eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mi, 16:27 Uhr
06.03.2013

Fair Trade stärkt Frauenrechte

Rosen, die mit Abstand beliebteste Schnittblume in Deutschland, sind ein beliebtes Geschenk auch zum Weltfrauentag am 8. März. Doch kaum jemand ist sich der Doppeldeutigkeit dieser Geste bewusst...


„In der Blumenindustrie arbeiten in erster Linie Frauen und die Arbeitsbedingungen auf den Blumenfarmen in Afrika und Lateinamerika sind alles andere als rosig“, sagt Gabriela Senncke, Leiterin der Steuerung Fairtrade von Stadt und Landkreis Nordhausen. „Niedrige Löhne, mangelnder Arbeits- und Gesundheitsschutz, Geschlechterdiskriminierung sind Probleme, mit denen die meisten Frauen in der Blumenindustrie zu kämpfen haben. Fairtrade-Rosen sind eine wirkungsvolle Alternative.“
Frauenrechte (Foto: Fair Trade eV)
Frauenrechte (Foto: Fair Trade eV)
Frauenrechte (Foto: Fair Trade eV)
Der Faire Handel sorgt durch einen fairen Mindestpreis, eine Fairtrade-Prämie, sozialverträgliche und gesündere Arbeitsbedingungen dafür, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Rosenpflückerinnen in Afrika und Lateinamerika nachhaltig verbessert werden. „Faire Rosen als Geschenk zum Internationalen Frauentag tragen dazu bei, Frauenrechte weltweit zu stärken“, meint Gabriela Sennecke.

„Fairtrade-Rosen erfreuen nicht nur die beschenkten Frauen hier sondern helfen, dass sich die Arbeits- und Lebensbedingungen der Frauen auf den Blumenfarmen verbessern. Also, fairschenken Sie doch einmal eine Rose oder besser noch einen ganzen Strauß! Fairtrade ist somit nicht nur zum Weltfrauentag eine echte Alternative.“

Fairtrade-Rosen gibt es extra zum Frauentag mit einem „Verschenk-Kärtchen“ in den Nordhäuser Blumenläden Flower Power in der Kranichstraße, Blumika Floristik in der Hesseröder Straße und Pusteblume in der Barfüßer Straße und bei tegut in der Straße der OdF. Wer mehr über die Stärkung der Frauenrechte durch fairen Handel oder den zertifizierten Rosenanbau wissen möchte, bekommt zusätzlich einen Flyer mit entsprechenden Informationen.

Erhältlich sind die Fairtrade-Rosen in Nordhausen auch bei weiteren Händlern wie REWE, Penny, Lidl, den Märkten der Edeka-Gruppe und Netto.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Bodo Schwarzberg
07.03.2013, 01:17 Uhr
Regenwaldholz auch Fairtrade?-Keine Auskunft
Ich finde die Idee, fairgehandelte Blumen anzubieten natürlich gut und nachahmenswert. Allerdings fällt mir immer wieder auch der hohe Anteil von Edelhölzern offenbar tropischer Herkunft in einschlägigen, auch dem Fairtrade-verpflichteten Geschäften in NDH auf. In einem erkundigte ich mich mal nach der Herkunft der Schnitzereien und nach den Bedingungen, unter denen es "produziert" wird. Eine Auskunft erhielt ich interessanterweise nicht. Man wisse nicht, woher das Holz stammt. Der Umweltfrevel und auch der soziale Frevel, der mit dem ungebremsten globalen Raubbau einhergeht (siehe www.regenwald.org), übersteigt alles Erdenkliche, wird aber in der Tagespresse kaum mal thematisiert undd von so manchem Aktivisten ausgeblendet. Ohnmacht auf der ganzen Linie. Ja, die Unmenschlichkeit des Geschehens wird ausgeblendet, wie schon so oft in den vergangenen 100 Jahren.. Ganze indigene Völker werden vertrieben, vernichtet, lang- oder auch kurzfristig im Interesse eines zweifelhaften Wohlstandes ermordet, ebenso wie so mancher Regenwaldaktivist in Brasilien und Indonesien. Wenn sich der faire Handel vor allem auf Edelhölzer konzentrieren würde, die tatsächlich in EINZELSTÄMMEN geschlossenen Waldgebieten entnommen werden, und zwar von Einheimischen und nicht von transnationalen, korruten Konzernen, dann hätte das wohl mittelfristig einen sehr großen sozialen und ökologischen Effekt. Leider nur hat es nicht einmal die EU bisher geschafft, auch nur ansatzweise gegen die illegale Einfuhr von Tropenhölzern vorzugehen oder die beklagenswerten Mechanismen der Unkenntlichmachung der Holzherkunft zu ergründen und aufzuhellen. Ganz zu schweigen von den verheerenden Auswirkungen des weltweiten Bioenergie- und Biotreibstoffbooms. Hier wünsche ich mir mehr Engagement der Nordhäuser Fairtrade-Strategen - ihrer Glaubwürdigkeit wegen.
Annett W.
07.03.2013, 09:44 Uhr
"Kleinvieh macht auch Mist!"
Ach Herr Schwarzberg,

können Sie solch einen Artikel nicht einfach hinnehmen, statt die Leser mit noch mehr Informationen zu überfluten? Durch Ihre Kommentare werden selbst "kleine" Verbesserungen als sinnlos dargestellt. Hier geht es nunmal um einen bestimmten Anlass. Sicherlich sollte man andere Ungerechtigkeiten nicht außer Acht lassen. Jedoch finde ich es an dieser Stelle unangebracht. Man kann sich nicht allen Problemen auf einmal widmen - ein Schritt nach dem anderen!

Informieren Sie doch die Leser weiter durch eigene Artikel. Dann wirkt es nicht so vorwurfsvoll.

Die Aktion ist toll. Und ganz ehrlich - glücklich gepflückte Blumen strahlen doch bestimmt in einem anderen Licht und rufen ein entzücktes Lächeln hervor ;-)
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)