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Do, 06:41 Uhr
21.03.2013

"Perle" für den ganzen Ort

Fährt man als aufmerksamer Mensch durch Urbach, dann fallen zwei Gaststätten ins Auge. Eine davon macht von außen nicht gerade einen gastlichen Eindruck. Doch das soll sich ändern. Und so packte ein Verein an...

Immer am Ball: Jürgen Vopel (Foto: nnz) Immer am Ball: Jürgen Vopel (Foto: nnz)
Jürgen Vopel und seine Mitstreiter wollen Leben ins Dorf bringen

Gemeint ist die ehemalige Gaststätte "Südharzperle". Die steht mitten im Dorf und hat seit etwas mehr als einem Jahr einen neuen Besitzer - den Schützenverein Urbach. "Unsere Mitglieder konnten den Verfall der Gaststätte nicht länger mit ansehen. Die Kommune hat kein Geld, eine fremden Investor wollten wir nicht, also haben wir die Immobilie gekauft", sagt Vereinsvorsitzender Jürgen Vopel.

Der Mann ist von Berufs wegen viel in den deutschen Landen herumgekommen, doch ins Dorf, nach Urbach hat es ihn immer wieder gezogen. Hier ist der Zuhause, das ist das, was man landläufig als Heimat bezeichnet. Und die soll attraktiver werden, "damit nicht noch mehr junge Menschen wegziehen".
Historische Technik findet auch ihren Platz (Foto: nnz)
Vereinsraum (Foto: nnz)
Hier soll ein Bogenschießstand entstehen (Foto: nnz)
Erste Baubesprechung (Foto: privat/Vopel)
Südharzperle: Kindergartensport (Foto: privat/Vopel)
Pause muss auch mal sein (Foto: privat/Vopel)
Südharzperle - mitten im Ort (Foto: privat/Vopel)
Schulung für Bogenschützen (Foto: privat/Vopel)
Schulungsraum (Foto: privat/Vopel)
Im Innern der Südharzperle, die immer mehr zu einem Sport-, Kultur- und Begegnungszentrum umgestaltet werden soll, hat sich in den zurückliegenden zwölf Monaten einiges verändert. Entstanden sind Räume, in denen sich Mitglieder von Vereinen treffen können, hier üben eine Line Dance Gruppe oder eine Frauenturngruppe, hier üben die Urbacher Jagdhornbläser ebenso wie es heimatgeschichtliche Abende oder Schulungen gibt.

Es gibt noch viel zu tun (Foto: nnz) Es gibt noch viel zu tun (Foto: nnz)
In diesem saalartigen Raum gibt es noch viel zu tun

"Wir wollen das Leben im Dorf behalten, wollen es attraktiver machen - das dörfliche Leben und das Dorf selbst." Nach der inneren Metamorphose soll in diesem Jahr die Außenhaut des stattlichen Gebäudeensembles in die Kur. Auch das Dach des angebauten Saals soll saniert werden. Bislang habe man keinerlei Fördermittel erhalten. Doch für die kommenden Arbeiten sei ein Antrag gestellt worden, denn aus eigener Vereinskraft können die kalkulierten 40.000 Euro nicht "gestemmt" werden. Jürgen Vopel und seine Mitstreiter hoffen auf eine 45prozentige Förderung seitens des Landes Thüringen.

Mit der benachbarten Festhalle gibt es eine Symbiose, kein Gegeneinander. So wurde in der Festhalle in diesem Jahr die Premiere des Vereinsfaschings gefeiert. Geprobt und umgezogen hatten sich die zehn Vereine eben in der Südharzperle. Dort findet der Interessierte einen Veranstaltungskalender, in dem auch Termin im "Felsenkeller" aufgelistet sind.

Imposantes Gebäude mitten im Ort (Foto: nnz) Imposantes Gebäude mitten im Ort (Foto: nnz)
Außen soll sich in den kommenden Monaten ebenfalls einiges verändern

Nicht neben- oder gegeneinander, sondern miteinander - so soll es in Urbach lauten. Der Anfang ist gemacht. "Wer, wenn nicht wir selbst, müssen etwas machen und die anderen mitziehen". Jürgen Vopel und all die anderen Engagierten haben dieses Motto ausgegeben. Für ein abwechslungsreiches Leben auf dem Lande, in ihrem Dorf ist das alles, was sie an Zeit, Geld und Kraft bislang investiert haben. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Investition mittelfristig auszahlen wird.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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