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Fr, 14:36 Uhr
01.03.2013

Energiesparer mit Frühlingsgefühlen

Bei diesen Witterungsverhältnissen ist es für viele Menschen schwer Frühlingsgefühle zu entwickeln. Anders sieht es in der Vogelwelt aus. „Zurzeit ziehen sogar schon wieder erste Kraniche über Thüringen“, erzählt Klaus Leider, der Vorsitzende des Landesfachausschusse Ornithologie beim NABU Thüringen...

Auf dem Weg nach Norden (Foto: K. Karkow) Auf dem Weg nach Norden (Foto: K. Karkow)

Naturfreunde konnten bereits erste Schwärme des laut trompetenden und bis zu 70 Stundenkilometer schnellen „Glücksvogels“ am Himmel beobachten. Die Kraniche suchen beim Zug in den Norden manchmal auch Rastplätze in Thüringen auf. „Um sich von ihrem anstrengenden Flug zu erholen und Nahrung zu tanken, rasten die Vögel auch bei uns im Freistaat. Wer Lust hat kann das Frühlingsschauspiel besonders am Stausee Kelbra und am Unstrut - Rückhaltebecken bei Straußfurt beobachten“, erklärt der Fachmann.

Der NABU Thüringen bitte alle Naturbeobachter darum, an solchen Rastplätzen einen Mindestabstand von 300 Meter einzuhalten, um erschöpfte Tiere nicht unnötig zu beunruhigen.

Thüringen liegt auf einer der Zugruten von Kranichen auf ihrem Weg von den Winter-quartieren im Südwesten Europas zu ihren Brutgebieten in Deutschland und den baltischen Staaten. In den nächsten Tagen sind ziehende Kraniche besonders in Westthüringen und Nordthüringen zu beobachten. „Ziehende Kraniche erkennt man an den keilförmigen Formationen und den trompetenartigen Rufen. Wer also ein lautes „krru“ - „krarr“ am Himmel hört, der sollte schon mal hoch in die Lüfte schauen, um sich das imposante Schauspiel anzusehen,“ motiviert der Vogelfreund.

Auf dem Weg nach Norden (Foto: Rolf Jürgens) Auf dem Weg nach Norden (Foto: Rolf Jürgens)

Kraniche, wie auch Gänse, fliegen häufig in Keilformationen. Dadurch können die Vögel bei ihren weiten Flügen Energie einsparen, indem sie den durch den Vordermann entstehenden Windschatten nutzen. Für den Laien ist es oft schwierig Kraniche und Gänse zu unterscheiden. Kraniche sind mit 180 bis 222 Zentimeter etwas größer wie die Wildgansarten mit 175 Zentimetern.

Außerdem wirken die Flügel der Kraniche eckig und sie haben sehr lange Federn an den Flügelenden. Die Flügelenden nennt man auch Handschwingen. Diese spreizen die Kraniche ähnlich wie Adler oder Geier weit ab. Ein weiteres Merkmal sind die langen Beine der Kraniche, die im Gegensatz zu denen der Gänse im Flug über die Schwanzfedern hinausragen.
Autor: red

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