. April in Nordhausen. Bei diesen Luftangriffen starben etwa 8 800 Menschen, fast 75 Prozent der Stadt worden zerstört. Der Nachwuchs der SPD fordert Auch deshalb ein angemessenes Gedenken...


Nordhausen zählt damit zu den am meisten zerstörten Städten. Jedes Jahr treffen sich aus diesem Grund Vertreter der Stadt und des Landkreises Nordhausen sowie Bürgerinnen und Bürger, um vor dem Rathaus an die Opfer und an die Zerstörung zu erinnern.

Seit mehreren Jahren wird dieser Tag aber von extremen Rechten missbraucht, um sich öffentlich wirksam in Szene zu setzen. Außerdem vollziehen sie an anderen Orten in Nordhausen eigene Gedenkveranstaltungen, die mit Kranzniederlegungen initiiert werden.

„Wir wollen diesen Tag zum Gedenken nutzen, an die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft und an die Zerstörung der Rolandstadt. Als Jusos und als SPD lehnen wir den Missbrauch des 3. und 4. April ab, mit dem rechtsextreme Gruppierungen versuchen, eine verfälschende Ansicht der Geschichte zu verbreiten, um ihre eigene Ideologie, die von Hass und Menschenverachtung geprägt ist, zu verbreiten“, sagten die Juso Kreisvorsitzende Anika Gruner und ihr Stellvertreter Maximilian Schröter gegenüber der nnz.

„Diese Gedenkveranstaltung ist zudem eine Mahnung, um diesen Tag nicht als Verharmlosung anzusehen. Das Leid, welches den Menschen weltweit angetan wurde, ging von Nazi- Deutschland aus. Deshalb müssen wir aktiv entgegentreten damit Rassismus, Gewalt und Krieg keine Chance mehr haben. Auch muss mehr Aufklärung betrieben werden, damit rechtsextreme Parteien aus den kommunalen Parlamenten verschwinden“, machten Gruner und Schröder zum Abschluss deutlich.

Außerdem kündigte Gruner an, dass die Jusos zum Kreisparteitag der SPD einen Antrag stellen werden, der sich mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigen wird.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
01.04.2013, 15:01 Uhr
Zur Kenntnis
Ich nehme hiermit die politische Einstellung der im Artikel angeführten Genossen der SPD zur Kenntnis und hoffe, dass dieses Jahr die Gedenkveranstaltung nicht wieder durch Rufe und Pfiffe einer gewissen Klientel gestört wird.
Alex Gösel
01.04.2013, 15:59 Uhr
Nur ein paar Fragen...
Von wem kamen denn die Rufe und Pfiffe? Und warum kamen die Rufe und Pfiffe? Muss sich Nordhausen dieses Jahr etwa wieder öffentlich blamieren?
Wolfi65
01.04.2013, 17:58 Uhr
Dieses Nordhausen...
wird sich solange blamieren, bis man endlich begreift, dass eine Gedenkveranstaltung auch von Andersdenkenden besucht werden darf und kann.
Wer Demokratie und Toleranz propagiert, sollte sich nicht wundern, wenn die Gegenseite diese einfordert.
Retupmoc
02.04.2013, 08:07 Uhr
Liebe junge Genossen
Das dieser Krieg von Nazideutschland ausging, jeder Tote einer zuviel war und grausame Verbrechen von den Nazis begangen wurden steht außer Frage. Leider ist Ihre Geschichtskenntnis etwas zu einseitig. Gehen wir mal an den 4.4.45 in Nordhausen zurück, genauer gesagt auf ein Feld zwischen Bielen und Heringen...

Meine Oma und meine Mutter (damals 12) hatten nie etwas mit dem Krieg zu tun. Oma hatte sogar Tage vorher noch Flüchtlinge versorgt und Ihnen Unterkunft gewährt. Nun waren die beiden auf der Flucht, zu Verwandten in Berga. Das Wohnhaus brannte und das was Sie am Leibe trugen und ihr kleines Köfferchen, sowie die Puppe meiner Mutter ihr einziger Besitz. Dann kam ein englischer Bomber im Tiefflug und schoß auf die Flüchtenden. Meine Oma wurde tödlich getroffen, meine Mutter konnte sich retten. Warum Herr Schröter, darf man nicht sagen, das dieser englische Bomberpilot ein Verbrechen begangen hat. Warum darf man nicht den Unschuldigen gedenken, die mit dem Krieg nichts am Hut hatten? In Ihrem Wahn gegen Rechts vergessen Sie die Wahrheit! Und darf ich Ihnen noch etwas sagen: Ihr Ex - Bundeskanzler und Ehrenmitglied der SPD Herr Helmut Schmidt war zu diesem Zeitpunkt am 4.4. 45 nach als OBERLEUTNANT Mitglied der Wehrmacht. Interessant - aber wahr ! Und kommen Sie mir nicht mit ... er mußte, sonst ... ! Stauffenberg hat das auch anders gesehen. Übrigens waren Schmidt und Stauffenberg im gleichen Gerichtssaal. Schmidt als Zuschauer und Stauffenberg als angeblicher Verräter. Denken Sie mal darüber nach, bevor Sie hier urteilen.

Nordhausen sollte und muß gedenken. Jedes Opfer war eines zuviel. Und es darf nie wieder geschehen. Deshalb muß man mahnen, das dieses Gedankengut, das die Welt in die 2. Weltkrieg stürzte nicht wieder aufkommt. Aber wie schon meine Vorkommentatoren sagten: Bitte blamieren Sie Nordhausen nicht wieder.
iisan11
03.04.2013, 22:16 Uhr
@retupmoc und geschichtskenntnisse
Leider beweisen sie mal wieder ihre mangelhaften Geschichtskenntnisse. Oberst Klaus Graf Schenk von Stauffenberg konnte leider nicht in dem von ihnen erwähnten Gerichtssaal stehen. Weil er mämlich am abend des von ihm mitorganisierten Attentates auf Hitler im Hof des Bendlerblockes standrechtlich erschossen worden ist.

Zusammen übrigens mit seinem Adjutenden Werner von Haeften. Das kann man in jedem seriösen Geschichtsbuch nachlesen und auch auf der Gedenktafel, die heute immer noch auf dem Hof des ehemaligen Bendlerblockes steht. Mit freundlichen Grüßen Steffen Pfennig
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