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Do, 20:53 Uhr
04.03.2004

Der Fußball rollt wieder

Nordhausen (nnz). Der 19. Spieltag in der Fußball-Landesklasse hält für die beiden Nordhäuser Mannschaften durchaus lösbare Aufgaben bereit. Eine Einstimmung auf die Begegnungen am kommenden Sonnabend von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.

Der Ball rollt wieder, nun auch in der Fußball-Landesklasse. Und das eigentlich schon seit vergangenem Wochenende. Allerdings wurde auf Antrag des FSG Salza die Partie am 28. Februar auf dem Karl-Henze-Sportplatz gegen Wacker 90 verlegt. Jedoch nicht wie gewünscht, auf den Gründonnerstag, sondern auf den 27. März 14 Uhr. Das legte der Thüringer Fußball-Verband fest.

Nun aber ist die Zeit des Wartens und der Übungsspiele für die beiden Nordhäuser Mannschaften vorbei. Am Sonnabend gilt es für die Kicker der FSG Salza beim Tabellenletzten Lobeda - nach vier Niederlagen in Folge - endlich wieder einen vollen Erfolg einzufahren. Es wird sicherlich nicht einfach werden, denn die Saalestädter brauchen jeden Punkt, um dem drohenden Abstieg noch zu entgehen. Trainer Silvio Böhm kann in Jena auf Spangenberg und Gottschalk zurückgreifen, die nach langer Verletzungspause wieder einsatzfähig sind. Die Mannschaft erhielt in der Winterpause Verstärkung. Torhüter Thomas Aurin, der zuletzt in der Bezirksligaelf von Bischofferode spielte, hinterließ bereits in den Vorbereitungsspielen einen guten Eindruck. Er kann sich in den nächsten drei Punktspielen beweisen, denn Bukowski ist nach seiner Roten Karte gesperrt. Die FSG Salza - in der Tabelle jenseits von gut und böse - kann in Lobeda mit dem stärksten Aufgebot antreten und sollte mit einem vollen Erfolg einen großen Schritt zum Erreichen des selbst gesteckten Ziels - einstelliger Tabellenplatz - tun.

Anders sieht die Situation bei Wacker 90 Nordhausen aus. Vor Saisonbeginn noch Aufstiegsambitionen, liegt die Elf von Trainer Uwe Etzrodt mittlerweile 16 Punkte hinter dem führenden SV 1913 Schmölln auf dem 7. Tabellenplatz. Vom Aufstieg spricht keiner mehr. Denn da müssten schon Wunder geschehen. Darauf zu hoffen wäre blauäugig und unrealistisch. Es kommt jetzt vielmehr darauf an, die Meisterschaft mit Anstand und guten spielerischen Leistungen abzuschließen, um in der nächsten Saison erneut die Thüringenliga anzupeilen. Ein Ziel, das sich lohnt im 100. Gründungsjahr des Traditionsvereins.

Ein wesentlicher Grund für das ernüchternde Abschneiden nach der ersten Halbserie waren die unverständlichen Leistungsschwankungen von Spieltag zu Spieltag. Während man daheim Lobeda (9:0), Greiz (7:2) und Bad Blankenburg ((6:1) abfertigte, bot die Mannschaft in den nachfolgenden Auswärtsspielen indiskutable Partien, vor allem gegen vermeintlich schwächere Teams, beispielsweise Weimar (2:2) und Meuselwitz (0:2). Hinzu kamen „Ausrutscher“ von Leistungsträgern, die von den Unparteiischen gnadenlos mit Gelb Rot bzw. mit Rot bestraft wurden. Dies sollte zukünftig der Vergangenheit angehören. In den verbleibenden elf Begegnungen muss sich die Mannschaft auf ihre Tugenden besinnen: Kampfgeist, Moral und höchster persönlicher Einsatz bis zur letzten Spielminute. Dann wird der Erfolg nicht ausbleiben. Und der ist wichtig, um noch in dieser Spielzeit eine gute Ausgangsposition für die Saison 2004/05 zu schaffen.

In der Winterpause verstärkte sich die Mannschaft mit den polnischen Spielern Adam Kulbacki und Krzysztov Grygar. Ob diese Entscheidung richtig war, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen. Von den A-Junioren empfehlen sich die Hellmund-Zwillinge, Sven und Matthias, mit bemerkenswerten Leistungen für den Einsatz in die Landesklasse-Mannschaft. Beim diesjährigen Hallenturnier hinterließen sie einen sehr guten Eindruck. Aber vorerst gilt es für die beiden talentierten Kicker mit der A-Junioren-Elf den Aufstieg in die Landesliga zu schaffen.

Am Sonnabend um 15 Uhr gilt es für das Landesklasse-Team im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark im ersten Spiel nach der langen Winterpause gleich einen optimalen Start zu erwischen. Gast ist die Elf des FSV Schleiz, die ebenfalls erstmals in diesem Jahr in das Meisterschaftsgeschehen eingreift. Ein Sieg ist für die Männer um Kapitän Sven Pistorius ist Pflicht, damit der Abstand zu den vorderen Plätzen nicht noch größer wird. Außerdem wäre ein voller Erfolg auch eine gute Basis für das nachfolgende Auswärtsspiel in Weißensee.

Aber bevor die Männer zu ihrem Punktspiel auflaufen gibt es um 13.30 Uhr ein interessantes Vorspiel. Da bestreiten die Fußball-Damen von Hannoveria Niedersachswerfen und dem SV Reichensachsen (Hessen) einen freundschaftlichen Vergleich. Die (hoffentlich zahlreichen) Zuschauer werden sicherlich eine interessante und abwechslungsreiche Partie zu sehen bekommen.
Autor: rh

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