Do, 06:28 Uhr
28.03.2013
nnz-doku: Gemeinsame Erklärung
In einer abwechslungsreichen Sitzung des Nordhäuser Stadtrates wurde gestern so einiges beschlossen. Es wurde aber auch ein Papier unterschrieben, das eine weitaus größere politische Dimension hat...
In der kommenden Woche jährt sich der Jahrestag der Bombardierung von Nordhausen zum 68. Mal. Am 3. und 4. April kam der von Nazi-Deutschland angezettelte Völkermord nach Nordhausen zurück. Tausende Menschen starben. Ihrer soll gedacht und es soll erinnert werden, wo die Ursache all des menschlichen Leids liegt.
Im Nordhäuser Stadtrat unterzeichneten die Fraktionen von Bündnis90/Grüne, CDU, FDP, LINKE und SPD gestern eine gemeinsame Erklärung, deren Wortlaut wir in unserer doku-Reihe veröffentlichen.- Bezeichnenderweise verließ der NPD-Stadtrat bei diesem Tagesordnungspunkt den Sitzungssaal.
Der 3. April 1945 ist ein einschneidender Tag in der Geschichte Nordhausens. An diesem Tag kehrte der von Deutschland entfesselte Krieg, der zuvor Europa in Schutt und Asche legte, mit aller Macht nach Nordhausen zurück.
Tausende Nordhäuserinnen und Nordhäuser verloren an diesem und dem folgenden Tag ihr Leben. Der 3. April ist ein Gedenktag an die viele Toten. Ein Tag der Mahnung an die Folgen einer Ideologie, die in Hass und Menschenverachtung mündete.
Wir erinnern am 3. und 4. April 1945 an die Zerstörung Nordhausens und an die vielen Opfer. Wir erinnern aber auch an die Vorgeschichte der Ereignisse insbesondere an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und an die Verbrechen des von Deutschland ausgegangenen Krieges.
Wir wenden uns daher gegen eine Vereinnahmung des Gedenktages durch rechtsextremistische Parteien und Gruppierungen. Die geistigen Erben des Nationalsozialismus nutzen den Gedenktag, um die Geschichte zu verfälschen, verhöhnen so die Opfer sowie das ehrliche Gedenken an sie. Wir lehnen den Missbrauch des Erinnerns zur Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus und zum Aufrechnen von Schuld entschieden ab!
Autor: redIn der kommenden Woche jährt sich der Jahrestag der Bombardierung von Nordhausen zum 68. Mal. Am 3. und 4. April kam der von Nazi-Deutschland angezettelte Völkermord nach Nordhausen zurück. Tausende Menschen starben. Ihrer soll gedacht und es soll erinnert werden, wo die Ursache all des menschlichen Leids liegt.
Im Nordhäuser Stadtrat unterzeichneten die Fraktionen von Bündnis90/Grüne, CDU, FDP, LINKE und SPD gestern eine gemeinsame Erklärung, deren Wortlaut wir in unserer doku-Reihe veröffentlichen.- Bezeichnenderweise verließ der NPD-Stadtrat bei diesem Tagesordnungspunkt den Sitzungssaal.
Der 3. April 1945 ist ein einschneidender Tag in der Geschichte Nordhausens. An diesem Tag kehrte der von Deutschland entfesselte Krieg, der zuvor Europa in Schutt und Asche legte, mit aller Macht nach Nordhausen zurück.
Tausende Nordhäuserinnen und Nordhäuser verloren an diesem und dem folgenden Tag ihr Leben. Der 3. April ist ein Gedenktag an die viele Toten. Ein Tag der Mahnung an die Folgen einer Ideologie, die in Hass und Menschenverachtung mündete.
Wir erinnern am 3. und 4. April 1945 an die Zerstörung Nordhausens und an die vielen Opfer. Wir erinnern aber auch an die Vorgeschichte der Ereignisse insbesondere an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und an die Verbrechen des von Deutschland ausgegangenen Krieges.
Wir wenden uns daher gegen eine Vereinnahmung des Gedenktages durch rechtsextremistische Parteien und Gruppierungen. Die geistigen Erben des Nationalsozialismus nutzen den Gedenktag, um die Geschichte zu verfälschen, verhöhnen so die Opfer sowie das ehrliche Gedenken an sie. Wir lehnen den Missbrauch des Erinnerns zur Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus und zum Aufrechnen von Schuld entschieden ab!


