eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Fr, 15:01 Uhr
22.02.2013

WAGO hat gekündigt

Die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG wird die Zusammenarbeit mit der TUJA Zeitarbeit GmbH beenden. Damit reagiert die Geschäftsführung des High-Tech-Unternehmens auf einen Brief des Personaldienstleisters an dessen Mitarbeiter...


In dem Schreiben wird den im WAGO Werk Sondershausen tätigen TUJA-Beschäftigten zu verstehen gegeben, dass sie mit Krankmeldungen ihren Arbeitsplatz gefährden würden. Zu dem Vorgang nimmt die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG wie folgt Stellung:

Die WAGO-Geschäftsführung hat erst am heutigen Tage Kenntnis von dem bereits am 1. Februar 2013 versendeten Schreiben der Firma TUJA erhalten. Das Schreiben der Firma TUJA Zeitarbeit GmbH war inhaltlich nicht mit WAGO abgestimmt. WAGO hatte und hat keine Informationen über die Krankenstände der TUJA-Beschäftigten – und diese sind auch nicht von WAGO thematisiert worden.

Wie die IG Metall Nordhausen, so verurteilt WAGO das Vorgehen der Firma TUJA Zeitarbeit GmbH und distanziert sich vom Inhalt des Schreibens. Es steht im krassen Gegensatz zu WAGOs von Fairness, Teamgeist und Partnerschaft geprägter Unternehmenskultur, Beschäftigten bei Krankmeldung mit Entlassung zu drohen.

Diesbezügliche Sorgen der festangestellten Mitarbeiter sowie der Leiharbeitnehmer sind unbegründet. Aus den vorgenannten Gründen wird WAGO die Zusammenarbeit mit der TUJA Zeitarbeit GmbH zum nächstmöglichen Zeitpunkt beenden. Da diese Entscheidung nicht zu Lasten der 120 im Werk Sondershausen beschäftigten Zeitarbeitnehmer der Firma TUJA gehen soll, wird WAGO nach Möglichkeiten für ihre Weiterbeschäftigung suchen.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Alex Gösel
22.02.2013, 16:33 Uhr
Und wo...
bekommt WAGO jetzt seine Skla..., verzeihung, (Leih)Arbeiter her? Und wird die neue Arbeitzeit-Firma genauer von WAGO und Co. unter die Lupe genommen?

Nebenfrage: was sagen denn die Jobcenter und Arbeitsagenturen zu einer derartigen Praxie, wie sie bei TUJA an der Tagesordnung sind / waren? (Das Jobcenter Nordhausen preist ja Leih- und Zeitarbeit wirklich hoch! Man bekommt mittlerweile auch eine Liste von Zeitarbeitsfirmen vom Jobcenter ausgehändigt!)
Glaskugel
22.02.2013, 18:12 Uhr
Mach doch mal einen besseren Vorschlag Brothuhn
Ich finde die Reaktion des Unternehmens gar nicht so schlecht. Die schicken diese TUJA Fritzen in die Wüste und übernehmen angeblich die betroffenen Mitarbeiter! Bei wem auch immer. Hauptsache die Leute bekommen eine Arbeit zu anständigen Lohn, darum gehts doch!

Daran müssen wir und die Presse WAGO messen. Ich glaube mal die nnz bleibt da dran.

Lisa
Wolfi65
22.02.2013, 19:19 Uhr
Die Zeitarbeit...
ist das Gestern und das Morgen. Selbst in die Zeitarbeit zu kommen, wird immer schwieriger.
Aber es geht ja jetzt wieder aufwärts und wenn die Frühjahrsbelebung kommt, sind alle Sorgen wie weggeblasen. Alles wird noch viel besser, denn Berlin nimmt jetzt die Zügel richtig fest in die Hand. Macht Euch keine Sorgen!
cubby82
22.02.2013, 19:50 Uhr
für Brothuhn
Sehr geehrter Brothuhn.

bitte immer erst Erkundigungen einziehen bevor man solche Aussagen über das Lohngefälle in diesem Bereich trifft. Es gibt im Landkreis Nordhausen genügend Unternehmen die ihren Festangestellten einen niedrigeren Stundenlohn zahlen als die Zeitarbeitsfirmen ihren Arbeitern.

MfG
Lilly90
23.02.2013, 10:14 Uhr
alles zum scheitern verurteilt.
Zuerst einmal sollten nunmal endlich die Leute übernommen werden die schon Jahrelang über Zeitarbeit bei WAGO arbeiten. allerdings meiner Erfahrung nach bleibt am längsten wer am besten schleimen kann und manche sind echt hinterlistig ohne ende und denken wunderlich wer sie sind (unter anderen auch Festangestellte). Wer am tiefsten kriecht kommt am weitesten so ist das leider.

Nun suchte Wago wieder aber nimmt lieber andere Leute, vielleicht ja von der GEAT aus Sondershausen. Über die Tuja war kein reinkommen mehr.

Noch schönen Gruß an alle Zeitarbeiter.
Ich wünsche euch das beste.
Und denkt immer dran haltet euch fern von den A...kriechern.
Alex Gösel
23.02.2013, 15:59 Uhr
Wirklich nicht schlecht?
Liebe LisaH: eines vorweg: Seit wann duzen wir uns? Oder möchten Sie die NNZ zu einem Klatschblatt machen?

Nun zum Thema: Sicher ist es nicht schlecht, dass WAGO reagiert hat, aber der eigentliche Grund ist doch, dass es dank WAGO und Co. derartige Firmen wie TUJA gibt, oder? Bekommen die Leute (Zeitarbeiter) wirklich einen anständigen Lohn? Und wie Sie ja selber zweifelnd geschrieben haben, übernimmt WAGO die betroffenen Mitarbeiter, aber über wem(weitere Leiharbeiterfirma?), zu welchen Bedingungen usw. übernimmt WAGO die Mitarbeiter? Wie lange sind die Betroffenen noch Mitarbeiter von WAGO? Wer gibt denn hier "Garantieen" dass die Betroffenen dauerhaft und Fair dort beschäftigt sind?

Werter cubby82: Klar gibt es viele schwarze Schafe in und um Nordhausen und darüber hinaus. Und wenn Sie meinen obigen Kommentar und meine anderen Kommentare richtig verfolgt hätten, würden Sie sehen, dass ich auch ein derartiges Vorgehen als moderne Sklaverei empfinde. aber wenn Sie ja doch so informiert sind, warum schreiben sie dann keine Namen der Firmen hier rein? Ich persönlich verlange für solche Vergehen einen öffentlichen Pranger!
Glaskugel
24.02.2013, 11:22 Uhr
Und wo ist der Vorschlag zum besser machen?
Ja, ja, Fragen über Fragen nech Brothuhn.

Typen die auf Probleme zeigen hat das Land genug und satt. Leute die Probleme lösen hat das Land leider zu wenig. Warte weiter auf "Garantieen" Brothuhn und schreib schön weiter "Alles nur Mist in diesem Land"-Kommentare in Zeitungen. Das hilft bestimmt.

Und anstatt den Pranger zu verlangen hilft selber machen weiter. Es passiert nichts Gutes, au0er man tut es. Tschüß Brothuhn.
libertinus
25.02.2013, 21:35 Uhr
120 ?
Zitat:...der 120 im Werk Sondershausen beschäftigten Zeitarbeitnehmer ...
Zeitarbeit sollte mal helfen Auftragsspitzen bei Unternehmen zu bewältigen.Mittlerweile ist es zu einem legalen Mittel der Lohnsklaverei verkommen.ROT/GRÜN sei Dank ! Der Gesetzgeber sieht für Schuldner, die eine Privatinsolvens anmeldeten, einen Selbstbehalt von Selbstbehalt von 1.029,99 Euro vor.Eine Summe, die notwendig ist um in seinen Augen den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Bei den Tarifen der Leiharbeitsunternehmen kommt man häufig nicht mal auf diese Nettosumme.

Das ist staatlich geförderte Armut.Eine Lösung kann nur ein bundesweiter Mindestlohn für alle Branchen sein.
WAGOexperte
20.04.2013, 06:52 Uhr
Leiharbeiter sind nicht immer Sklaven
...ich zum Beispiel habe diesen "Sklavenzustand" für meine Karriere selbst gewählt. Ich bin IT-Freiberufler und verzichte bewusst auf Betriebsrente, Krankenkassen- und Pflegeversicherungsunterstützung, subventioniertes Kantinenessen, Betriebsarzt, Dienstwagen, Diensthandy, ... und nicht zuletzt und vor allem auf den Kündigungsschutz.

Dies lasse ich mir mit einem Aufschlag im Vergleich zum Festangestellten bezahlen.
Lohngefälle muss nicht immer zu Lasten der Leiharbeiter sein.

Verrückterweise beklagen sich dann übrigens die Festangestellten darüber, dass die Leiharbeiter mehr verdienen.
Das, obwohl es die Leiharbeiter sind, die in Krisenzeiten den Festangestellten einen sicheren Job garantieren, weil sie zuerst rausfliegen.

Jeder sollte die Wahl haben: Wer einen sicheren Arbeitsplatz vorzieht, sollte diese Verträge mit seinem Arbeitgeber schließen dürfen. Wer lieber in einer flexiblen Verhandlungsposition bleiben möchte, dem sollte der Staat das nicht verbieten.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)