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Do, 14:25 Uhr
14.02.2013

Auch beim Arzt ist weniger oft mehr

Fast eine Milliarde Euro stehen dem deutschen Gesundheitswesen am Tag zur Verfügung. Mit dieser gigantischen Summe werden unter anderem 400.000 Hüft- und Knieoperationen, eine Million Herzkatheter-Untersuchungen, 134 Millionen Röntgenbilder und 17 Millionen Tomographien pro Jahr bezahlt. Muss das aber sein...


Beeindruckende Zahlen, die Eckart von Hirschhau­sen präsentiert, um zu verdeutlichen, dass eigentlich genügend Geld im System vorhanden ist – aber vielleicht nicht immer an der richtigen Stelle ausgegeben wird.

Der Mediziner, Comedian, Buchautor und Moderator hat jetzt zusammen mit dem Faktencheck Gesundheit der Bertelsmann Stiftung das Video „Weniger ist mehr – Zu viel Medizin kann scha­den“ veröffentlicht. Darin belegt er anschaulich, dass Überdiagnostik und Übertherapie den Pati­enten oft mehr schaden als nützen. Und er deckt die Mechanismen auf, warum Patienten und Ärzte dieses Spiel dennoch mitspielen.

Dabei können Patienten selbst dazu beitragen, gut und angemessen behandelt, aber nicht über­versorgt zu werden. Tipps und Checklisten dazu bietet das Internet-Portal www.faktencheck-gesundheit.de. Es hilft bei der Beschaffung von Gesundheitsinformationen, der Suche nach Ärzten und Krankenhäusern, der Vorbereitung auf den Arztbesuch und der „Übersetzung“ von ärztlichen Befunden. Der Faktencheck Gesundheit ist unabhängig und werbefrei.

„Weniger ist mehr“ ist das erste Video einer kleinen Reihe, die mit Humor auf wichtige Themen und Probleme des Gesundheitssystems aufmerksam machen will. Eckart von Hirschhausen: „Die Me­chanismen im Gesundheitswesen zu durchschauen ist schwierig für Patienten – und manchmal sogar für Ärzte. Unsere kleinen Videofilme können natürlich keine Probleme lösen.

Aber wir kön­nen die Patienten bestärken, sich besser zu informieren und immer wieder eine sehr wichtige Frage zu stellen: Was passiert eigentlich, wenn wir vorerst abwarten und nicht gleich ein Medika­ment oder eine Operation einsetzen?“
Autor: nnz

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