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Mo, 10:28 Uhr
16.02.2004

Deutsch-russisches Projekt

Nordhausen (nnz). Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland wird nicht nur in der Politik oder Wirtschaft gepflegt. Auch in der Kunst gibt es eine solche. Zu sehen und zu hören ist sie Ende Februar in Limlingerode.


Am 28. Februar 2004, erklingen ab 14.30 Uhr Sprache, Klaviertöne und Gesang in der Dichterstätte Sarah Kirsch. Wolodija Balanzew und Zoja Dimitriewa stammen aus Russland und leben seit einigen Jahren in der Bundesrepublik. Claudia Günther wurde in Deutschland geboren. Russlands und Deutschlands Schriftsteller und Dichter sind sich immer schon sehr verbunden, achten die Leistungen der anderen. Sarah Kirsch hat zahlreiche Gedichte der Russinnen Anna Achmatowa und Maria Zwetajewa ins Deutsche gedichtet, auch von Alexander Block hat sie u.a. dessen berühmte Schneegestöberverse in die deutsche Sprache übertragen. Die Achmatowa und die Zwetajewa wurden in der Dichterstätte bereits zu den "Limlingeröder Diskursen" vorgestellt.

Es freut die Mitglieder des Fördervereins, dass Ende Februar das obengenannte Trio in Limlingerode auftreten.wird. Wolodija Balanzew, Jahrgang 1959, ist von Beruf Mathematiker. Jedoch geht zur Dichtkunst hin sehr früh seine Neigung. Der erste Gedichtband "Bäume", in russischer Sprache verfasst, sollte im Moskauer Verlag "Junge Garde" herauskommen. Aber 1984 reiste Balanzew nach West-Berlin aus und so unterblieb der Druck. Jetzt lebt und arbeitet er in Bonn. In deutscher Sprache geschrieben, erschienen seine Lyrik- und Prosatexte in mehreren Anthologien. Er hat sich an verschiedenen Literaturwettbewerben beteiligt. Im Jahr 2002 kam sein
Lyrikband "Zeitleere" heraus.

10 Gedichte daraus vertonte Zoja Dimitriewa. Sie besuchte das Leningrader Konservatorium in der Klasse "Komposition" und
promovierte am Leningrader Institut für Musik, Theater, Oper und Kino. Die Komponistin schrieb mehrere Stücke für das Musik-Kinder-Theater, eine Oper, ein Ballett. Kompositionen in der Instrumentalmusik stammen gleichermaßen von Frau Dimitriewa. Zur Zeit arbeitet sie an kirchlicher Chormusik. In der Dichterstätte werden von ihr mehrere Vertonungen aus dem Liederzyklus "Gefühlsblätter" über Gedichte Balanzews zu hören sein.

Die Sängerin Claudia Günther, am Konservatorium in Leipzig ausgebildet, sang an den Opern in Leipzig und Dresden. Zur Zeit spielt sie in Köln. Sie leiht den vertonten Liedern ihre Stimme .Balanzew, der Lesungen in Bonn, Köln, München und Dresden hatte, liest aus dem Gedichtband "Zeitleere" und auch neue Gedichte.
Autor: nnz

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