Mo, 11:41 Uhr
01.03.2004
nnz-Forum: Immer noch viel Wind
Nordhausen (nnz). Die nnz berichtete in der vergangenen Woche mehrfach über eine Diskussionsrunde zur Windenergie in Niedersachswerfen. Veröffentlicht wurde auch ein Statement von Bündnis 90/Die Grünen. Dazu nimmt heute Jürgen Hohberg Stellung.
Die Darstellungs- und Sichtweise der Grünen suggeriert dem Leser Innovationsfeindlichkeit seitens des Kreistages, die jedoch keinesfalls gegeben ist. Der Kreistag ließ sich nämlich bei der Beschlussfassung von der Tatsache leiten, dass auf dem angrenzenden Gelände der Deponie Nentzelsrode mittelfristig noch ausreichend Raum für die Errichtung weiterer Windräder vorhanden ist und daher primär dieses derzeit noch nicht ausgelastete Windvorranggebiet für weitere Ansiedlungen genutzt werden sollte. Dem Grunde nach ist dies meines Erachtens nicht anders zu bewerten als beispielsweise die Aussagen zu den Gipsvorkommen: Auch hier existieren Abbaufelder, deren Reaktivierung auf alle Fälle Vorrang gegenüber einem Neuaufschluss haben sollte.
Es dürfte wohl über alle Parteigrenzen hinweg unstrittig sein, dass die Windenergie als eine regenerative Energieform zukunftsträchtig ist. Dass sich Windkrafträder auf Grund ihrer zwangsläufig exponierten Stellung im Gelände aber in der Regel nicht eben harmonisch in die landschaftliche Umgebung einfügen, kann wohl ebenfalls nicht bestritten werden. Als Standorte sollten daher möglichst weniger sensible Bereiche ausgewählt werden. Mit der Willensbekundung des Kreistages sollte nicht zuletzt den Kommunen eine Argumentationshilfe gegeben werden, nicht als Bremser des Fortschritts in Erscheinung treten zu müssen, sondern vielmehr potenzielle Investoren auf andere (gesicherte) Standorte in unserem Landkreis verweisen zu können.
Wenn die Möglichkeiten an dem als vorrangig ausgewiesenen Standort erschöpft sein werden, muss und wird über weitere Ansiedlungsmöglichkeiten bei veränderten Rahmenbedingungen neu nachgedacht werden. Dies wird aber nach meiner Ansicht weder in dieser noch in der kommenden Legislaturperiode der Fall sein.
Jürgen Hohberg, Mitglied der CDU-Kreistagsfraktion
Autor: nnzDie Darstellungs- und Sichtweise der Grünen suggeriert dem Leser Innovationsfeindlichkeit seitens des Kreistages, die jedoch keinesfalls gegeben ist. Der Kreistag ließ sich nämlich bei der Beschlussfassung von der Tatsache leiten, dass auf dem angrenzenden Gelände der Deponie Nentzelsrode mittelfristig noch ausreichend Raum für die Errichtung weiterer Windräder vorhanden ist und daher primär dieses derzeit noch nicht ausgelastete Windvorranggebiet für weitere Ansiedlungen genutzt werden sollte. Dem Grunde nach ist dies meines Erachtens nicht anders zu bewerten als beispielsweise die Aussagen zu den Gipsvorkommen: Auch hier existieren Abbaufelder, deren Reaktivierung auf alle Fälle Vorrang gegenüber einem Neuaufschluss haben sollte.
Es dürfte wohl über alle Parteigrenzen hinweg unstrittig sein, dass die Windenergie als eine regenerative Energieform zukunftsträchtig ist. Dass sich Windkrafträder auf Grund ihrer zwangsläufig exponierten Stellung im Gelände aber in der Regel nicht eben harmonisch in die landschaftliche Umgebung einfügen, kann wohl ebenfalls nicht bestritten werden. Als Standorte sollten daher möglichst weniger sensible Bereiche ausgewählt werden. Mit der Willensbekundung des Kreistages sollte nicht zuletzt den Kommunen eine Argumentationshilfe gegeben werden, nicht als Bremser des Fortschritts in Erscheinung treten zu müssen, sondern vielmehr potenzielle Investoren auf andere (gesicherte) Standorte in unserem Landkreis verweisen zu können.
Wenn die Möglichkeiten an dem als vorrangig ausgewiesenen Standort erschöpft sein werden, muss und wird über weitere Ansiedlungsmöglichkeiten bei veränderten Rahmenbedingungen neu nachgedacht werden. Dies wird aber nach meiner Ansicht weder in dieser noch in der kommenden Legislaturperiode der Fall sein.
Jürgen Hohberg, Mitglied der CDU-Kreistagsfraktion
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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