Fr, 12:00 Uhr
15.03.2013
doku: Ausgewählte Straftaten (1)
Im Rahmen der heutigen Vorstellung der Kriminalstatistik wurden auch Taten besprochen worden, die aus dem Tagesgeschäft” der Beamten herausragen. Hier eine Dokumentation Ihrer Nordthüringer Online-Zeitungen...
Gemeinsam mit seinen drei Kindern, die zu Besuch (Schulferien) waren, hielt sich der 45- Jährige am Abend des 29. Oktober 2012 im Obergeschoss seines Hauses auf. Am Morgen des 30.10.2012 machten Nachbarn die grausige Entdeckung, dass er und seine drei Kinder (14, 16, 13 Jahre) tot waren. Die Opfer waren, so das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung, an einer Kohlenmonoxydvergiftung verstorben.
Als die Nachbarn der Frau zu Hilfe eilten, ließ der 61-jährige Mann von ihr ab und zog sich in seine Wohnung zurück. Dort wurde er wenig später von Polizeibeamten festgenommen. Das 55-jährige Opfer musste mit lebensbedrohlichen Verletzungen in die Uniklinik nach Göttingen gebracht und dort notoperiert werden. Gegen den Beschuldigten ist Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen worden. Die Ermittlungen dauern noch an.
Die Ermittlungen ergaben Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zu Sprengungen von Geldautomaten in Arnstadt am 22.08.2012 (zuständig KPI Gotha) und Schloßvippach am 27.08.2012 (zuständig KPI Erfurt). In Abstimmung mit der LPD Erfurt übernahm die KPI Nordhausen die Koordinierung der Ermittlungen zu Angriffen auf Geldausgabeautomaten für das Land Thüringen.
Die betreffenden Dienststellen kamen am 11.09.2012 zu einer Beratung zusammen, in der die weiteren Ermittlungshandlungen abgestimmt wurden. An dieser Beratung nahmen auch betroffene Dienststellen der angrenzenden Nachbarländer teil. Eventuelle Tatzusammenhänge mit Sprengungen in diesen Bundesländern werden gegenwärtig noch geprüft. Zurzeit stehen noch weitere Spurenauswertungen im TLKA Erfurt bzw. BKA Wiesbaden aus. Zu einem neuen Fall ist es im Land Thüringen seit August 2012 nicht mehr gekommen.
Aktuelle Ermittlungsergebnisse und Informationen aus der Observation der Verdächtigen ließen den Schluss zu, dass an diesem 09. September eine sogenannte Beschaffungsfahrt erfolgen sollte. Gegen Mittag wurde der schwarze VW Passat des 24-jährigen Verdächtigen aus Obergebra auf einer Landstraße im Kyffhäuserkreis von zivilen Einsatzkräften entdeckt und aufgenommen. Bei günstiger Gelegenheit erfolgter der Zugriff.
Weder an der Person, noch im Fahrzeug wurden Betäubungsmittel gefunden. Allerdings hatte der Festgenommene 4.000 Euro Bargeld in Dealer-typischer Stückelung in der Hosentasche.
Bereits im Vorfeld der kriminalpolizeilichen Arbeit vom Sonntag waren richterliche Durchsuchungsbeschlüsse gegen den Verdächtigen aus Sollstedt erwirkt worden.
Da die Verbindung zwischen beiden Personen bekannt war, erfolgte am Nachmittag die Durchsuchung der Wohnung des 23-jährigen Sollstedters. Ebenso wurde eine weitere Wohnung in Sollstedt durchsucht. Von dieser Wohnung war den Ermittlern bekannt, dass sie als Depot für die Betäubungsmittel diente.
In dieser Wohnung fand man in der Tiefkühltruhe
An dem Einsatz waren rund 20 Beamte beteiligt. Darunter auch Diensthundeführer mit Spezialhunden zum Auffinden von Drogen und zivile Einsatzkräfte, die die Observation durchgeführt hatten. Der 24-Jährige Verdächtige ist bereits einschlägig vorbestraft und war 2008 zu einem Jahr und neun Monaten Freiheitsentzug, ausgesetzt auf Bewährung, verurteilt worden. In dem aktuellen Ermittlungsverfahren verweigert er die Aussage.
Der 23-jährige Beschuldigte ist durch verschiedene Delikte der Kleinkriminalität polizeibekannt. Gegen beide Beschuldigte wurden am darauf folgenden Tag vor dem Amtsgericht Nordhausen Haftbefehle erlassen. Der Haftbefehl gegen den 23-Jährigen wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt, da er sich ausführlich zu seinem Tatbeitrag in der Vernehmung eingelassen und sich selbst belastet hat. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
In allen Fällen hatten die Täter die Schiebetüren am Eingang der Verbrauchermärkte aus ihrer jeweiligen Führungsschiene gehebelt. Anschließend wurden die Schutzgitter der Zigarettenboxen im Kassenbereich aufgebrochen und heruntergerissen, um die Zigaretten stehlen zu können. Der bisher festgestellte Schaden beläuft sich auf rund 80 000 Euro.
Auf Grund der Begehungsweise sowie des angegriffenen Diebesgutes und der gesicherten Spuren kann davon ausgegangen werden, dass hier mindestens drei Täter gemeinsam handelten.
In den geführten Ermittlungen wurde bekannt, dass derartige Einbruchsdiebstähle auch im Bereich Sachsen/Anhalt nahe der Landesgrenze zu Thüringen angezeigt wurden. Bisher kam es zu insgesamt 69 Einbruchsdiebstählen auf Verbrauchermärkte im Bereich Sachsen–Anhalt und Thüringen. Der bisher festgestellte Schaden beläuft sich auf etwa
500.000 Euro.
In den Ermittlungen der Dienststellen in Thüringen und Sachsen-Anhalt ergaben sich Zusammenhänge zu einer namentlich bekannten Tätergruppe aus dem Raum Halle/Merseburg. Die Ermittlungen zu dieser Tätergruppe werden durch eine Arbeitsgruppe bei der Polizeidirektion Sachsen/Anhalt Süd geführt und dauern gegenwärtig noch an.
Es konnte festgestellt werden, dass diese Tätergruppe ihre Tathandlungen von Thüringen bzw. Sachsen/Anhalt auf Brandenburg bzw. Osthessen ausgeweitet hatten. In Osthessen konnten sie auf frischer Tat bei einem Einbruch in einen Netto-Markt gestellt werden. Die KPI Nordhausen steht im ständigen Informationsaustausch mit der Arbeitsgruppe in Sachsen-Anhalt.
Inzwischen kann dieser Tätergruppe ein Einbruchsdiebstahl aus dem Zuständigkeitsbereich der KPI Nordhausen nachzuweisen ist. Am 25.06.2012 waren bei einem Einbruch in den Netto-Markt in Heldrungen Zigaretten im Wert von 4.000 Euro gestohlen worden.
Durch einen Spurenvergleich konnten drei Beschuldigte aus der sachsen-anhaltinischen Tätergruppe ermittelt werden. Es handelt sich dabei um drei junge Männer im Alter von 23 und 24 Jahren aus Halle und Braunsbedra. Bezüglich der anderen Tatorte steht die Spurenauswertung vom TLKA noch aus. Alle Verfahren der Arbeitsgruppe befinden sich noch in Bearbeitung und Auswertung, allerdings wurde die Arbeitsgruppe am 28.02.13 eingestellt.
Bei der Durchsuchung der Wohnung, der neuen Wohnung des Mannes und zweier Garagen wurden 16 Pistolen, zehn Revolver, eine Luftdruckpistole, ein Kleinkalibergewehr und 890 Schuss Munition gefunden. Ein Teil der Waffen sind Schreckschusswaffen. An ihnen war jedoch offensichtlich manipuliert worden, um sie beschussfähig zu machen.
Die Untersuchung der Waffen durch das Landeskriminalamt ergab, dass 19 der aufgefundenen Waffen sowie Munition erlaubnispflichtig sind.
Der Beschuldigte ist nicht im Besitz der erforderlichen Waffenbesitzkarte.
Er machte im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen von seinem Recht der Aussageverweigerung Gebrauch. Die Staatsanwaltschaft hat beim Amtsgericht Mühlhausen Anklage erhoben. Die Verhandlung steht noch aus.
Autor: redMord in Bendeleben
Am späten Nachmittag des 14. Juli hatte sich über Notruf ein Mann aus Bendeleben bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass er nach einem Streit seine Frau umgebracht habe. Eine Streifenwagenbesatzung, die sofort zum Anwesen der Familie geschickt wurde, fand die 40-jährige Frau leblos im Haus der Familie vor. Die ebenfalls alarmierte Notärztin konnte nur noch den Tod feststellen, nachdem Reanimierungsversuche erfolglos blieben. Der Beschuldigte wurde am 21.02.2013 durch das Landgericht Mühlhausen wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstraße von 5 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.Fahrlässige Tötung mit vier Opfern
Am 30. Oktober fanden Nachbarn in einem Wohnhaus in Otterstedt die Leichen eines 54-jährigen Mannes und seiner drei Kinder. Das Wohnhaus war nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Der Hauseigentümer und einzige Bewohner betrieb im Haus ein Notstromaggregat, um zumindest einen Teil des Hauses mit Strom zu versorgen. Die selbst installierte Abgasanlage war jedoch schadhaft, so dass sich die Abgase im gesamten Wohnhaus ausbreiten konnten.Gemeinsam mit seinen drei Kindern, die zu Besuch (Schulferien) waren, hielt sich der 45- Jährige am Abend des 29. Oktober 2012 im Obergeschoss seines Hauses auf. Am Morgen des 30.10.2012 machten Nachbarn die grausige Entdeckung, dass er und seine drei Kinder (14, 16, 13 Jahre) tot waren. Die Opfer waren, so das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung, an einer Kohlenmonoxydvergiftung verstorben.
Versuchter Mord
In Dingelstädt ist am 4. Dezember bei einem Nachbarschaftsstreit eine Frau lebensgefährlich verletzt worden. Die Tat ereignete sich kurz vor 22 Uhr im Treppenhaus eines Wohnblocks. Durch Schreie im Treppenhaus aufgeschreckt waren mehrere Hausbewohner in das Treppenhaus gerannt. Dort entdeckten sie auf der Treppe einen ihrer Nachbarn, der auf einer Frau kniete und mit einem Messer auf sie einstach.Als die Nachbarn der Frau zu Hilfe eilten, ließ der 61-jährige Mann von ihr ab und zog sich in seine Wohnung zurück. Dort wurde er wenig später von Polizeibeamten festgenommen. Das 55-jährige Opfer musste mit lebensbedrohlichen Verletzungen in die Uniklinik nach Göttingen gebracht und dort notoperiert werden. Gegen den Beschuldigten ist Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen worden. Die Ermittlungen dauern noch an.
Raub- und Erpressungsdelikte
Im Bereich der Landespolizeiinspektion Nordhausen gibt es inzwischen mehr als 110 Anzeigen wegen Erpressung bzw. versuchter Erpressung im Zusammenhang mit einem aggressiven Computervirus. Nach der Installation auf dem Rechner zeigt sich ein bildschirmfüllendes Pop-Up-Fenster, in dem angegeben wird, dass über den Computer strafbare Handlungen wie Verteilung von Kinderpornografie, Sodomie und Terror betrieben wurden. Aufgrund dieser Handlungen sei der Computer gesperrt. Zur Entsperrung soll der Benutzer innerhalb von 24 Stunden eine Strafe in Höhe von 100, 200 oder 500 Euro per Ucash oder PaySafe Card zahlen. Für den Fall der Nichtzahlung wird mit Löschung der Festplatte gedroht. Seit Mai 2011 wird durch das LKA Niedersachsen und die StA Göttingen ein Sammelverfahren gegen einen 18-jährigen Beschuldigten in der Ukraine geführt.Sprengung von Geldausgabeautomaten
Von bisher unbekannten Tätern ist in der Nacht zum 30.08.2012 der Geldausgabelautomat der Volksbankfiliale in Sollstedt gesprengt worden. Zu diesem Zweck hatten die Täter ein unbekanntes Gas in den Automaten geleitet und Explosion gebracht. Die Wucht der Detonation zerstörte einen Teil der Einrichtung der Bankfiliale. Der Geldausgabeautomat wurde völlig zerstört. Allerdings blieb dessen Tresor unversehrt, so dass die Täter kein Bargeld erbeuten konnten.Die Ermittlungen ergaben Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zu Sprengungen von Geldautomaten in Arnstadt am 22.08.2012 (zuständig KPI Gotha) und Schloßvippach am 27.08.2012 (zuständig KPI Erfurt). In Abstimmung mit der LPD Erfurt übernahm die KPI Nordhausen die Koordinierung der Ermittlungen zu Angriffen auf Geldausgabeautomaten für das Land Thüringen.
Die betreffenden Dienststellen kamen am 11.09.2012 zu einer Beratung zusammen, in der die weiteren Ermittlungshandlungen abgestimmt wurden. An dieser Beratung nahmen auch betroffene Dienststellen der angrenzenden Nachbarländer teil. Eventuelle Tatzusammenhänge mit Sprengungen in diesen Bundesländern werden gegenwärtig noch geprüft. Zurzeit stehen noch weitere Spurenauswertungen im TLKA Erfurt bzw. BKA Wiesbaden aus. Zu einem neuen Fall ist es im Land Thüringen seit August 2012 nicht mehr gekommen.
Rauschgiftkriminalität
Beamte der Nordhäuser Kriminalpolizei haben am 9. September in Sollstedt, Landkreis Nordhausen, Betäubungsmittel im Kilo-Bereich sichergestellt. Beschuldigt werden zwei Männer aus Sollstedt und Obergebra illegal mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu handeln. Im April war zunächst ein 24-Jähriger aus Obergebra in das Visier der Ermittler geraten. Seit dieser Zeit laufen die Ermittlungen. Durch Observationen und weiterführende Ermittlungen wurden Verbindungen zum zweiten Verdächtigen, einem 23-Jährigen aus Sollstedt, bekannt.Aktuelle Ermittlungsergebnisse und Informationen aus der Observation der Verdächtigen ließen den Schluss zu, dass an diesem 09. September eine sogenannte Beschaffungsfahrt erfolgen sollte. Gegen Mittag wurde der schwarze VW Passat des 24-jährigen Verdächtigen aus Obergebra auf einer Landstraße im Kyffhäuserkreis von zivilen Einsatzkräften entdeckt und aufgenommen. Bei günstiger Gelegenheit erfolgter der Zugriff.
Weder an der Person, noch im Fahrzeug wurden Betäubungsmittel gefunden. Allerdings hatte der Festgenommene 4.000 Euro Bargeld in Dealer-typischer Stückelung in der Hosentasche.
Bereits im Vorfeld der kriminalpolizeilichen Arbeit vom Sonntag waren richterliche Durchsuchungsbeschlüsse gegen den Verdächtigen aus Sollstedt erwirkt worden.
Da die Verbindung zwischen beiden Personen bekannt war, erfolgte am Nachmittag die Durchsuchung der Wohnung des 23-jährigen Sollstedters. Ebenso wurde eine weitere Wohnung in Sollstedt durchsucht. Von dieser Wohnung war den Ermittlern bekannt, dass sie als Depot für die Betäubungsmittel diente.
In dieser Wohnung fand man in der Tiefkühltruhe
- 7,2 kg Amphetamin
- 670 g Haschisch und
- 147 Ecstasy-Pillen.
An dem Einsatz waren rund 20 Beamte beteiligt. Darunter auch Diensthundeführer mit Spezialhunden zum Auffinden von Drogen und zivile Einsatzkräfte, die die Observation durchgeführt hatten. Der 24-Jährige Verdächtige ist bereits einschlägig vorbestraft und war 2008 zu einem Jahr und neun Monaten Freiheitsentzug, ausgesetzt auf Bewährung, verurteilt worden. In dem aktuellen Ermittlungsverfahren verweigert er die Aussage.
Der 23-jährige Beschuldigte ist durch verschiedene Delikte der Kleinkriminalität polizeibekannt. Gegen beide Beschuldigte wurden am darauf folgenden Tag vor dem Amtsgericht Nordhausen Haftbefehle erlassen. Der Haftbefehl gegen den 23-Jährigen wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt, da er sich ausführlich zu seinem Tatbeitrag in der Vernehmung eingelassen und sich selbst belastet hat. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Arbeitsgruppe NETTO-Märkte
In Nordthüringen wurden seit Februar 2012 insgesamt 20 Einbruchsdiebstähle in NETTO und NP-Verbrauchermärkte angezeigt. Die Ermittlungsverfahren wurden seit März 2012 in einer speziell dafür eingerichteten Arbeitsgruppe durch das Kommissariat 2 bearbeitet werden.In allen Fällen hatten die Täter die Schiebetüren am Eingang der Verbrauchermärkte aus ihrer jeweiligen Führungsschiene gehebelt. Anschließend wurden die Schutzgitter der Zigarettenboxen im Kassenbereich aufgebrochen und heruntergerissen, um die Zigaretten stehlen zu können. Der bisher festgestellte Schaden beläuft sich auf rund 80 000 Euro.
Auf Grund der Begehungsweise sowie des angegriffenen Diebesgutes und der gesicherten Spuren kann davon ausgegangen werden, dass hier mindestens drei Täter gemeinsam handelten.
In den geführten Ermittlungen wurde bekannt, dass derartige Einbruchsdiebstähle auch im Bereich Sachsen/Anhalt nahe der Landesgrenze zu Thüringen angezeigt wurden. Bisher kam es zu insgesamt 69 Einbruchsdiebstählen auf Verbrauchermärkte im Bereich Sachsen–Anhalt und Thüringen. Der bisher festgestellte Schaden beläuft sich auf etwa
500.000 Euro.
In den Ermittlungen der Dienststellen in Thüringen und Sachsen-Anhalt ergaben sich Zusammenhänge zu einer namentlich bekannten Tätergruppe aus dem Raum Halle/Merseburg. Die Ermittlungen zu dieser Tätergruppe werden durch eine Arbeitsgruppe bei der Polizeidirektion Sachsen/Anhalt Süd geführt und dauern gegenwärtig noch an.
Es konnte festgestellt werden, dass diese Tätergruppe ihre Tathandlungen von Thüringen bzw. Sachsen/Anhalt auf Brandenburg bzw. Osthessen ausgeweitet hatten. In Osthessen konnten sie auf frischer Tat bei einem Einbruch in einen Netto-Markt gestellt werden. Die KPI Nordhausen steht im ständigen Informationsaustausch mit der Arbeitsgruppe in Sachsen-Anhalt.
Inzwischen kann dieser Tätergruppe ein Einbruchsdiebstahl aus dem Zuständigkeitsbereich der KPI Nordhausen nachzuweisen ist. Am 25.06.2012 waren bei einem Einbruch in den Netto-Markt in Heldrungen Zigaretten im Wert von 4.000 Euro gestohlen worden.
Durch einen Spurenvergleich konnten drei Beschuldigte aus der sachsen-anhaltinischen Tätergruppe ermittelt werden. Es handelt sich dabei um drei junge Männer im Alter von 23 und 24 Jahren aus Halle und Braunsbedra. Bezüglich der anderen Tatorte steht die Spurenauswertung vom TLKA noch aus. Alle Verfahren der Arbeitsgruppe befinden sich noch in Bearbeitung und Auswertung, allerdings wurde die Arbeitsgruppe am 28.02.13 eingestellt.
Illegales Waffenlager
In Mühlhausen ist in der Nacht zum 23. März 2012 ein illegales Waffenlager ausgehoben worden. Entdeckt wurden die Waffen in der Wohnung eines Ehepaares, das gerade in Trennung lebte. Der Mann, der auch die Waffen hortete, hatte bereits eine eigene Wohnung bezogen. Die Frau entdeckte am Abend zufällig in der noch gemeinsamen Wohnung ein Waffenversteck und alarmierte die Polizei.Bei der Durchsuchung der Wohnung, der neuen Wohnung des Mannes und zweier Garagen wurden 16 Pistolen, zehn Revolver, eine Luftdruckpistole, ein Kleinkalibergewehr und 890 Schuss Munition gefunden. Ein Teil der Waffen sind Schreckschusswaffen. An ihnen war jedoch offensichtlich manipuliert worden, um sie beschussfähig zu machen.
Die Untersuchung der Waffen durch das Landeskriminalamt ergab, dass 19 der aufgefundenen Waffen sowie Munition erlaubnispflichtig sind.
Der Beschuldigte ist nicht im Besitz der erforderlichen Waffenbesitzkarte.
Er machte im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen von seinem Recht der Aussageverweigerung Gebrauch. Die Staatsanwaltschaft hat beim Amtsgericht Mühlhausen Anklage erhoben. Die Verhandlung steht noch aus.


