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Mo, 17:27 Uhr
23.02.2004

Stefan Nüßle soll Mandat niederlegen

Nordhausen (nnz). Nach dem Stefan Nüßle bereits im vergangenen Jahr sein Kreistagsmandat niedergelegt hatte, soll er auch im Stadtrat nachziehen. Das jedenfalls fordert die SPD-Fraktion im Vorfeld der Stadtratssitzung in dieser Woche...


Seit Veröffentlichung des Gerichtsurteils gegen Stadtratsmitglied Stefan Nüßle (CDU) wegen Untreue im Amt wurde viel über seine persönlichen Konsequenzen in Bezug auf sein kommunalpolitisches Engagement spekuliert. Nachdem doch recht schnell die Mandatsniederlegung im Kreistag erfolgte, habe er auch seinen Sitz im Aufsichtsrat der Südharzkrankenhaus GmbH abgegeben. Am kommenden Mittwoch werde diese Position durch den Stadtrat neu vergeben, teilte Sabine Meyer (SPD) der nnz mit.

Man sei seitens der anderen Fraktionen immer bemüht gewesen, persönliche Angriffe und Vorverurteilungen zu unterlassen. „In einem Schreiben an den Fraktionsvorsitzenden der CDU habe ich meiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass Herr Nüßle, auch um das Ansehen des Stadtrates nicht zu gefährden, hier ähnlich konsequent wie im Kreistag reagiert. Leider ist dies nicht der Fall. Seinen Rücktritt vom Aufsichtsrat hätten wir im Stadtrat eingefordert, andere Konsequenzen können wir nur anmahnen“, so die Fraktionsvorsitzende der SPD.

Die SPD – Fraktion hätte erwartet, dass Stefan Nüßle sein Mandat ruhen lasse, bis eine endgültige Aufklärung erfolge, bzw. bis seine Berufung im Verfahren bearbeitet sei. „Durch die fehlende Reaktion sehen wir die Integrität des Stadtrates verletzt, zumal sich die Verfehlungen auf Bereiche seiner beruflichen und ehrenamtlichen Arbeit beziehen“, meint Sabine Meyer. Diese Aussage ist wohl gleichzeitig als ein Wink in Richtung Matthias Mitteldorf zu verstehen. Diese war vom Amtsgericht Nordhausen zu einer Geldstrafe wegen Alkohol am Steuer verurteilt worden. Bereits vor einigen Wochen sagte Sabine Meyer der nnz, dass es sich bei Nüßle und Mitteldorf um zwei verschiedene Angelegenheiten handele, was auch im Strafmaß berücksichtigt worden sei.
Autor: nnz

Kommentare
teamplayer
10.07.2013, 07.50 Uhr
Zweite Chance?
Ist zwar eine Weile her, aber doch interessant, wie man sich wieder nach oben "arbeiten" kann!
lumpi22
10.07.2013, 08.31 Uhr
Schande über unser Politiker!
Man kommt aus dem täglichen Staunen nicht mehr heraus, was "unsere Politiker" schon so alles auf dem Kerpholz haben! Und nun wird Herrn Nüssle sogar schon wieder der Teppich ausgerollt und politisch mit einem Schacherposten in den Himmel gehoben..., was soll da der gemeine Bürger überhaupt noch denken? Er hätte sich lieber in der Produktion in einem Betrieb dieser Stadt wieder beweisen sollen und eine 2.Chance erhalten, aber nicht in der Politik! Was wird uns Bürgern denn noch alles zugemutet? Können wir denn da überhaupt nichts unternehmen?

Da wird einer Verkäuferin für ein "Brötchenklau" der Job gekündigt und erhält keine 2. Chance und hier wird einem untreuen, gekauftem Politiker gleich der große Stuhl zurecht gestellt, um wieder die ganz große Politik in diesem Lande in die Hand zu legen! Es ist einfach nicht zu glauben, es ist beschämend, aber wahr!

Wen soll man nur wählen, denn eigentlich hat jede Partei irgendwelche korrupte Personen in ihren Reihen! Bisher schien die SPD in NDH ausgeschlossen, aber von dem Fall Jendricke hört man ja auch nichts mehr! Wer weiß aber, wer daran die Säge gesetzt hatte... Ich trau keinem mehr in diesem Stadt- und Kreistag über den Weg, es ist einfach nur unfassbar!
Eckenblitz
10.07.2013, 09.35 Uhr
Kein Rücktritt
Wenn man das alles so liest, muss man sehr stark an der Ehrlichkeit unter dem politischen Gewerbe zweifeln. Ich sage mit Absicht Gewerbe, denn so ein Geschacher um Posten und Stellungen, gibt es sonst nur auf dem Flohmarkt, beim feilschen um den Preis, oder?

Man fragt sich wie lange das so weiter gehen soll. Ich habe hier fast das Gefühl Einer erpresst den Anderen, oder besser gesagt eine Partei die andere. Erst wird Frau Haase in Stellung gebracht und nun Herr Nüßle. Das Zusammenspiel zwischen Parteien läuft hervorragend, Erich hätte seine helle Freude an so einer Einigkeit.

Bleibt abzuwarten, wie lange das „BÜNDNIS hält. Ich nehme an bis zur Kommunalwahl denn dann werden die Karten wieder neu gemischt und jeder muss h erneut in Stellung bringen,oder?
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