Kommentare
Bodo Schwarzberg
14.02.2013, 17:31 Uhr
Spaltung der BI nutzt Biogasstrategen
Das ist fast das Schlimmste, was außer der unseligen Biogasanlage selbst passieren kann: eine sich spaltende BI. Lobenswert ist natürlich, dass es dort eine Fraktion der Totalverweigerer gibt, weil diese nämlich offenbar erkannt hat, dass die Nutzung von Bioenergie mitnichten ein Beitrag zur ökologischen Sanierung unseres schwindsüchtigen Planeten ist.
Die andere Fraktion und die Stadträte aber werden ihrer Verantwortung nicht im Entferntesten gerecht, wenn sie sich für ein solches Monstrum entscheiden. Das Denken im lokkalen Klein-Klein widerspricht unserer globalisierten Welt, in der unsere Lebensweise Auswirkungen auf ökologische und soziale Verhältnisse auch in anderen Ländern hat.
Statt fruchtloser Gespräche wünsche ich mir mehr Widerstand. Vorbild sollte die BI Sundhausen sein.
Sehen Sie denn nicht, was passiert? Unsere Karstlandschaft wird den Baggern zum Fraß vorgeworfen, das fast letzte naturbelassene Tal bei Appenrode soll für ein Wasserkraftwerk zerstört werden, in der Goldenen Auhe werden hunderte Hektar zubetoniert und eine Biomethananlge tut Ähnliches.
Niemand aus der politischen Klasse scheint ernsthaft etwas gegen all dies zu unternehmen, noch nicht einmal der chamäleonartig zwischen Wirtschaft und Umweltschutz wandelnde Thüringer BUND-Vorstand und Landtagsabgeordnete Adams von den Grünen. Solche Leute schrecken auch den letzten einst überzeugten Grünwähler ab.
Frankledig
14.02.2013, 20:52 Uhr
@ Schwarzberg..
Sorry...aber ziehen sie doch einfach in den brasilianischen, noch unberührten Teil, des Urwaldes und ernähren sich von Käfern und Larven!Das was Sie hier propagieren ist in Mitteleuropa einfach unrealistisch... Es muß immer ein miteinander zwischen Industrie und Umweltschutz geben. Man kann doch nicht sogar die Industrie in Grund und Boden verteufeln,die uns unsere Annehmlichkeiten ermöglicht und auch Geld in Ausgleichsmaßnahmen investiert...Ausserdem sind ihre Zahlen und Visionen einfach total übertrieben!!!
W. Roßmell
15.02.2013, 08:41 Uhr
Man staunt doch, was aus so einem Gespräch letztendlich herauskommt...
und an die Öffentlichkeit gerät! Ich war bei diesem Gespräch dabei und habe von einer angeblichen Spaltung der Bürgerinitiative in diesem Gespräch nichts erfahren bzw. vernehmen können! Ich wundere mich erneut, wie die Presse über so einen Schwachsinn berichten kann, zumal vor Beginn dieses Gespräches von allen Seiten festgelegt wurde, dass eine Veröffentlichung stattfinden soll, aber erst, wenn beide Seiten den Inhalt dieser Pressemitteilungen kennt und dem zugestimmt haben!!!
Tja und nun? An dieser Stelle sei nochmals dargestellt, dass ein Gespräch auf Einladung der Bürgermeisters am gestrigen Tage stattfand, an dem weitere 3 Vertreter von der Stadt und 5 Vertreter von der Bürgerinitiative teilnahmen. Wir waren gespannt von seiten der Bürgerinitiative, ob sich bei diesem 1. Gespräch auf dieser Ebene seit Bekanntwerden des Bauwillens einer Biomethananlage in Nordhausen im Juni vergangenen Jahres, nun doch ein sachlicher und konstruktiver Dialog auch mit den Bürgern und den Stadtoberen stattfindet und wir Bürger endlich auch mal gehört werden. Es war eine ruhige und sachliche Athmosphäre und beide Seiten brachten nochmals die Vorstellungen zum bzw. auch gegen den Bau einer solchen Anlage in der Nähe von Wohngebieten vor. Es wurden sehr viele weitere Themen, u.a. auch die Arbeit der Presse, die mit Wahr- aber auch Unwahrheiten oft nur das Ziel verfolgt, nicht unabhängig, ehrlich zu berichten, sondern sich einer anderen Art der Berichterstattung zu bedienen, die nur ein Ziel hat, viele Leser und dabei bis unter der Gürtellinie gehende Antworten zu veröffentlichen, um möglichst eine Masse von Bürgern zum Lesen zu bekommen! Jeder Klick macht ja "reicher"...!
Wir von der Bürgerinitiative haben das Hauptziel gegenüber dem Oberbürgermeister und seinen anderen 3 Befürwortern deutlich gemacht, dass wir mittlerwiele auf der Grundlage von über 3500Unterschriften von Bürgern berechtigt, weiter gegen den Bau einer Biogasanlage in der Nähe von Wohngebieten zu kämpfen und ALLE Möglichkeiten ausschöpfen werden, sollte der EVN kein anderer Standort "einfallen", dagegen zu vorzugehen! Das Wort Kämpfen wurde dabei gar nicht genannt...!
Es wurde auch dargelegt, dass es viele Bürger unter diesen 3500 gibt, die auch komplett gegen den Bau einer solchen Anlage sind! Was - wenn der Bau einer solchen Anlage irgendwo weit weg von Wohngebieten beschlossen wird - diese Menschen tun werden, das wissen wir heute auch noch nicht, aber man kann sich vorstellen, dass es Menschen gibt, die aus Ihrer Sicht weiterkämpfen werden, um diesen Bau zu verhindern, so wie es Herr Schwarzberg hier beschreibt! Also von wegen, es gibt keine Spaltung der Bürgerinitiative, ganz im Gegenteil! Ich persönlich empfinde ein immer besseres Zusammenwachsen von dieser Initiative und wir wissen was wir wollen und für welchen Auftrag wir eintreten! Und je länger zu diesem Thema von seiten der Verantwortlichen der EVN weiterhin keine Antworten kommen, obwohl gerade die EVN die Stadt mit ihrer letzten öffentlichen Meinung unter Druck gesetzt hat, solange werden sich immer mehr Bürger mit dem Thema Biogasanlage beschäftigen und vielleicht auch zur Einsicht kommen, dass eine solche Anlage gerade jetzt im Zuge der sich wandelnden Meinungen zum EEG seitens der Regierung, die die Förderungen mehr als nur reduzieren will, nicht mehr gebaut werden dürfte!
Ich habe meine Meinung gestern dazu deutlich gemacht, aber wenn einer von den 4 anwesenden städtischen Vertretern deshalb gleich eine Spaltung der Bürgerinitiative ableitet, dann sorry, war dieses Gespräch deutlich anders verlaufen und der Informationsgeber dieser Meinung entweder taub oder stumm!
Schade auch, dass Informationen vorab an die Öffentlichkeit gekommen sind, die der Wahrheit nicht entsprechen!
->EchterNordhäuser<-
15.02.2013, 11:08 Uhr
Jetzt reichts aber wirklich
Seit wann müssen denn beide "Seiten" einer Pressemitteilung zustimmen?! Das klingt für mich eher so, als würde da eine der Seiten nur von ihr vorgefertigte und genehme Berichterstattungen erlauben - dann reichts aber wirklich...
Retupmoc
15.02.2013, 11:49 Uhr
Sehr geehrter Herr Rossmell,
Sie sollten bei aller Wertschätzung einmal aus Ihren Träumen aufwachen. Die Presse in diesem Land macht eh das, was Ihr politisch in den Kram passt. Die regierungstreuen Sender und Publikationen erzählen Ihnen gebetmühlenartig, das wir nur 3 Millionen Arbeitslose haben, obwahl es viel mehr sind. Vor Wahlen werden die jeweiligen Gegner verunglimpft und hier gibt es halt eine Lobby bei den Höheren für diese unsägliche Anlage. Also wird es so veröffentlicht, wie es den Damen und Herren der Politik passt. Herr Rossmell, Sie kämpfen gegen Windmühlen in diesem Staat. Eher hätten Sie Honecker zum Abriß der Mauer auffordern können. Hier regiert der Kapitalist und seine Helfershelfer.
Trotzdem danke ich Ihnen für Ihren Kampf gegen die Windmühlen. Ein schönes Wochenende !
Stadtbürger
15.02.2013, 11:54 Uhr
früher war alles besser
leuchtet mir ein, dass herrn roßmell die wahrheit nicht schmeckt. er hat offensichtlich ein problem mit presse- und meinungsfreiheit.
man erinnere sich: er bemängelte im vergangenen jahr bei einer stadtratssitzung, dass die nnz über die fragwürdigen unterstützerunterschriften berichtete.
scheinbar hat dieser herr die zeitenwende von 1989/1990 noch immer nicht überwunden. früher war für IHN halt alles besser und einfacher. biographien einzelner sagen doch mehr, als sie verbergen ...
schon schlimm, wenn man nicht mehr staatstragend auftreten darf ;-)
Birgit26
15.02.2013, 12:01 Uhr
Vielleicht gerade deshalb...
Ich denke mal keine der beiden Seiten läßt sich von der Anderen was vorschreiben, aber um genau diese "Hexenjagd" zu vermeiden, wolte man sich vorher austauschen. Aber Pressefreiheit heißt sicher auch Gerüchteküche brodeln lassen und das Feuer schüren! Es ist nur traurig, was aus einem konstruktiven Gespräch zwischen der Stadtverwaltung und Vertretern der Bürgeriniative in der Öffentlichkeit nun verbreitet wird und dem Ansehen schadet!
Pressesprecher Stadt Nordhausen
15.02.2013, 13:10 Uhr
Verständigung über Pressemitteilung ist üblich und Vertrauensbeweis
Dass man sich nach einem bilateralen Treffen auch aus Effizienzgründen auf eine gemeinsame Pressemitteilung einigt, ist nichts Ungewöhnliches. Und dass man diese miteinander abstimmt, ist nur logisch und ein gegenseitiger Vertrauensbeweis.
Darin eine "Zensur" zu sehen, widerspricht der Vernunft, weil die jeweils andere Seite sofort - und letztlich vielleicht über die Kommentarfunktion – sowieso ihr Sichtweise kommunizieren könnte.
lumpi22
17.02.2013, 18:39 Uhr
Gespalten?
Das glaube ich nicht! Aber wie doch gleich wieder einige andere sich hier gegen die BI und Herrn Roßmell schießen, die glaube gar nicht den Sinn dieses Beitrages verstanden haben, das ist doch schon merkwürdig!
Ich war einige Tage verreist und habe das heute alles nachgelesen und wundere mich schon, wie schnell man hier von einer Spaltung spricht. Ich glaube nicht, dass es so ist, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Menschen gibt, die komplett gegen den Bau einer solchen niemals gewinnbringenden Biogasanlage (außer durch die Förderung) sind.
Machen wir uns nichts vor, wir zahlen für diese Anlage im nächsten oder übernächsten Jahr gleich wieder mehr für den Strom, da die gezahlten Förderungen von uns Bürgern wieder zurückgezahlt werden müssen! Haben das noch immer einige Schreiber hier nicht verstanden? Glauben Sie doch nicht an das Märchen, dass der Strom dadurch nicht teurer wird! Die EVN wird alles tun, Geld von seinen Kunden zu bekommen, wenn die Möglichkeit da ist! Und was ist nach 20 Jahren mit dieser Anlage? Tja, diejenigen, die nur gegen den Standort sind, mal sehen ob die dann froh sind, wenn die Anlage irgendwo auf der grünen Wiese gebaut wurde und man 50% mehr Stromgeld bezahlen muss, weil man sich doch verrechnet hat!
Und lieber Herr Stadtbürger, ich kann Ihren Hass gegen einen Mitstreiter der BI nicht nachvollziehen, denn das heute hat mit dem von Früher wohl nichts zu tun, zumal man sich ja - wenn ich es richtig verstehe- vorher eindeutig verständigt hat, gemeinsam eine Veröffentlichung zu machen!
Es ist schon merkwürdig, wenn wieder einmal von der NNZ Sachen veröffentlicht werden, die nur ein Ziel haben, die BI zu spalten und Unwahrheiten preis zu geben!
Ich bitte deshalb die BI, kämpfen Sie weiter, machen Sie Dampf gegen diese Anlage, prüfen Sie alle Möglichkeiten, den Bau zu verhindern und verstecken Sie sich nicht! Lassen Sie sich nicht von einigen Schreibern hier verunsichern und zeigen Sie den Verantwortlichen und Stadtoberen die Hörner! Ich verfolge diese Sache hier weiter und freue mich auf jeden Erfolg im Sinne der Bürger dieser Stadt!
Körner
18.02.2013, 17:50 Uhr
keine BI-Spaltung
Von einer Spaltung der BI kann keine Rede sein. Ich war ebenfalls bei dem Gespräch dabei. Natürlich kann auch ein BI-Mitglied der Meinung sein, dass eine solche Anlage nichts bringt. Dafür haben wir ja Meinungsfreiheit, aber ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, dass wir als Bürgerinitiative das Ziel verfolgen, eine Biogasanlage in der Nähe von Wohnbebauung nicht zuzulassen.
Wenn jemand, und wer auch immer, von einer Spaltung der Bürgerinitiative spricht, dann zeugt das von Unwissenheit.Eventuell ist auch der Wunsch der Vater des Gedanken.
Eckenblitz
19.02.2013, 10:21 Uhr
Sehr geehrter Herr Rossmell,
wenn ich Ihren Kommentar richtig lese, sprechen Sie doch selber von einer gewissen Spaltung.
Es wurde auch dargelegt, dass es viele Bürger unter diesen 3500 gibt, die auch komplett gegen den Bau einer solchen Anlage sind! Was - wenn der Bau einer solchen Anlage irgendwo weit weg von Wohngebieten beschlossen wird - diese Menschen tun werden, das wissen wir heute auch noch nicht, aber man kann sich vorstellen, dass es Menschen gibt, die aus Ihrer Sicht weiterkämpfen werden, um diesen Bau zu verhindern.
Das sind Ihre Worte und denen ist zu entnehmen, dass es zwei Gruppen in der BI gibt. Die einen wollen ein generelles Verbot der Anlage und die anderen sind nur gegen den Standort. In meinen Augen sind das schon gravierende Unterschiede, oder wie ist das zu sehen?
Flitzpiepe
19.02.2013, 10:40 Uhr
Keine Spaltung
Warum klammern sich die Befürworter der Agrargasanlage so daran, dass sich die BI gespalten hätte? Schwimmen die Felle davon?
Eine Gruppe kann nur gespalten werden, wenn die entstehenden Gruppen konträre Meinungen haben. Dies ist aber bei der BI nicht der Fall.
Die Gruppe, die gar keine Agrargasanlagen will, ist doch nur eine Untermenge derer, die die Wohnortnähe ablehnen. Die inzwischen 3500 Unterschriften sind gegen eine Anlage in Wohnortnähe. Das ist das primäre Ziel der BI.
Die Gegner jeglicher Agrargasanlagen (aus Nahrungsmitteln !), zu denen ich inzwischen auch gehöre, verfolgen ein Ziel, dass nur durch Änderung des EEG zu erreichen ist. Demzufolge hat das mit dem lokalen Ansinnen der BI erstmal nichts zu tun.
Sie sind aber Teil der BI mit dem selben Ziel 'Keine Anlage in Wohnortnähe' und schon gar nicht abgespalten!
W. Roßmell
19.02.2013, 11:36 Uhr
Dank an Flitzpiepe!
Genau so ist es wie es Flitzpiepe geschrieben hat und daher habe ich auch nichts weiter hinzuzufügen.
Nur mal so nebenbei bemerkt: "Lieber Weihnachtsmann, Deine Zeit ist eigentlich vorbei und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Du Zeit für Politik geschweige denn Ahnung von Biogasanlagen hast, die viele Bürger neben ihrem Haus stehend ertragen sollen! Und scheinbar mit dem Lesen hast Du es auch etwas schwerer, denn nochmals an dieser Stelle deutlich geschrieben kann ich bestätigen, dass die Bürgerinitiative nicht gespalten ist, sondern wir eine "zusammengeschweißte Truppe" geworden sind, die weiß was sie will!"
Für Dich lieber Weihnachtsmann bin ich gern bereit, ab Oktober dieses Jahres gern über die Wünsche der Kinder und Deine Aufgaben zu sprechen, vielleicht kann man dabei ja behilflich sein...!
Danke Dir und bereite Dich lieber bis dahin auf die schweren Aufgaben vor, damit die Kinder voller Freude an den Weihnachtsmann denken können!
Retupmoc
19.02.2013, 12:40 Uhr
Koa Weihnachtsmännle
Bei aller Wertschätzung, aber den Weihnachtsmann brauchen wir im Moment nicht - auch wenn das Wetter eher auf Weihnachten hindeutet, als auf den Frühling.
Was das mit der Anlage zu tun hat? Ganz einfach - die Befürworter lobhuldigen den Bau, ohne an die Konsequenzen zu denken. Dabei werden Argumente ( z. B. Theaterpreise ) hervorgekarrt, die aus jeglichem Zusammenhang gerissen sind. Man erzählt halt das Blaue vom Himmel.
Was das mit dem Wetter zu tun hat? Schauen Sie mal zum Fenster raus und erklären Sie mir dann die Mär vom Klimawandel.
Thomas Fichtner
25.02.2013, 15:19 Uhr
Mal in ein ganz anders Horn blasend:
Die Errichtung dieser Anlage verurteilt durch die Nahrungsmittelverknappung am Markt und die dadurch steigenden Lebensmittelpreise mittelbar jährlich ca. 20.000 Menschen zum Tode durch Verhungern - das sind etwa so viele wie im KZ-Dora ermordet wurden. Auf die geplanten 20 Betriebsjahren gerechnet ist das ein kleiner Völkermord!
Verzeihen Sie also liebe EVN und Nordhäuser Stadträte, dass ich Ihnen - wenn sie dafür stimmen - daher den Handschlag verweigere!
Ich sage Ihnen das übrigens, damit Sie nicht irgendwann sagen können, dies nicht gewusst zu haben und in voller Kenntnis darüber, dass die Auswirkungen auf den Welthunger bei den bisher errichteten 7500 Anlagen in Deutschland letztlich ebenfalls niemanden davon abgehalten haben sie zu bauen und Ihnen natürlich mein Handschlag genauso egal ist, wie die oben genannten Auswirkungen.
Nordhäuserin
25.02.2013, 15:36 Uhr
Abseits
Jetzt stellen Sie sich, sehr geehrter Herr Fichtner sowie Ihre BI-Mitstreiter aber komplett ins Abseits. Das ist dann schon mal unter jeglicher Gürtellinie.
Und wieder eine Frage, wie sie schon oft gestellt wurde. Aus welchen Quellen (Kohle ist Dreck, Atom sowieso) soll denn die Energie in Deutschland erzeugt werden?
I.H.
25.02.2013, 15:42 Uhr
Gerade eben
habe ich Sie noch in einem anderen Strang für Ihre sonst sachlichen Kommentare gelobt Herr Fichtner. Ich nehme das hiermit zurück. Was Sie schreiben ist grober Unfug.
suedharzer
25.02.2013, 16:19 Uhr
der wirkliche Grund
für die weltweite Steigerung der Preise für Nahrungsmittel liegt doch an der Spekulation mit Nahrungsmitteln. Diese Erkenntnis hat doch jüngst selbst die Deutsche Bank zugegeben. Der ganze Shareholder Value ist doch mittlerweile pervertiert.
Wenn nur die Leute mit Nahrungsmitteln handeln dürften, die diese anbieten oder weiterverarbeiten können, würde das Angebot- und Nachfragespielchen ja auch funktionieren. Solange aber ein Banker Reichtum scheffelt, indem er die Preise für hunderttausende Schweinebäuche in die Höhe treibt, stimmt was nicht.
Eine Lösung könnte sein, wenn jedes 1000. getätigte Börsengeschäft per Losentscheid in natural abgewickelt werden müsste. Dann würde die Deutsche Bank halt die Schweinebäuche nach Frankfurt geliefert bekommen. Passiert denen dann bestimmt nicht noch einmal.
G. Meskalowski
25.02.2013, 16:23 Uhr
Sehr geehrter Herr Fichtner
wir bauen also die Biogasanlage nicht. Was machen wir jetzt mit den nicht biovergasten Lebensmitteln ? Bei uns werden sie sicher nicht unbedingt gebraucht, also müssten sie um den halben Erdball geschifft werden, um in die Hungergebiete zu gelangen, nur wer macht das ?
Es kostet schliesslich Geld, welches die potentiellen Empfänger nicht haben.
Was bleibt also ? Wir bauen keine Biogasanlage sonder grössere Hamsterräder gekoppelt mit Generatoren, dann holen wir ein paar Leute aus den Hungerländern, die können dann hier laufen und bekommen unsere nicht biovergasten Lebensmittel.
Somit ist allen geholfen, Lebensmittel werden nicht verschwendet, der Hunger ist besiegt und saubere Energie gibts auch noch, naja abgesehen von ein paar Fäkalien die ja zwangsläufig anfallen und vielleicht den ein oder anderen Pups, aber den könnte man dann ja doch als Biogas verwenden.
einen schönen Montag wünscht
Giselher Meskalowski
G. Meskalowski
25.02.2013, 18:22 Uhr
Die Überbevölkerung
der Erde würde damit auch eingedämmt, denn wer 8 Stunden im Hamsterrad gelaufen ist verspürt unter Umständen keine Lust mehr, deren Ergebnis neue Menschen wären, die an Hunger leiden.
G.M.
suedharzer
25.02.2013, 22:05 Uhr
Selbstgespräche
Lieber G.M.
bei aller Sympathie, aber Selbstgespräche machen Ihre Aussagen hier leider fragwürdig.
Thomas Fichtner
26.02.2013, 00:09 Uhr
Ich hab das von Anfang an gesagt.
Nur eben nicht so drastisch - sondern ich habe es Anfangs in der Bürgerfragestunde in Schnitzeln dargestellt.
Es geht hier um wahre Unmengen! Nach der bisherigen Planung um 48.000 t jährlich.
Damit man überhaupt mal eine Vorstellung über die dort eingesetzten Mengen bekommt: das entspricht der Masse von 40.000 PKW oder von 600.000 Menschen - mehr als in den 5 größten Städten Thüringens zusammengenommen leben.
Nur für diese eine Anlage!
Davon sind 23 Mio kg Mais - der 4,6 Mio kg besten Mehles entspricht. Beim derzeitigen *deutschen* Pro-Kopfverbrauch an Getreideprodukten genug für 50.218 Menschen!
Fünfzigtausendzwohundertundachtzehn!
Oder in daraus herstellbarem Fleisch: ca. 14 Mio Normschnitzeln!
Und das ganze nicht nur in einer Anlage - sonder in jeder der inzwischen über 7500 deutschlandweit.
Ja, wir leisten es uns wirklich - nur dafür - Lebensmittel für 20 Millionen Menschen zu vergähren!
Und ja, wir importieren seit Jahren Getreide vom Weltmarkt - weil wir es bezahlen können - andere nicht, die dann jämmerlich verrecken.
Und bei den hier genannten Mengen sind die Spekulationen wirklich das kleinste Problem - die Quantität ist so enorm, das die Auswirkungen richtig heftig sind!
Das hat aber niemanden wirklich gejuckt, also habe ich mal die energetische Bilanz aufgemacht - die Sache mit dem Klopapier auf der FH-Veranstaltung.
Ein Vergleich der Flächeneffizienz 2er Technologien direkt gegeneinander.
Es waren ca. 100 Blatt bei der Photovoltaik, gegen 2 bei der Nutzung von Biogas.
Kurz - diese Art der Biomassenutzung (ich schreibe explizit NICHT jede) ist nicht nur ethisch ein Alptraum, nein auch auf dem Gebiet der Effizienz richtig bescheiden und aus ökonomisch, wie auch wegen der mit ihr verbundenen hoch energieaufwändigen Düngemittelherstellung und den Monokulturen auch aus ökologischer Sicht ebenfalls richtig richtig beschissen.
Und Entschuldigung, aber so sieht es eben aus! Die harten Zahlen sind seit ganzer Weile bekannt - und ja, ich habe sogar gehofft das irgendjemand sie wirklich widerlegen kann und ich mich ganz böse geirrt hätte, weil sie zu tiefst erschreckend sind - aber das ist leider nicht passiert.
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