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Mo, 16:23 Uhr
16.02.2004

Einmal Sahara und zurück

Bleicherode (nnz). Die nnz hatte in den zurückliegenden Tagen mehrfach über die Gründung eines Vereins in Bleicherode berichtet. „Salma“ ist ein Mädchenname und bedeutet „Frieden“. Bleicheröder waren jetzt in der West-Sahara und berichten von ihren Eindrücken.


Voller Eindrücke ist gestern eine Delegation des Vereins aus Algerien und den befreiten Gebieten der Westsahara zurückgekehrt. Kämpfer der POLISARIO geleiteten die Gäste an die „Mauer“, den 1.100 km langen Befestigungswall, den die Marokkaner nach der Aggression der Westsahara errichtet haben. Die Besucher lernten in Dakhla die politischen und administrativen Strukturen eines Flüchtlingslagers kennen. Den Flüchtlingen werden Gas, Wasser und Nahrungsmittel zugeteilt.

Eine Person erhält pro Monat 8 kg Mehl, 2 kg Reis, 2 kg Linsen oder 2 kg Bohnen, 1 l Öl, 1 – 2 kg Zucker, 200 g Tee, 1 kg Milchpulver. Zur Zeit wurde die Mehl-Ration halbiert, da die Lieferungen der internationalen Geber ins Stocken geraten sind. Fleisch, Gemüse und Obst gehören nicht zu den Hilfsgütern. Jedes Flüchtlingslager hat einen Garten, wo dem Wüstenboden Zwiebeln, Rettiche und anderes Gemüse abgerungen werden. Die Versorgung mit Medikamenten war zum Zeitpunkt unseres Besuches völlig zusammengebrochen.

„Beeindruckt waren wir, dass alle Kinder einen Kindergarten und Schulen bis zur 6. Klasse besuchen können, für behinderte Kinder gibt es in jedem der vier Lager gesonderte Förderung. Die Frauen spielen eine besondere Rolle in der Gesellschaft der Saharauis. In jedem Lager gibt es ein Frauenzentrum, in dem sie sich weiterbilden können. Da ein Flüchtling kein Recht auf Bildung hat, sind alle diese Bildungsprojekte auf internationale solidarische Unterstützung angewiesen. Jedes Buch, jedes Heft, jeder Stift ist eine Kostbarkeit. Wir haben 2000 km im Jeep zurückgelegt, haben die große Gastfreundschaft der Saharauis in ihren Zelten erlebt und werden den Sternenhimmel über der Sahara und diese Menschen nicht vergessen. Unsere Aktion wird im Juli 2004 mit zwanzig achtjährigen Kindern und ihren Betreuern beginnen“, so die Europaabgeordnete Margot Kessler (SPD).

Wer möchte, dass mehr als 20 Kinder die Möglichkeit zu einem Erholungsaufenthalt bekommen sollen, kann Mitglied des Vereins werden oder spenden. Das Spendenkonto des Vereins lautet: Verein „Salma“ Konto-Nr. 30007437, BLZ 820 540 52 bei der Kreissparkasse Nordhausen. Weitere Einzelheiten und den ausführlichen Reisebericht erfahren Sie unter Europabüro Tel. 036338/44455 oder unter der E-Mail: eu-buero.kessler@t-online.de. Den Vorstand bilden die Initiatoren des Vereins, die Europaabgeordnete Margot Keßler, Heike Rieche und Annekathrin Weigel sowie Herbert Siemon und Marina Badorrek.
Autor: nnz

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