Mo, 15:34 Uhr
18.03.2013
Prozess geht weiter
Im Prozess um eine Attacke auf einen Autofahrer in Heiligenstadt müssen weitere Widersprüche aufgeklärt werden. Claudia Götze berichtet aus dem Landgericht Mühlhausen...
Fünf Jahre nach einem räuberischen Angriff auf einen Autofahrer in Heiligenstadt muss sich ein 27-Jähriger vor dem Landgericht Mühlhausen verantworten. Dem zum Tatzeitpunkt in Göttingen wohnenden Mann wird vorgeworfen, als Fahrer oder Beifahrer im März 2008 gemeinsam mit einem Unbekannten einen ihm nicht bekannten Heiligenstädter verfolgt, diesen nach einem ungewollten Stopp angegriffen und mit Tritten sowie Schlägen tracktiert zu haben.
Unklar blieb auch nach dem gestrigen zweiten Prozesstag, ob der 31 Jahre alte geschädigte Heiligenstädter am Tatort auf dem Liethen aus dem Auto gezerrt wurde oder im Auto sitzenblieb, als er tracktiert wurde. Ein Kripobeamter, der sich am Tatort ums Spurenbild kümmerte, will keinerlei Verwüstungen im Auto und auch keinerlei Beschädigungen am Auto festgestellt haben.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll der Geschädigte nun bei der Prozessfortsetzung im April 2013 erneut - es wäre seine dritte Aussage vor dem Mühlhäuser Landgericht - befragt werden. Der erste Schlag habe ihn mitten ins Gesicht getroffen, hatte der Geschädigte zu Prozessauftakt ausgesagt. Er wollte zur Arbeit und habe unterwegs igrendwann mitbekommen, dass er möglicherweise verfolgt werde. Dann sei er in Richtung "Liethen" gefahren, um die Verfolger abzuschütteln. Allerdings sei da eine Sackgasse gewesen, die dieses Vorhaben unmöglich machte.
Ehe er den Rückwärtsgang einlegen konnte, sei schon die Fahrertür geöffnet worden. Neben zwei Polizeibeamten ist gestern auch eine Staatsanwältin befragt worden. Sie war im Vorjahr die Sitzungsvertreterin bei einem ersten Prozessanlauf. Nach ihrer gestrigen Aussage habe der Geschädigte auch damals geschildert, dass er noch im Auto sitzend und angeschnallt gewesen sei, als er das erste Mal geschlagen worden sei. Zunächst habe demnach der "Andere" getreten und geschlagen. Anschließend hätten dann beide zugeschlagen.
Der Geschädigte will nach dem Verschwinden der Täter zu einem Wohnhaus gelaufen und dort um Hilfe gebeten haben. Er landete zufällig am Wohnblock, in dem seine Schwester wohnte. Durch die Attacke erlitt einen Nasenbeinbruch, der operiert werden musste, eine Unterkieferverletzung und weitere Prellungen.
Claudia Götze
Autor: redFünf Jahre nach einem räuberischen Angriff auf einen Autofahrer in Heiligenstadt muss sich ein 27-Jähriger vor dem Landgericht Mühlhausen verantworten. Dem zum Tatzeitpunkt in Göttingen wohnenden Mann wird vorgeworfen, als Fahrer oder Beifahrer im März 2008 gemeinsam mit einem Unbekannten einen ihm nicht bekannten Heiligenstädter verfolgt, diesen nach einem ungewollten Stopp angegriffen und mit Tritten sowie Schlägen tracktiert zu haben.
Unklar blieb auch nach dem gestrigen zweiten Prozesstag, ob der 31 Jahre alte geschädigte Heiligenstädter am Tatort auf dem Liethen aus dem Auto gezerrt wurde oder im Auto sitzenblieb, als er tracktiert wurde. Ein Kripobeamter, der sich am Tatort ums Spurenbild kümmerte, will keinerlei Verwüstungen im Auto und auch keinerlei Beschädigungen am Auto festgestellt haben.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll der Geschädigte nun bei der Prozessfortsetzung im April 2013 erneut - es wäre seine dritte Aussage vor dem Mühlhäuser Landgericht - befragt werden. Der erste Schlag habe ihn mitten ins Gesicht getroffen, hatte der Geschädigte zu Prozessauftakt ausgesagt. Er wollte zur Arbeit und habe unterwegs igrendwann mitbekommen, dass er möglicherweise verfolgt werde. Dann sei er in Richtung "Liethen" gefahren, um die Verfolger abzuschütteln. Allerdings sei da eine Sackgasse gewesen, die dieses Vorhaben unmöglich machte.
Ehe er den Rückwärtsgang einlegen konnte, sei schon die Fahrertür geöffnet worden. Neben zwei Polizeibeamten ist gestern auch eine Staatsanwältin befragt worden. Sie war im Vorjahr die Sitzungsvertreterin bei einem ersten Prozessanlauf. Nach ihrer gestrigen Aussage habe der Geschädigte auch damals geschildert, dass er noch im Auto sitzend und angeschnallt gewesen sei, als er das erste Mal geschlagen worden sei. Zunächst habe demnach der "Andere" getreten und geschlagen. Anschließend hätten dann beide zugeschlagen.
Der Geschädigte will nach dem Verschwinden der Täter zu einem Wohnhaus gelaufen und dort um Hilfe gebeten haben. Er landete zufällig am Wohnblock, in dem seine Schwester wohnte. Durch die Attacke erlitt einen Nasenbeinbruch, der operiert werden musste, eine Unterkieferverletzung und weitere Prellungen.
Claudia Götze


